
Es könnte ein ganz wichtiges Wochenende für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg werden: Am morgigen Freitag, 9. Januar, empfangen sie Die Bietigheim Steelers ab 20 Uhr in der Donau-Arena, am Sonntag, 11. Januar, folgt dann ab 17 Uhr das Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau. Das Besondere: Beide Teams liegen in der DEL-2-Tabelle unmittelbar vor den Domstädtern. Während diese mit 48 Zählern Achte sind, belegen die Baden-Württemberger punktgleich Rang sieben – die Freibeuter indes belegen Platz sechs mit einem mageren Punkt mehr. Tickets für die Heimpartie gegen die Enzstädter gibt es unter www.ebr.live
Einen Video-Vorbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
In der laufenden Saison fällt die Bilanz der Oberpfälzer gegen beide Gegner ausgeglichen aus. Auswärts gab es Niederlagen, zuhause aber Siege. Die Schützlinge von Trainer Peter Flache unterlagen so zwar bei den EPC im altehrwürdigen Sahnpark früh in der Saison mit 0:3, zuhause gelang aber ein 4:3-Erfolg durch Tore von Alexander Berardinelli, Kevin Slezak in Überzahl, Donát Péter und Pierre Preto. Ähnlich lief es gegen die Steelers: In der Donau-Arena machten es die Rot-Weißen deutlich und gewannen 5:1 (Treffer durch Berardinelli, Corey Trivino, Constantin Ontl, Bryce Kindopp und Slezak), doch in Bietigheim unterstrichen die Baden-Württemberger, dass sie sich ob des hohen Resultats trotz starkem Auftritts im ersten Aufeinandertreffen unter Wert verkauft hatten – die Eisbären unterlagen 2:3 (Kindopp und im Powerplay Péter hatten getroffen).
Wie eng das Leistungsniveau der drei Teams beisammen liegt, spiegelt sich auch in der Tabelle wieder, in der die drei Kontrahenten nur ein Zähler sowie leicht unterschiedliche Tordifferenzen trennen: Crimmitschau liegt bei +4, Bietigheim bei +6 und Regensburg exakt bei 0.
Während sich die Werte bei den Freibeutern und den Donaustädtern indes kaum unterscheiden (Crimmitschau mit einem erzielten Tor mehr bei derer 88), kam die Offensive von Freitagsgegner Steelers zuletzt so richtig ins Rollen: Bereits 106 Treffer stehen auf dem Konto des Teams, das entsprechend aber auch einige mehr selbst kassiert hat (100). Dafür ist zu einem großen Teil das Kontingentspieler-Gespann verantwortlich: Die interne Scorerliste führt deutlich der US-amerikanische Topstürmer Jack Dugan an, der mit seinen 40 Punkten (17 Tore, 23 Assists) an knapp 38 Prozent der Tore des SCB beteiligt war. Aber auch Kanadier Brett Kemp mit 33 (13, 20), Tscheche Marek Račuk mit 29 (zehn, 19) und Kemps Landsmann Cole Fonstad mit 28 Zählern (zwölf, 16 – in nur 24 Einsätzen!) machen den langfristigen Ausfall des eigentlich als Leistungsträger eingeplanten Alex Dostie (ebenfalls Kanadier) bislang mehr als nur Vergessen.
Mit Mike Fischer (acht Treffer und 14 Vorlagen für 22 Punkte), dem gebürtigen Kanadier Tyler McNeely (acht und neun für 17), der jüngst den Allzeit-Scoring-Rekord der DEL 2 knackte (jetzt 499 in 453 Spielen), und dem DEL-erfahrenen Kapitän Alexander Preibisch (neun und vier für 13) sammeln aber auch einige deutsche Angreifer fleißig Zähler. Gut eingefunden hat sich indes auch ein Ex-Regensburger: Der nachverpflichtete Filip Reisnecker kommt auf sieben Zähler in 19 Begegnungen. Er ist neben dem gebürtigen Domstädter Bastian Eckl der zweite Akteur des SCB, der eine Vergangenheit bei den Oberpfälzern hat.
