MIT WICHTIGEM HEIMSIEG AUF PLATZ FÜNF: EISBÄREN SCHLAGEN BIETIGHEIM 5:1

Veröffentlicht am
10.1.26

Regensburg mit souveräner Leistung gegen bisherigen Tabellennachbarn Bietigheim

Am Ende prangte das gleiche Ergebnis auf der Anzeigetafel wie beim ersten Aufeinandertreffen der laufenden DEL-2-Saison an gleicher Stelle: Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg hat sein wichtiges Heimspiel gegen den bisherigen Tabellennachbarn Bietigheim Steelers souverän mit 5:1 (1:0/3:0/1:1) gewonnen. Damit fuhren die Oberpfälzer vor 3931 Fans in der Donau-Arena den zweiten verdienten Sieg vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger aus Baden-Württemberg ein und schoben sich in der Rangliste an den Grün-Weißen vorbei bis auf Platz fünf vor (jetzt 51 Zähler). Die zuvor punktgleichen Enzstädter sind nun Achte (48). Spät im ersten Durchgang brachte Alexander Berardinelli die Hausherren nach starkem Forecheck von David Morley mit 1:0 in Front (19. Minute). Im zweiten Durchgang legten die Domstädter gleich drei Treffer nach und stellten auf 4:0: Erst erhöhte Constantin Ontl auf 2:0, der einen wuchtigen Schuss von Verteidiger Patrick Demetz in die Maschen abfälschte (24.), dann schlenzte Jeremy Bracco den Puck nach feiner Vorarbeit von Berardinelli in Überzahl unter die Latte (34.) und schließlich nutzte Samuel Payeur ein starkes Zuspiel von Yuma Grimm mit einem Schuss unters Gebälk zum 4:0 (39.). Zwar verkürzten die Gäste durch den gebürtigen Regensburger Bastian Eckl zu Beginn des Schlussabschnitts noch auf 1:4 (41.), doch spätestens mit dem 5:1 durch Kevin Slezaks elften Saisontreffer war die Partie entschieden. Nun sind die Rot-Weißen am morgigen Samstag, 11. Januar, ab 17 Uhr auswärts bei den Eispiraten Crimmitschau gefordert, die am Freitagabend spielfrei waren. Am kommenden Freitag, 16. Januar, steht dann das dritte Oberpfalz-Derby der Saison in der Fremde bei den Blue Devils Weiden an (Beginn 20 Uhr), ehe zwei Tage darauf, am Sonntag, 18. Januar, das nächste Heimspiel folgt. Dann gastieren ab 17 Uhr die Buron Joker des ESV Kaufbeuren in der Donau-Arena – die Partie ist der große, jährliche „F*CK CANCER“-Tag der Eisbären und verspricht damit höchst emotional zu werden. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Doppelinterview mit den beiden Torschützen Constantin Ontl und Kevin Slezak gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Achter gegen Siebter: Das Heimspiel des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg gegen den Aufsteiger Bietigheim Steelers war ein richtungsweisendes für beide Teams. In der wichtigen Begegnung setzte der Trainer der Hausherren, Peter Flache, im Tor abermals auf Jonas Neffin als Starter. Vor 3931 Fans, die trotz teils schwieriger Witterungsbedingungen den Weg in die Donau-Arena gefunden hatten, war Konrad Fiedler der Backup, Talent Cole Danielsmeier stand nicht im Aufgebot. In der Verteidigung pausierte Maximilian Merkl, im Sturm fehlten der erkrankte Pierre Preto sowie die überzähligen Lukas Krieger und Bryce Kindopp.

