VORSCHAU: EISBÄREN VOR HEIMSPIEL GEGEN FREIBURG UND AUSWÄRTSDUELL MIT BAD NAUHEIM

Veröffentlicht am
26.2.26

Hochmotivierte Gegner für Regensburg: Die Wölfe und der ECN kämpfen jeweils noch um die Pre-Play-offs

Nach dem gesicherten Klassenerhalt ist für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg vor dem nächsten großen Ziel: In den verbleibenden vier Partien der DEL-2-Hauptrunde haben es sich die Oberpfälzer zur Aufgabe gemacht, mindestens ihren derzeitigen sechsten Rang (bislang 75 Punkte) zu halten und damit direkt in die Play-offs einzuziehen, ohne in der Qualifikationsrunde, den Pre-Play-offs, antreten zu müssen. Jene haben indes die beiden kommenden Gegner der Domstädter anvisiert: Sowohl die Wölfe des EHC Freiburg, aktuell Elfte (57), die am morgigen Freitag, 27. Februar, ab 20 Uhr in der Donau-Arena gastieren, als auch der EC Bad Nauheim, momentan auf Platz zwölf (55), bei dem die Schützlinge von EBR-Coach Peter Flache auswärts am Sonntag, 1. März, ab 16 Uhr im altehrwürdigen Colonel-Knigh-Stadion antreten, müssten Stand jetzt in den Play-downs gegen den Abstieg kämpfen. Für beide ist der Sprung auf Rang zehn oder höher, also in die Pre-Play-off-Ränge, aber noch möglich – und damit auch der direkte Ligaverbleib ohne potentielle Zitterpartie in der Abstiegsrunde. Dementsprechend motivierte Kontrahenten sind für die Rot-Weißen zu erwarten – für alle drei Teams könnte letztlich jeder Punkt das entscheidende Zünglein an der Waage sein. Für die Heimpartie gegen Freiburg gibt es derweil kaum noch Tickets. Letzte Karten sind unter www.ebr.live erhältlich.

Auch für die U-20-Mannschaft des Stammvereins EV Regensburg steht indes eine richtungsweisende und enorm wichtige Begegnung an: In den Pre-Play-downs der höchsten deutschen Nachwuchsliga, der DNL, kämpft sie um den Klassenerhalt. Am Sonntag, 1. März, findet vormittags in der „Best of Five“-Serie gegen den Augsburger EV das erste Jungeisbären-Heimspiel der Runde statt – Spielbeginn in der Donau-Arena ist um 11:15 Uhr. Der EVR hofft auf die zahlreiche Unterstützung der Eisbären-Fans. Inhaber einer Dauerkarte der EBR erhalten unter Vorlage selbiger freien Eintritt!

Einen Video-Vorbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!

Mit beiden Kontrahenten, Freiburg und Bad Nauheim, kreuzten die Eisbären in der laufenden Saison bereits drei Mal die Schläger. Gewannen die Flache-Schützlinge Ende Oktober noch souverän mit 6:2 im Breisgau (Tore durch drei Mal David Morley, davon eines in Überzahl, Pierre Preto, Donát Péter im Powerplay und Samuel Payeur), kassierten sie in den beiden folgenden Aufeinandertreffen empfindliche Niederlagen. Das Heimspiel Mitte Dezember ging mit 3:1 an das Team aus dem Schwarzwald (Treffer durch Jeremy Bracco/PP1), der zweite Auftritt an der Dreisam ging mit 1:4 verloren (Payeur traf). Gegen Bad Nauheim sieht die Regensburger Bilanz indes bisher besser aus: Drei glatte Siege stehen bislang zu Buche zuhause behielten die Donaustädter Ende Oktober mit 2:1 (Treffer durch Nikola Gajovský und Bryce Kindopp) sowie Anfang Februar mit 6:2 (Preto, Sean Giles, Bracco, Jakob Weber in Überzahl, Morley und Alexander Berardinelli) die Überhand, auswärts entwickelte sich Mitte Dezember ein wahres Schützenfest, das mit 7:4 zugunsten der EBR endete. Preto, Corey Trivino, Péter, Kevin Slezak im Powerplay, abermals Trivino, Bracco und, per Empty-Net-Tor, ein drittes Mal Trivino hatten eingenetzt.

