RECAP: ÜBERZEUGENDER DERBYSIEG: EISBÄREN SCHLAGEN LANDSHUT 5:2

Veröffentlicht am
8.2.26

Regensburg lässt dem EVL vor ausverkaufter Donau-Arena keine Chance

Ausverkaufte Donau-Arena, Derbystimmung, ein Faustkampf – und drei wichtige Punkte für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg. Vor 4712 Fans haben die Oberpfälzer jetzt ihren alten Lokalrivalen aus Niederbayern mit 5:2 (1:1/4:0/0:1) souverän besiegt. Ohne Verteidiger Nick Mähler (angeschlagen) und die Stürmer Kevin Slezak, Yuma Grimm (beide krank), Bryce Kindopp (überzählig) und Lukas Krieger (verletzt) boten die Domstädter dem Publikum ein Spektakel. Die etwas überraschende Führung der Gäste durch Trevor Gooch (17. Minute), egalisierte Kapitän Nikola Gajovský nur 92 Sekunden später mit dem hochverdienten 1:1-Ausgleich (18.). Im Mitteldrittel schlugen die Hausherren dann konsequenter Kapital aus ihren zahlreichen Möglichkeiten: Erst Samuel Payeur, anschließend nur 16 Sekunden später Corey Trivino (beide 23.), dann Verteidiger Marian Bauer (29. – sein erstes Saisontor) und schließlich Alexander Berardinelli (34.) schossen die Rot-Weißen auf ein komfortables 5:1 davon. Der Schlussabschnitt verlief dann über weite Strecken ruhiger – Höhepunkt war ein Fight zwischen EBR-Angreifer Aleandro Angaran und Gäste-Routinier Wade Bergman, den der Eisbär deutlich für sich entschied (51.). Landshut verkürzte durch einen Unterzahltreffer von Julian Kornelli zwar noch auf 2:5 (55.), in Gefahr geriet der deutliche Regensburger Sieg aber nicht mehr. Die Schützlinge von Trainer Peter Flache rückten in der DEL-2-Tabelle damit auf Rang fünf vor (67 Punkte), der EVL rutschte auf Platz acht ab (63.). Bereits am morgigen Dienstag, 10. Februar, sind die Oberpfälzer schon wieder in der heimischen Donau-Arena gefordert: Dann gastiert ab 20 Uhr der EC Bad Nauheim. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Doppelinterview mit den beiden Torschützen Marian Bauer und Kapitän Nikola Gajovský gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Kaum Umstellungen für das Derby: Peter Flache, Cheftrainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, schickte ein fast identisches Aufgebot wie zuletzt ins wichtige Heimspiel gegen den alten Rivalen EV Landshut. Vor 4712 Fans in der ausverkauften Donau-Arena kehrte dabei Goalie Jonas Neffin nach einem Spiel Pause zwischen die Pfosten zurück, Konrad Fiedler war sein Backup und Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. In der Abwehr mussten die Rot-Weißen abermals auf den angeschlagenen Nick Mähler verzichten, im Sturm auf die erkrankten Kevin Slezak und Yuma Grimm. Darüber hinaus fehlten die Angreifer Bryce Kindopp (überzählig) und Lukas Krieger (verletzt).

Mit viel Tempo ging es für beide Mannschaften in die Partie, von Beginn an erarbeiteten sich aber die Hausherren ein deutliches Übergewicht an klaren Chancen. Doch Jonas Langmann im Kasten der Gäste zeigte früh einige starke Paraden. Der erste Treffer fiel dann auf der Gegenseite: Nach einem Konter hatte Landshuts Trevor Gooch zu viel Platz in der Gefahrenzone und schoss zum 1:0 für den EVL ein (17. Minute). Doch die Antwort der Eisbären folgte auf dem Fuß: Nur 92 Sekunden nach dem unglücklichen Rückstand fälschte Kapitän Nikola Gajovský einen Distanzschlenzer von Sean Giles ab, der Puck rutschte Langmann durch und landete zum umjubelten 1:1-Ausgleich im Tor (18.).

Dominantes Mitteldrittel

Im zweiten Durchgang drehten die Oberpfälzer dann so richtig auf: Erst drehten Samuel Payeur, der einen Abschluss von Weber in die Maschen lenkte, und Topscorer Corey Trivino, der nach einem Puckgewinn von Sturmpartner David Morley gedankenschnell abzog, die Partie mit einem Doppelschlag zum 2:1 und 3:1 endgültig zugunsten der Eisbären (jeweils 23.). Dann schoss Verteidiger Marian Bauer von der Blauen Linie zum 4:1 ein (29.) – es war sein erstes Saisontor und damit auch sein erster Treffer in der DEL 2. Spätestens als kurz darauf Alexander Berardinelli aus dem Slot gar zum 5:1 einnetzte, war die Vorentscheidung gefallen (34.). Etliche weitere Chancen ließen die Domstädter dazu noch ungenutzt – die Führung hätte nach 40 Minuten noch höher ausfallen können.

