
Mitten im Kampf um die Play-off-Qualifikation steht für den Eishockey-Zweitligisten EV Regensburg jetzt ein ganz spezielles Wochenende bevor: Während die Oberpfälzer, derzeit Fünfte der DEL-2-Tabelle (70 Punkte), am morgigen Freitag, 13. Februar, den ETC Crimmitschau (10. Platz/58 Zähler) ab 20 Uhr in der Donau-Arena empfangen und die Partie zum großen Retro-Spieltag ausgerufen haben, machen sich dann am Sonntag, 15. Februar, rund 550 Fans der Domstädter mit einem Sonderzug auf zur Auswärtspartie bei den Bietigheim Steelers (6./68). Beginn in der Egetrans-Arena der Baden-Württemberger ist um 17 Uhr. In der nostalgiegeladenen Begegnung gegen die Sachsen laufen beide Teams in an Designs aus früheren Jahren angelehnten Sondertrikots auf. Darüber hinaus haben die Regensburger weitere Aktionen geplant (alle Infos auf der Homepage unter www.eisbaeren-regensburg.com) – darunter Autogrammstunden mit 20 ehemaligen Akteuren aus sieben Jahrzehnten und eine „Retro-Challenge“, bei der der Fan, der sich bei einer Station im Eingangsbereich West mit dem ältesten Trikot fotografieren lässt, ein vom gesamten Team signiertes aktuelles Retro-Jersey gewinnen kann. Partner des Tages ist die Sparkasse Regensburg. Vor dem Spiel gegen den ETC wird es indes auch eine Schweigeminute zu Ehren des am heutigen Donnerstag verstorbenen ehemaligen Regensburger Trainers Jiri Ehrenberger geben. Gegen Crimmitschau fehlt Stürmer David Morley gesperrt. Hinter den zuletzt ausfallenden Nick Mähler (Verteidigung, angeschlagen) und Kevin Slezak (Angriff, krank) stehen indes noch Fragezeichen. Letzte Tickets für das das Heimspiel gibt es unter www.ebr.live.
Einen Video-Vorbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Gegen beide kommenden Gegner traten die Regensburger in der laufenden Saison bislang bereits drei Mal an – nun steht jeweils das vierte Duell bevor. Sowohl gegen Crimmitschau, als auch gegen Bietigheim stehen für die Oberpfälzer dabei bislang zwei Siege bei einer Niederlage zu Buche. Unterlagen die Schützlinge von EVR-Coach Peter Flache früh in der Saison noch 0:3 auswärts bei den Sachsen, ließen sie im zweiten Duell einen knappen 4:3-Heimsieg folgen (Treffer durch Alexander Berardinelli, Kevin Slezak in Überzahl, Donát Péter und Pierre Preto). Zuletzt standen sich die beiden Teams dann wieder in der Pleißestadt gegenüber – nach einem späten Ausgleich des ETC gelang den Regensburgern anschließend dabei ein wichtiger 3:2-Erfolg nach Overtime (Aleandro Angaran, Corey Trivino und Slezak hatten getroffen). Noch etwas besser sieht die Bilanz gegen die Steelers aus: Nach einem souveränen 5:1-Heimsieg Mitte Oktober (Treffer durch Berardinelli, Constantin Ontl, Bryce Kindopp und Slezak) gab es anschließend zwar auswärts eine unglückliche 2:3-Niederlage (Kindopp und in Überzahl sowie mit Extra-Angreifer auf dem Eis Donát Péter). Doch im dritten Kräftemessen gelang dann Anfang Januar wieder ein verdienter 5:1-Erfolg (Berardinelli, Ontl, Jeremy Bracco im Powerplay, Samuel Payeur und Slezak).
