RECAP: VIERTELFINALSERIE ERNEUT AUSGEGLICHEN: EISBÄREN VERLIEREN ZUHAUSE 4:7 GEGEN STARBULLS

Veröffentlicht am
25.3.26

Play-off-Spiel sechs zwischen Regensburg und Rosenheim damit sicher

Glücklos – das fasst den Auftritt des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg in Spiel vier der Play-off-Viertelfinalserie („Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim wohl am besten zusammen. Denn trotz eines couragierten Auftretens und vielen guten Chancen brachten die Domstädter ein schwaches Mitteldrittel, ein ungünstiger Spielverlauf und leichte Gegentore vor 4422 Fans in der erneut gut besuchten Donau-Arena um einen möglichen Sieg – am Ende stand eine 4:7-Niederlage (1:0/1:4/2:3), durch die die Oberbayern zum 2:2 nach Siegen ausglichen. Dabei waren die Oberpfälzer nach nur fünf Minuten durch einen platzierten Schuss von Sam Payeur bereits mit 1:0 in Führung gegangen und hatten im ersten Durchgang mehrfach weitere Treffer auf dem Schläger, nutzten ihre hochkarätigen Möglichkeiten aber nicht. Stattdessen gerieten sie mit viel Pech in Durchgang zwei in Rückstand: Beim 1:1 rutschte ein eigentlich harmloser Schuss von Gäste Stürmer Lukas Laub in die Maschen (25. Minute), dem 2:1 der SBR durch Lewis Zerter-Gossage war eine klare, aber ungeahndete Abseitsstellung vorausgegangen (27.) und das 3:1 des Teams von der Mangfall, das Charlie Sarault erzielte, fiel in Regensburger Unterzahl nach einer umstrittenen Strafe gegen das Heimteam. Durch einen ebenfalls glücklichen Treffer von Jeremy Bracco kamen die Schützlinge des EBR-Coachs Peter Flache zwar kurz vor der zweiten Pause noch einmal aus 2:3 heran – der Puck wurde von einem gegnerischen Schlittschuh ins eigene Netz abgefälscht. Doch nur acht Sekunden später (und auch acht Sekunden vor Drittelende) nutzten die Grün-Weißen auf der Gegenseite direkt im nächsten Angriff die Stellungsfehler der Eisbären und zogen durch Scott Feser wieder auf 4:2 davon (je 40.). Nach dem abermaligen Seitenwechsel verkürzte Regensburg erneut durch einen schön herausgespielten Überzahltreffer von Bryce Kindopp (3:4 – 45.). Doch erneut schlug Rosenheim postwendend in Person von Luigi Calce zum 5:3 zurück (49.). Auch die Donaustädter hatten wiederum direkt eine Antwort parat und schafften lediglich 16 Sekunden später durch einen Distanzschuss von Sean Giles den abermaligen Anschluss auf 4:5 (49.). Doch Rosenheim konterte sich in der Schlussphase erst zur 6:4-Vorentscheidung durch Fabian Dietz (55.) und letztlich zum 4:7-Endstand ins zu diesem Zeitpunkt bereits leere Regensburger Tor durch Sarault (58.). Weiter geht es in der packenden ersten Play-off-Runde schon am Freitag, 27. März: Dann steigt das fünfte Duell wiederum im Rosenheimer Rofa-Stadion. Mit dem Ergebnis aus dem dritten Spiel steht indes bereits fest, dass es auch ein sechstes Derby geben wird. Dieses findet zwei Tage darauf, am Sonntag, 29. März, ab 17 Uhr in der Donau-Arena statt. Der Vorverkauf begann am heutigen Donnerstag, 26. März, um 9 Uhr vormittags. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Co-Trainer Hugo Boisvert gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Abermals sorgte einzig eine Sperre für die einzige Änderung im Kader des Eishockey-ZweitligistenEisbären Regensburg: Offensivmann Alex Berardinelli musste aussetzten, jedoch kehrte David Morley, der seine Strafe verbüßt hatte, zurück ins Aufgebot von Trainer Peter Flache. Im vierten Duell der Viertelfinalserie („Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim zuhause in der mit 4422 Fans fast ausverkauften Donau-Arena startete Goalie Jonas Neffin im Tor, Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Line-up. Ferner liefen die Oberpfälzer ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) auf.

Mit viel Schwung kamen die EBR in die Partie und prüften Gäste-Keeper Oskar Autio früh mehrfach. Mit einem platzierten Schuss unter die Latte war es nach nicht einmal fünf gespielten Minuten dann Sam Payeur, der die Domstädter mit 1:0 in Führung schoss. Trotz teils drückender Überlegenheit und zahlreichen Abschlüssen, unter anderem in zwei Powerplays, gelang der zweite Treffer aber vorerst nicht – es blieb zur ersten Pause beim knappen Vorsprung.