Ausgeglichen gestaltete sich die Begegnung in den ersten Minuten. Erarbeiteten sich die Gäste aus Baden-Württemberg insgesamt ein leichtes Übergewicht, hatten die Flache-Schützlinge dafür die besseren Chancen zu verzeichnen. So hämmerte etwa Kevin Slezak nach nicht einmal 90 gespielten Sekunden und einem feinen Doppelpass mit Jeremy Bracco die Scheibe an den Querbalken (2. Minute). Nach einem starken Steilpass von Jakob Weber scheiterte kurz darauf Aleandro Angaran mit einem Alleingang an SCB-Keeper Olafr Schmidt (3.). Nach sechs Minuten zwangen dann erst Bietigheims Topscorer Jack Dugan, dann Offensivverteidiger Tim Schüle den Torsteher Neffin zu zwei Glanzparaden. Auch bei zahlreichen weiteren Abschlüssen der Gäste war Neffin auf dem Posten, in Unterzahl klärte Verteidiger Patrick Demetz einmal auf der Linie (11.), auf der Gegenseite hatten nach 15 Minuten erst Marks Jirgensons, dann Kapitän Nikola Gajovský die Regensburger Führung bei einer Doppelchance binnen weniger Sekunden auf dem Schläger, scheiterten aber an Schmidt. Mehr Glück hatte dann Alexander Berardinelli kurz vor der ersten Pause: David Morley eroberte die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor, spielte gedankenschnell auf seinen einrückenden Reihenpartner und dieser drückte den Puck am kurzen Eck an Schmidt vorbei zum 1:0 in die Maschen (19.).

Der zweite Durchgang gehörte dann den Domstädtern. Nach gerade einmal 197 Sekunden zappelte der Puck schon zum 2:0 im Netz: Patrick Demetz hatte wuchtig von der Blauen Linie abgezogen, Constantin Ontl, der als offizieller Torschütze geführt wird, möglicherweise noch abgefälscht und die Scheibe flog von Schmidts Schulter per Bogenlampe ins Tor (24.). Nur eine Zeigerumdrehung später verpasste Angaran nach Jirgensons-Zuspiel nur knapp (25.). Als Topscorer Corey Trivino nach 29 Minuten nur knapp verzog und Berardinelli mit dem Nachschuss an Schmidt scheiterte, lag das 3:0 bereits in der Luft – im Powerplay wenig später fiel es dann tatsächlich. Hatten Trivino zweifach, Morley artistisch aus der Luft und Berardinelli aus spitzem Winkel kurz zuvor noch Pech, tankte sich letzterer wenig später über die linke Seite stark durch und bediente den rechts anstürmenden Jeremy Bracco, der per Schlenzer in den Winkel auf 3:0 erhöhte (34.). Als Samuel Payeur gegen Ende des Drittels dann ein schönes Zuspiel von Yuma Grimm per Direktabnahme zum 4:0 unter die Latte zimmerte (39.), war die Partie quasi entschieden.

Slezak setzt den Schlusspunkt

Daran änderte auch Bietigheims Treffer zum 1:4 kurz nach Wiederbeginn durch den gebürtigen Regensburger Bastian Eckl nichts – der Mann aus dem EVR-Nachwuchs überwand den sonst überragenden Neffin mit einem überraschenden Schuss aus dem Nullwinkel (41.). Doch mit dem 5:1 stellte Slezak (nach starkem Einsatz von Payeur und Verteidigungs-Youngster Nick Mähler) mit seinem elften Saisontor wenig später den alten Abstand wieder her und besorgte so auch das Endresultat (44.) – kurz zuvor war Donát Péter mit einer Großchance im Konter noch gescheitert (43.). In der Schlussphase hätte der von der Strafbank sprintende Trivino per Alleingang noch auf 6:1 stellen können, scheiterte aber (59.).