Erbarmungslos schlug zuletzt das Verletzungspech bei den Sachsen zu: Für insgesamt vier Akteure des ETC ist die Saison bereits jetzt frühzeitig beendet: Zu Stürmer Ralf Rollinger, Allrounder und Rekordspieler Dominic Walsh und Verteidiger Mirko Sacher gesellte sich jüngst mit Kanadier Maxim Trépanier auch noch einer der Kontingentangreifer. Darüber hinaus laboriert Offensivmann Tim Lutz bereits länger als ursprünglich gedacht an einer hartnäckigen Blessur. Zuletzt fehlten dem Klub mit Nikolas Biggins, Robin Veber, sowie den Leistungsträgern Vinny Saponari und Corey Mackin im Sturm weitere Personalien, wobei zumindest letzterer nach Angaben des Vereins am Wochenende in den Kader zurückkehren könnte. Auch Torhüter Christian Schneider fiel in den jüngsten Partien aus. Lange Zeit hatte der Klub auch auf den tschechischen Angriffsmotor Ladislav Zikmund verzichten müssen, der inzwischen aber wieder mitwirken kann.
So kam es, dass die Sachsen in ihrem zurückliegenden Heimspiel gegen Weiden nur 15 Feldspieler aufzubieten hatten – dennoch gelang mit einem Kraftakt ein 2:1-Erfolg. Damit beendeten die Schützlinge von Trainer Jussi Tuores auch eine zuvor vier Partien anhaltende Niederlagenserie.
Obwohl bereits seit Längerem mit seiner Verletzung außen vor, führt Mackin die interne Scorerliste des ETC nach wie vor mit 48 Torbeteiligungen (17 Treffer, 31 Assists) deutlich an. Auf Rang zwei liegt Deutsch-Kanadier Dylan Wruck mit derer 40 (13, 27) vor dem ebenfalls verletzten Walsh mit 36 (16, 20). Auf Platz vier folgt dann der kanadische Abwehrmann Adam McCormick mit 31 (zwölf, 19), ehe zu seinem fünftplatzierten Landsmann Tim McGauley mit 21 (elf, zehn) eine größere Lücke klafft. Doch mit Louis Brune (19 Punkte), dem vielseitig einsetzbaren Denis Shevyrin (14), Offensivverteidiger Gregory Kreutzer (13) oder dem nachverpflichteten Sebastian Streu (zehn) stehen einige weitere gefährliche Spieler zur Verfügung.
In der Defensive sind neben McCormick und Kreutzer nach den Ausfällen nun insbesondere die Routiniers Ole Oleff, Felix Thomas und Mario Scalzo, der auch in der vorne spielen kann, gefordert. Gemeinsam mit den jungen Alexander Vladelchtchikov und Alexander Schmidt (zuletzt ob der Personalnot bereits im Sturm aufgeboten), bilden sie das Gerüst. Im Tor ist, insbesondere seit der Schneider-Verletzung, Kevin Reich gesetzt, der bislang 33 Mal zum Einsatz kam und dabei knapp 91,9 Prozent der gegnerischen Abschlüsse parierte.
Auch Sonntagsgegner Bietigheim hatte im Laufe der Saison schon mit bitteren Ausfällen zu kämpfen – und auch zuletzt fehlten immer wieder einzelne Akteure. Dennoch haben sich die Baden-Württemberger nach schwachen Saisonstart erfolgreich stabilisiert und reiten sich seit Wochen auf eine Erfolgswelle, die sie zwischenzeitlich gar bis auf Tabellenplatz vier nach vorn gespült hatte. Auch zuletzt gab es sechs Siege aus den jüngsten zehn Partien. Wie gefährlich die Enzstädter sein können, wenn sie ins Rollen kommen, bekam dabei am vergangenen Spieltag Düsseldorf zu spüren: Dem Erstliga-Absteiger schenkten die Steelers binnen der ersten sieben Minuten satte vier Treffer ein, früh war die Partie (am Ende 5:2 für Bietigheim) entschieden.