EHC und ECN – Trainerwechsel mit unterschiedlichen Auswirkungen

Ob der jeweils durchwachsenen Saison trennten sich sowohl Freiburg als auch Bad Nauheim im Laufe der bisherigen Saison bereits von den Trainern, mit denen sie in die ursprünglich in die Spielzeit gestartet waren. Beide Mannschaften stecken dennoch nach wie vor, trotz jeweiligen zwischenzeitlichen Formhochs, im unteren Tabellendrittel fest. Freiburg gewann bislang 18 seiner 48 Spiele, Bad Nauheim 19. Beim EHCF übernahm bereits Anfang November der Slowake Jurhaj Faith vom glücklosen Tschechen Martin Stloukal, beim ECN ersetzte der Finne Antti Karhula den erfolglosen Schotten Peter Russel erst jüngst Ende Januar.

Doch die dadurch erzielten Ergebnisse sind bislang sehr unterschiedlich: Waren die Baden-Württemberger zum Zeitpunkt der Trennung von Stloukal Letzte und hatten zuvor im Schnitt nur 0,71 Punkte pro Spiel geholt, erkämpft sich der Klub seither derer rund 1,38 pro Begegnung. Eher umgekehrt lief es derweil bei den Hessen: Bei der Russel-Entlassung belegten sie Platz zwölf, auf dem sie nach wie vor stehen – während sie jedoch zuvor im Schnitt noch 1,21 Zähler pro Partie einfuhren, sind es seither nur noch 0,9.

Bitter für Freitagsgegner Freiburg: Mit dem Finnen Eero Elo ist für den bisher besten Torschützen der Breisgauer (25 Treffer) die Saison frühzeitig beendet. Dabei bedeuten lediglich 121 eigene Treffer ohnehin schon die zweitschlechteste Offensive der ganzen DEL 2. Umso mehr Verantwortung liegt nun auf der restlichen Offensive um den schwedischen Topscorer Fabian Ilestedt (52 Scorerpunkte, darunter drei Tore bei der Regensburger 1:4-Niederlage in Freiburg) und Routinier und Urgestein Nikolas Linsenmaier (42). Jüngst gab es noch doppelte Verstärkung für das Faith-Team: Aus der Oberliga wechselte erst der flexibel einsetzbare Stürmer Thore Weihrauch (zuvor Heilbronn), dann Ex-DEL-Torhüter Marco Wölfl (zuvor Hannover Scorpions) in den Schwarzwald. Verletzt fehlen den Baden-Württembergern neben Elo auch Angreifer Julian Airich und Verteidiger Maximilian Leitner. 166 Gegentreffer ließ der EHC bislang zu, der zweithöchste Wert der ganzen Liga, zudem belegt die Mannschaft mit nur 74,7 Prozent Erfolgsquote im Penaltykill auch hier den vorletzten Platz. Mit zuletzt vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen präsentierten sich die Wölfe zuletzt aber sehr formstark…

Namhafter Neuzugang in Hessen

Und auch Bad Nauheim präsentierte zuletzt noch einmal eine Verstärkung für die heißeste Phase der Saison: Aus der dritthöchsten nordamerikanischen Profiliga, der ECHL, wechselte der deutsch-kanadische Stürmer Ryan Olsen in die Kurstadt. Der 31-Jährige gilt als Wandervogel (der ECN ist bereits seine vierte Station in der laufenden Saison) und ist für seine teils harte Spielweise bekannt – in seinen ersten beiden Einsätzen für seinen neuen Klub netzte er direkt drei Mal ein und deutete bereits an, dass er die erhoffte Offensivpower mitbringen könnte. Topscorer der Hessen ist nach wie vor der kanadische Offensivverteidiger Justin MacPherson (37 Punkte), knapp vor seinen stürmenden Landsleuten Parker Bowles und Jordan Hickmott (jeweils 35) und dem Schweden Sebastian Bengtsson (33 in 34 Einsätzen, bester Schnitt des Teams) und Deutsch-Kanadier Davis Koch (ebenfalls 33), der am Sonntag nach abgesessener Sperre wohl in Bad Nauheims Kader zurückkehren dürfte.