Turbulentes Mitteldrittel

Auch nach Wiederbeginn setzten die Hausherren die ersten Akzente, gerieten dann aber in einer knapp fünf Minuten andauernden Pechsträhne plötzlich mit 1:3 in Rückstand. So rutschte dem sonst so starken Eisbären-Goalie Jonas Neffin zunächst beim 1:1 ein eigentlich harmloser Schlenzer von Lukas Laub durch (25.), dem Rosenheimer 2:1 durch Lewis Zerter-Gossage ging kurz darauf unmittelbar eine klare, aber nicht geahndete Abseitsstellung der Gäste voraus (27.) und das 3:1 der Grün-Weißen durch Charlie Sarault markierten die SBR in Überzahl nach einer umstrittenen Strafe gegen die Hausherren (29.). Erst danach stabilisierten sich die Oberpfälzer wieder und waren dem Anschluss auch mehrfach nahe – dieser sollte aber erst in der Schlussminute des Drittels durchaus glücklich fallen: Ein Passversuch von Jeremy Bracco landete am Schlittschuh von Gäste-Kapitän C. J. Stretch und von dort prallte der Puck am überraschten Autio vorbei zum 2:3 in die Maschen. Doch die Freude währte nur acht Sekunden: Denn vom Bully weg überrumpelte Rosenheim die EBR und nutzte deren Stellungsfehler eiskalt, um durch den Treffer von Scott Feser zum 4:2 wieder mit zwei Toren davonzuziehen (je 40.).

Doch die Donaustädter hatten sich noch nicht aufgegeben und arbeiteten im dritten Drittel hart an einem Comeback: Der Lohn war das schön herausgespielte 3:4 durch Bryce Kindopp im Powerplay (45.). Mehrfach schnupperte Regensburg anschließend am Ausgleich: Erst boten sich in Überzahl mehrere Chancen, dann scheiterte unter anderem Constantin Ontl aus spitzem Winkel (48.). Etwas aus dem Nichts legten dann aber die Gäste wieder einen Treffer nach: Im Konter zog Luigi Calce aus dem Rückraum einfach ab und der Puck landete genau neben dem Pfosten zum 5:3 hinter Neffin im Netz (49.). Doch auch dadurch gaben sich die Flache-Schützlinge noch nicht geschlagen – es dauerte nur 16 Sekunden, ehe der Puck nach einem Distanzkracher von Sean Giles schon wieder auf der Gegenseite im Tor zum 4:5 im Tor landete (auch 49.). Regensburg drückte nun – unter anderem scheiterte Nick Mähler, der zuvor bereits den Pfosten getroffen hatte (wie auch David Morley), frei vor Autio mit der Rückhand (51.). Mit einem weiteren Konter sorgten die SBR dann in der Schlussphase für die Vorentscheidung: Fabian Dietz drückte den Puck zum 6:4 über die Linie (55.). Als Neffin seinen Platz für einen weiteren Feldspieler räumte, schob schließlich Sarault noch zum 7:4-Endstand ein (58.).

Die Niederlage bedeutete den Rosenheimer 2:2-Ausgleich in der Serie nach Siegen („Best of Seven“). Weiter geht es in der packenden und ausgeglichenen ersten Play-off-Runde schon am Freitag, 27. März: Dann steigt das fünfte Duell wiederum im Rofa-Stadion an der Mangfall. Mit dem Ergebnis aus dem vierten Spiel steht indes bereits fest, dass es (mindestens) auch ein sechstes Derby geben wird. Dieses findet zwei Tage darauf, am Sonntag, 29. März, ab 17 Uhr in der Donau-Arena statt. Der Vorverkauf begann am heutigen Donnerstag, 26. März, um 9 Uhr vormittags. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 4:7 (1:0/1:4/2:3)

Mittwoch, 25. März 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 20 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (58:54 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud (2 Strafminuten), Pascal Zerressen, Nick Mähler (2), Patrick Demetz, Marian Bauer und Jakob Weber (alle Abwehr) – Pierre Preto (A), Corey Trivino, David Morley, Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Matěj Leden, Samuel Payeur, Bryce Kindopp (2), Aleandro Angaran (5 + Spieldauer-Disziplinarstrafe), Nikola Gajovský (C) und Constantin Ontl (A/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Rosenheim: Oskar Autio (60:00 Minuten) und Christopher Kolarz (beide Tor) – Shane Hanna, Dominik Tiffels, Maximilian Adam, Maximilian Vollmayer, Leon Van der Linde, Joel Keussen (2 Strafminuten) und Lars Bosecker (alle Abwehr) – Lukas Laub (A), C. J. Stretch (C/2), Ville Järveläinen, Charlie Sarault (A/2), Lewis Zerter-Gossage, Scott Feser, Fabian Dietz, Luigi Calce (4), Jordan Taupert (2), Sebastain Zwickl, Dominik Kolb, Johannes Achatz (alle Sturm). – Trainer: Jari Pasanen (Headcoach) sowie Jamie Bartman (Assistent).