Und so blieb es beim ob der geschlossenen Mannschaftsleistung hochverdienten 5:1-Erfolg, der die Eisbären (zuvor Achte) in der DEL-2-Tabelle bis auf Rang fünf nach oben katapultierte (jetzt 51 Zähler). Damit überholten sie auch das zuvor punktgleiche Bietigheim, das nun auf Platz acht liegt (48). Nun folgen zwei nicht minder wichtige Auswärtsspiele: Am morgigen Sonntag, 11. Januar, tritt Regensburg bei den Eispiraten Crimmitschau an. Spielbeginn im Kunsteisstadion im Sahnpark der Sachsen, die am Freitag spielfrei waren, ist um 17 Uhr. Am kommenden Freitag, 16. Januar, folgt dann das bereits dritte Oberpfalz-Derby der laufenden Saison ab 20 Uhr auswärts bei den Blue Devils Weiden. Erst zwei Tage später, am Sonntag, 18. Januar, steht dann das nächste Heimspiel auf dem Programm – und es ist ein ganz besonderes: Die Partie gegen den ESV Kaufbeuren ab 17 Uhr in der Donau-Arena ist der jährliche „F*CK CANCER“-Tag der Oberpfälzer und verspricht somit nicht nur hochklassigen Sport, sondern auch viele emotionale Momente für den Guten Zweck. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Eisbären Regensburg – Bietigheim Steelers 5:1 (1:0/3:0/1:1)

Freitag, 09. Januar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 20 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud (2 Strafminuten), Pascal Zerressen (A), Nick Mähler (2), Patrick Demetz (2), Marian Bauer und Jakob Weber (alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino (2), David Morley, Kevin Slezak, Samuel Payeur, Jeremy Bracco, Yuma Grimm, Donát Péter, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Marks Kristians Jirgensons (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Bietigheim: Olafr Schmidt (60:00 Minuten) und Florian Mnich (beide Tor) – Arne Uplegger (6 Strafminuten), Tim Schüle (2), Pawel Dronia (A), Maximilian Söll, Mick Hochreither, Benedikt Jiranek und Sören Sturm (alle Abwehr) – Marek Račuk, Brett Kemp, Mike Fischer, Bastian Eckl, Alex Dostie, Jack Dugan, Joshua Rust, Tyler McNeely (A), Alexander Preibisch (C), Justin Scheck, Tamás Kánya und Ratislav Judin (alle Sturm). – Trainer: Alexander Dück (Headcoach) und Boris Blank (Assistent).

Strafminuten: Regensburg 8 – Bietigheim 8.

Zuschauer: 3931 (Donau-Arena Regensburg).

Schiedsrichter: Markus Schütz und Achim Moosberger (beide Hauptschiedsrichter) sowie Leonie Ernst und Peter Wagner (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (19. Minute) Alexander Berardinelli (David Morley);
2. Drittel:
2:0 (24.) Constantin Ontl (Patrick Demetz, Yuma Grimm);
3:0 (34./PP1) Jeremy Bracco (Alexander Berardinelli, Guillaume Naud);
4:0 (39.) Samuel Payeur (Yuma Grimm, Patrick Demetz);
3. Drittel:
4:1 (41.) Bastian Eckl (Tyler McNeely, Alexander Preibisch);
5:1 (44.) Kevin Slezak (Nick Mähler, Samuel Payeur).

Neuer Tabellenplatz: Regensburg 5. Platz (51 Zähler aus 33 Partien/vorher 8.) – Bietigheim 8. Rang (48 Punkte aus 33 Spielen/zuvor 7.).

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Fotoschmiede MCB

5:1-Heimsieg für die Eisbären Regensburg (rote Trikots) um die Stürmer David Morley (vorne) und Samuel Payeur (hinten, verdeckt) über die Bietigheim Steelers (weiße Trikots, im Bild von links Kapitän Alexander Preibisch und Goalie Olafr Schmidt).
Foto: Fotoschmiede MCB

Direktabnahme ins Glück: Samuel Payeur (hinten, rotes Trikot – rechts im Bild Stürmer Constantin Ontl) erzielte das zwischenzeitliche 4:0 für seine Eisbären Regensburg beim 5:1-Heimsieg über die Bietigheim Steelers (weiße Trikots, im Bild von links Torhüter Olafr Schmidt und Kapitän Alexander Preibisch).
Foto: Fotoschmiede MCB