Den Aufschwung hat das Team von Trainer Alexander Dück auch den absolut heiß-laufenden Kontingentstürmern zu verdanken. Mit US-Amerikaner Jack Dugan (21 Tore und 34 für 55 Punkte), Kanadier Brett Kemp (21 und 26 für 47), Tscheche Marek Račuk (13 und 28 für 41) und Cole Fonstad (ebenfalls Kanada – 15 und 18 für 33) führen vier ihrer fünf ausländischen Angreifer die interne Scorerliste an – Kemps und Fonstads Landsmann Alex Dostie kam verletzungsbedingt bislang nur zu vier Einsätzen (ein Treffer), gilt aber auch als gefährlicher Offensivmann. Doch die Last verteilt sich bei den Grün-Weißen auf viele Schultern, denn auch Mike Fischer (32 Zähler), Tyler McNeely (24), Alexander Preibisch (18) und die ehemaligen Regensburger Bastian Eckl (15) und Filip Reisnecker (zwölf) haben schon zweistellig gepunktet.
Hinzu kommen spielstarke Verteidiger: Arne Uplegger war schon an 25 Treffern direkt beteiligt, Tim Schüle an 18, Sören Sturm und Pawel Dronia je an 16. Wenig verwunderlich, dass Bietigheim mit 149 eigenen Toren die drittbeste Offensive der DEL 2 stellt. 142 Mal klingelte es indes aber auch im eigenen Kasten – das ist wiederum der viertschlechteste Wert der Liga. Neben Uplegger, Schüle, Dronia und Sturm zählen dabei auch die jüngeren Maximilian Söll, Benedikt Jiranek und Mick Hochreither zum Stammpersonal in der Defensive vor Nummer-eins-Goalie Olafr Schmidt (33 Einsätze mit knapp 90 Prozent Fangquote). Sein Backup ist Florian Mnich (zwölf Spiele mit knapp 85 Prozent).
Gegen Crimmitschau fehlt den Domstädtern der gesperrte Angreifer David Morley – ob die zuletzt fehlenden Nick Mähler (Abwehr, angeschlagen) und Kevin Slezak (Sturm, krank) am Wochenende wieder werden eingreifen können, entscheidet sich kurzfristig. Letzte Tickets für das Nostalgie-geladene Retro-Heimspiel gibt es unter www.ebr.live.
Von beiden Partien berichtet Sporteurope.tv live (www.sporteurope.tv)
Aus Bietigheim sendet zudem das kostenlose Eisradio (www.eisradio.de)
EV Regensburg – ETC Crimmitschau
Beginn: Freitag, 13. Februar 2026, 20Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (18 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spiel bleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Retro-Spieltag: Die Heimpartie gegen den ETC Crimmitschau ist der große Retro-Spieltag (alle Infos auf der Homepage unter www.eisbaeren-regensburg.com): Beide Teams laufen in an frühere Designs angelehnten Sondertrikots auf. Darüber hinaus gibt es Autogrammstunden mit 20 ehemaligen EVR-Spielern aus sieben Jahrzehnten vor dem Spiel in der Fanzone (18:30 bis 19:15 Uhr) sowie in der ersten Drittelpause unter Block B13 in der Arena. Im Rahmen der „Retro-Fanchallenge“ gibt es außerdem wieder eine Fotoecke im Eingangsbereich West – wer sich mit dem ältesten Regensburger Trikot ablichten lässt, kann ein von der ganzen Mannschaft signiertes, aktuelles Retro-Jersey gewinnen (game issued).
Schweigeminute: Vor der Partie gegen die Sachsen wird es eine Schweigeminute zu Ehren des ehemaligen Eishockey-Trainers Jiri Ehrenberger geben. Der renommierte Erfolgscoach, der einst auch fünf Jahre an der Bande des EVR stand (1997 bis 2002) und die Oberpfälzer in dieser Zeit zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga führte (2001), war am heutigen Donnerstag, 12. Februar, nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Spieltagspartner ist die Sparkasse Regensburg!
WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden.
Tickets für die Heimspiele gibt es unter:
www.ebr.live
Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier, Archiv und Fotoschmiede MCB