Strafminuten: Regensburg 31 (inklusive Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Aleandro Angaran) – Rosenheim 12.

Zuschauer: 4422 (Donau-Arena Regensburg).

Schiedsrichter: Aleksander Polaczek und Vladislav Gossmann (beide Hauptschiedsrichter) sowie Jonas Reinold und Norbert van der Heyd (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (5. Minute) Samuel Payeur (Patrick Demetz, Marian Bauer);
2. Drittel:
1:1 (25.) Lukas Laub (Dominik Tiffels, Ville Järveläinen);
1:2 (27.) Lewis Zerter-Gossage (Maximilian Adam, Maximilian Vollmayer);
1:3 (29./PP1) Charlie Sarault (Scott Feser, Shane Hanna);
2:3 (40.) Jeremy Bracco (Corey Trivino, Jakob Weber);
2:4 (40.) Scott Feser (Shane Hanna, Lewis Zerter-Gossage);
3. Drittel:
3:4 (45./PP1) Bryce Kindopp (Jeremy Bracco, Corey Trivino);
3:5 (49.) Luigi Calce (Jordan Taupert);
4:5 (49.) Sean Giles (David Morley, Bryce Kindopp);
4:6 (55.) Fabian Dietz (Luigi Calce, Dominik Kolb);
4:7 (58./EN) Charlie Sarault (Scott Feser, Lewis Zerter-Gossage).

Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 2 (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven“).

Die Termine der Serie

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven)

Spiel 1: Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
2:3 (1:1/1:1/0:1) – Serienstand: Rosenheim 0 – Regensburg 1;
Spiel 2: Freitag, 20. März, 20 Uhr - Donau-Arena Regensburg:
1:5 /1:3/0:0/0:2) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 1;
Spiel 3: Sonntag, 22. April, 17 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
5:6 n. V. (2:0/1:3/2:2/0:0/0:0/0:0/0:1) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 2;
Spiel 4: Mittwoch, 25. März, 20 Uhr – Donau-Arena Regensburg:
4:7 (1:0/1:4/2:3) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 2;
Spiel 5: Freitag, 27. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim;
Spiel 6: Sonntag, 29. März, 17 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 7 (falls nötig): Dienstag, 31. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim.

Alle Serien

Play-offs

Pre-Play-offs („Best of Three)

Lausitzer Füchse Weißwasser – Eispiraten Crimmitschau (Serienstand 2:0 – Weißwasser weiter)
EV Landshut – Düsseldorfer EG (Serienstand 2:0 – Landshut weiter)

Viertelfinale („Best of Seven“)

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (Serienstand 2:2)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (Serienstand 2:2)
Krefeld Pinguine – EV Landshut (Serienstand 4:0 – Krefeld weiter)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse Weißwasser (Serienstand 3:1)

Play-downs

Erste Runde

Wölfe EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren (Serienstand 3:0 – Freiburg benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – Freiburg mit dem Klassenerhalt)
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim (Serienstand 0:4 – „Best of Seven” – Bad Nauheim mit dem Klassenerhalt)

Zweite Runde

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren (Serienstand 0:0 – Weiden benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – erstes Spiel am Freitag, 27. März)

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier und Christian Merl

Trotz eines guten Auftritts haben die Eisbären Regensbrug (hinten in Rot Verteidiger Nick Mähler) ihr Heimspiel in den Play-offs der DEL 2 gegen die Starbulls Rosenheim (vorne in Weiß Goalie Oskar Autio) mit 4:7 verloren.
Foto: Melanie Feldmeier

Jeremy Bracco (Mitte, in Rot) und seine Eisbären Regensburg (hinten Verteidiger Sean Giles, beide in Rot) haben ihr Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim (links im Bild Verteidiger Shane Hanna, rechts Allrounder Dominik Kolb, beide in Weiß) mit 4:7 verloren und damit den 2:2-Ausgleich in der Play-off-Serie hinnehmen müssen.
Foto: Christian Merl