Aber auch einige Ausfälle gibt es im Lager der „Roten Teufel“ zu beklagen: So fehlen im Angriff unter anderem mit Edeltechniker und Kontingentspieler Tayler Vause und dem gebürtigen Regensburger und Ex-Eisbär Julian Lautenschlager zwei wichtige Stützen sowie mit den jungen Rik Gaidel und Sebastian Cimmermann zwei weitere etablierte Kräfte. In der Abwehr müssen die Hessen derweil auf Routinier Patrick Seifert verzichten. Nach zuletzt nur einem Sieg aus den jüngsten sechs Begegnungen peilen die Karhula-Schützlinge einen Schlussspurt an, um sich doch noch den direkten Klassenerhalt zu sichern.

Bis auf den verletzten DNL-Stürmer Lukas Krieger sind indes bei den Eisbären indes alle Akteure fit. Letzte Tickets für das Freiburg-Heimspiel gibt es unter www.ebr.live.

Informationen zu den Spielen

Von beiden Partien berichtet Sporteurope.tv live (www.sporteurope.tv)
Aus der Wetterau sendet zudem das kostenlose Eisradio (www.eisradio.de)

Das Heimspiel

Eisbären Regensburg – Wölfe EHC Freiburg

Beginn: Freitag, 27. Februar 2026, 20 Uhr
Spielort: Donau-Arena Regensburg
Öffnung Abend-/ und Abholkasse: 90 Minuten vor Spielbeginn (18:30 Uhr)
Öffnung Fanzone: Zwei Stunden vor Spielbeginn (18 Uhr) – ACHTUNG: Die Fanzone schließt 15 Minuten vor Spielbeginn (19:45 Uhr). Nach dem Spielbleibt die Fanzone geschlossen.
Einlass ins Stadion: Ab 18:15 Uhr (für Dauerkarten) bzw. ab 18:30 Uhr (alle anderen Tickets).
Im Rahmen des Eisbären-Sozialprojekts „Arena der Träume“ ist die Partie der große „THEO“-Spieltag in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für tiergestützte Therapie Ostbayern (https://www.theo-ostbayern.de/)!
WICHTIG: Die Eisbären Regensburg wurden darauf hingewiesen, dass der größere Parkplatz an der Vilsstraße (unter anderem Jysk, Fressnapf, TTL, Cube-Store, Restaurant Shangri-La) sowie der „Tedox“-Parkplatz nicht für Heimspiele genutzt werden sollen. Autos von Eishockey-Fans, die dort im Rahmen der Partien parken, könnten abgeschleppt oder mit Strafzetteln versehen werden.
WICHTIG: Für den morgigen Freitag, 27. Februar, sind Streiks im Regensburger ÖPNV angekündigt. Fans beider Mannschaften müssen dies bei ihrer Anreise berücksichtigen.
HINWEIS: Die U-20-Mannschaft des Stammvereins EV Regensburg spielt in den Pre-Play-downs der höchsten deutschen Nachwuchsliga, der DNL, um den Klassenerhalt. Am Sonntag, 1. März, findet vormittags in der „Best of Five“-Serie gegen den Augsburger EV das erste Heimspiel der Jungeisbären statt – Spielbeginn in der Donau-Arena ist um 11:15 Uhr. Der EVR hofft auf die Unterstützung der Eisbären-Fans. Inhaber einer Dauerkarte der EBR erhalten unter Vorlage selbiger freien Eintritt!
Tickets für die Eisbären-Heimspiele gibt es unter:
www.ebr.live

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Andreas Nickl, Melanie Feldmeier und Florian Dehn

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