Das zuvor rasante und teils hitzige Rivalenduell verlief im dritten Abschnitt dann etwas ruhiger. Höhepunkt war dennoch ein Faustkampf zwischen Eisbären-Angreifer Aleandro Angaran und EVL-Abwehrroutinier Wade Bergman, der mit einem klaren Sieg für Angaran endete (51.). In der Folge gab Regensburg weiter den Ton an, ließ ob des Spielstandes aber die letzte Konsequenz vermissen. Mit einem Shorthander in eigener Unterzahl verkürzte dann Julian Kornelli für die Gäste noch einmal auf 2:5 (55.), doch am souveränen und hochverdienten Regensburger Sieg änderte dies nichts mehr.

Durch den wichtigen Sieg und die damit verbundenen drei Punkte distanzierten die EBR den Verfolger aus Landshut wieder etwas mehr: Sie rückten um einen Platz nach vorn und sind nun Fünfte (67 Punkte), während der EVL einen Rang abrutschte und jetzt Achter ist (63). Bereits am morgigen Dienstag, 10. Februar, sind die Oberpfälzer schon wieder in der heimischen Donau-Arena gefordert: Dann gastiert ab 20 Uhr der EC Bad Nauheim. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Eisbären Regensburg – EV Landshut 5:2 (1:1/4:0/0:1)

Sonntag, 08. Februar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen (2 Strafminuten), Patrick Demetz, Jakob Weber, Marian Bauer und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – Pierre Preto (A/2), Corey Trivino, David Morley, Alexander Berardinelli, Donát Péter (2), Jeremy Bracco, Nikola Gajovský (C), Samuel Payeur, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran (5), Noel Saffran und Marks Kristians Jirgensons (C/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Landshut:
Jonas Langmann (60:00 Minuten) und Philipp Dietl (beide Tor) – Stanislav Dietz, Andreas Schwarz (C/2Strafminuten), Wade Bergman (7), Martin Hugo Haš, Colton Jobke, Alexander Dersch und Finn Serikow (alle Abwehr) – Tobias Lindberg (A), David Rundqvist, Tor Immo (2), Trevor Gooch (2), Jesse Koskenkorva, Tobias Schwarz, Jakob Mayenschein (A), Julian Kornelli, Oliver Stümpel, Lukas Gaus, Seonwoo Park und Luis Scheibengraber (alle Sturm). – Trainer: Uwe Krupp (Headcoach) und Ales Jirik (Assistent).

Strafminuten: Regensburg 11 – Landshut 13.

Zuschauer: 4712 (Donau-Arena Regensburg – ausverkauft).

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe und Thomas Kalnik (beide Hauptschiedsrichter) sowie Yannik Koziol und Claus Clemens Behrendt (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
0:1 (17. Minute) Trevor Gooch (Tobias Schwarz);
1:1 (18.) Nikola Gajovský (Sean Giles, Samuel Payeur);
2. Drittel:
2:1 (23.) Samuel Payeur (Jakob Weber, Marian Bauer);
3:1 (23.) Corey Trivino (David Morley);
4:1 (29.) Marian Bauer (Pierre Preto, Jakob Weber);
5:1 (34.) Alexander Berardinelli (Donát Péter, Jeremy Bracco);
3. Drittel:
5:2 (55./SH1) Julian Kornelli (Jakob Mayenschein).

Neuer Tabellenplatz:

Regensburg 5. Platz (67 Zähler aus 43 Partien/vorher 6.) – Landshut 78 Rang (63 Punkte aus 43 Spielen/zuvor 7.).

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Fotoschmiede MCB und Andreas Nickl

Groß war der Jubel bei den Eisbären Regensburg um die Stürmer (von links) David Morley und Corey Trivino (beide schwarze Trikots) nach dem souveränen und verdienten 5:2-Derby-Heimsieg gegen den Lokalrivalen EV Landshut (rechts Kapitan und Abwehrspieler Andreas Schwarz, weißes Trikot). Unser Bild zeigt das kanadische Angreiferduo nach der Co-Produktion, die zum zwischenzeitlichen 3:1 der Domstädter geführt hatte.
Foto: Andreas Nickl

Erstes Saison- und DEL-2-Tor: Eisbären-Verteidiger Marian Bauer (Mitte) netzte beim 5:2-Derby-Heimsieg seiner Eisbären Regensburg (alle schwarze Trikots - von links Angreifer David Morley, verdeckt Topscorer Corey Trivino, Stürmer Pierre Preto und Abwehrspieler Jakob Weber) zum zwischenzeitlichen 4:1 ein.
Foto: Fotoschmiede MCB