Die Verteidiger Arne Uplegger (bereits 18 Scorerpunkte) und Tim Schüle (15) beleben das Offensivspiel mit ihrer Spielstärke. Aber auch der polnische Nationalspieler Pawel Dronia und Sören Sturm sind erfahrene und etablierte Kräfte, die in der Defensive die jüngeren Mick Hochreither, Benedikt Jiranek (beide 23 Jahre) und Maximilian Söll (24) anführen. Im Tor hat sich Deutsch-Kanadier Olafr Schmidt mit einer Fangquote von rund 90,6 Prozent als Starter etabliert, sein Backup ist Florian Mnich.
Das Team von Trainer Alexander Dück arbeitete sich im laufe der Spielzeit vom zwischenzeitlichen letzten Tabellenplatz bis ins gesicherte Mittelfeld nach vorn. Zuletzt gab es zwar ein ernüchterndes 1:7 zuhause gegen Topteam Kassel, doch zuvor gewann es dafür acht seiner vorangegangenen zehn Duelle, darunter auch Erfolge über die ambitionierten Mannschaften aus Düsseldorf, Landshut, Krefeld und Rosenheim – nur unterbrochen von Derby-Niederlagen in Freiburg (3:5) und vor eigenem Publikum gegen Ravensburg (2:4).
Auch die Freibeuter stark besetzt
Nicht nur Bietigheim mit Dugan, sondern auch Sonntagsgegner Crimmitschau hat einen 40-Punkte-Angreifer in seinen Reihen. Corey Mackin teilt sich in der Scorerliste der DEL 2 den zweiten Platz mit dem Bietigheimer, hat 14 Mal selbst eingenetzt und 26 weitere aufgelegt. Und auch bei den Sachsen stehen dem einige weitere Akteure kaum nach: Routinier Dominic Walsh etwa, der es auf 34 Torbeteiligungen bringt (16 Treffer und 18 Assists), oder Dylan Wruck mit derer 32 (zehn und 22). Wesentlich zu dieser Ausbeute trägt das mit fast 25 Prozent Erfolgsquote überragende Powerplay der Pleißestädter bei. Auch Louis Brune spielt eine starke Saison (bereits 17 Punkte).
Dieses, gepaart mit dem ebenfalls guten Penaltykilling (82 Prozent), dürfte auch einer der Schlüssel für die Erfolgswelle der Eispiraten in den vergangenen Monaten sein – trotz zwischendurch sehr dünner Personaldecke halten sich die Freibeuter konsequent auf den Play-off-Rängen. In den jüngsten drei Partien gab es zwar nur zwei Zähler beim 3:2-Erfolg nach Overtime bei Schlusslicht Kaufbeuren – doch die anderen beiden Gegner hießen Kassel (1:3 auswärts) und Krefeld (1:3 zuhause). Aus den sieben Partien zuvor gab es indes satte fünf Siege für die Mannschaft des finnischen Headcoachs Jussi Tuores.
Offensivverteidiger Adam McCormick aus Kanada (neun Tore und 16 Vorlagen für 25 Zähler) punktete auch schon gegen die Eisbären. Der DEL-erfahrene Leitwolf Mirko Sacher fällt indes bis auf Weiteres aus. Dennoch ist die Defensive der Sachsen unter anderem mit dem spielstarken Gregory Kreutzer, dem vielseitigen Routinier Mario Scalzo und den Abwehrspezialisten Felix Thomas und Ole Oleff nicht nur breit, sondern auch sehr erfahren besetzt. Im Tor ist Kevin Reich die Nummer eins, kommt in 27 Einsätzen auf eine Fangquote von knapp 92,4 Prozent – doch sein Backup Christian Schneider übertrifft diese bislang sogar noch und kommt auf einen unglaublichen Wert von über 96,2.
Verzichten müssen die Eisbären in beiden Duellen wohl auf den erkrankten Stürmer Pierre Preto. Alle anderen Spieler meldeten sich fit. Tickets für das Heimspiel gegen Bietigheim gibt es unter www.ebr.live
Von beiden Partien berichtet Sporteurope.tv live (www.sporteurope.tv)
Aus Crimmitschau sendet zudem das kostenlose Eisradio (www.eisradio.de)
Eisbären Regensburg – Bietigheim Steelers
Beginn: Freitag, 09. Januar 2026, 20 Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (18 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden.
Tickets für die Heimspiele gibt es unter:
www.ebr.live
Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Melanie Feldmeier und Fotoschmiede MCB

