RECAP: TURBULENTER AUSWÄRTSSIEG BRINGT DEN MATCHPUCK - EISBÄREN SCHLAGEN ROSENHEIM 6:5

Veröffentlicht am
27.3.26

Regensburg gewinnt offenen Schlagabtausch gegen die Starbulls und könnte nun vor eigenem Publikum ins Halbfinale einziehen

Drittes Auswärtsspiel im Play-off-Viertelfinale – dritter Sieg für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg: Die Oberpfälzer haben sich jetzt in der „Best of Seven“-Serie gegen die Starbulls Rosenheim mit einem 6:5-Erfolg (2:2/2:2/2:1) an der Mangfall den Matchpuck zum Einzug in die Vorschlussrunde gesichert – denn durch das Ergebnis im fünften Duell er Serie stellten die Domstädter auf 3:2 nach Siegen und könnten so nun das Vorrücken im anstehenden Heimauftritt am morgigen Sonntag, 29. März, ab 17 Uhr in der Donau-Arena perfekt machen. Nach einer frühen 2:0-Führung durch Treffer von Kapitän Nikola Gajovský (4. Minute) und Corey Trivino (5.) hatten sich zunächst aber die Oberbayern zurückgekämpft und sogar vorgelegt. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer der SBR durch Lewis Zerter-Gossage (10.) glich Shane Hanne mit einem Distanzhammer zum 2:2 aus (18.) – und nach der ersten Pause war es erneut Zerter-Gossage, der seine Farben mit dem 3:2 erstmals in Front brachte. Doch nur 16 Sekunden nach dem Rückschlag tankte sich Donát Péter auf der Gegenseite durch und versenkte den Puck zum Regensburger 3:3 in den Maschen (beide 25.). Spätestens jetzt begann ein offener Schlagabtausch: Die EBR stellten durch Topscorer Bryce Kindopp auf 4:3 (28.), doch zwei Sekunden vor Ende des Mitteldrittels egalisierte Heimstürmer Lukas Laub zum 4:4 (40.). Jeremy Bracco schoss die Gäste im Powerplay zum 5:4 (45.), doch Teemu Pulkkinen drosch die Scheibe zum 5:5 ins Tor der Rot-Weißen. Als dann gleich zwei Rosenheimer die Strafbank hüteten, nutzte Kindopp den Platz auf dem Eis mit einer starken Direktabnahme zum 6:5-Siegtreffer. Die Donaustädter brachten ihren knappen Vorsprung über die Zeit, obgleich die Bullen am Ende auf den abermaligen Ausgleich drängten und auch Keeper Christopher Kolarz für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahmen. Damit legten die Schützlinge von Eisbären-Coach Peter Flache zum 3:2 nach Siegen vor und haben nun den ersten Matchpuck auf ihrer Seite. Im sechsten Derby der ersten Play-off-Runde am morgigen Sonntag, 29. März, ab 17 Uhr in der Donau-Arena könnte dementsprechend nun bereits eine Entscheidung fallen. Sollte dies nicht der Fall sein und die Serie zum dritten Mal ausgeglichen werden, folgt am Dienstag, 31. März, ein alles entscheidendes siebtes Aufeinandertreffen um den Halbfinal-Einzug ab 19:30 Uhr wiederum im Rosenheimer Rofa-Stadion. Letzte Tickets für das Heimspiel in Regensburg gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Vor dem wichtigen fünften Spiel der „Best of Seven“-Play-off-Viertelfinalserie gegen die Starbulls Rosenheim auswärts an der Mangfall rotierte Trainer Peter Flache im Kader seiner Eisbären Regensburg auf mehreren Positionen. Vor 4425 Fans im ausverkauften Rofa-Stadion startete Goalie Jonas Neffin im Tor, Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Line-up. Ferner liefen die Oberpfälzer ohne die Stürmer Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt), Aleandro Angaran (gesperrt), David Morley, Pierre Preto, Marks Jirgensons und Lukas Krieger auf. Alex Berardinelli (nach abgesessener Sperre), Yuma Grimm und der gelernte Verteidiger Max Merkl (in der Offensive aufgeboten) rückten nach Pausen zuvor dafür wieder ins Line-up.

Das Heimteam startete druckvoll, doch die Eisbären-Defensive hielt zunächst stand. Besser noch: Mit ihrem zweiten Torschuss gingen die Rot-Weißen nach vier Minuten gar mit 1:0 in Führung. Merkl hatte die Scheibe mit starkem Einsatz in der neutralen Zone erobert, Constantin Ontl seinen seinen Kapitän Nikola Gajovský zentral freigespielt und dieser stark unter die Latte eingenetzt. Und es kam noch besser für die mitgereisten Regensburger Fans: Aus ähnlicher Position schoss Corey Trivino, von Topscorer Bryce Kindopp stark in Szene gesetzt, nur 49 Sekunden später gar zum 2:0 für die Donaustädter ein (5. Minute). Die Hausherren brauchten etwas, um sich von dieser kalten Dusche zu erholen, erhöhten aber nach knapp zehn Minuten wieder die Schlagzahl – und schafften prompt den 1:2-Anschlusstreffer durch Lewis Zerter-Gossage (10.). In der Folge hatte Rosenheim weiter mehr vom Spiel, die Oberpfälzer blieben aber stets durch Nadelstiche brandgefährlich. Mit einen Hammer von der Blauen Linie kamen die SBR dann noch vor der ersten Pause zum 2:2-Ausgleich (18.).

SBR drehen die Partie – Oberpfälzer schlagen postwendend zurück

Nach Wiederbeginn bot sich dem Publikum ein ähnliches Bild: Die Grün-Weißen investierten viel, scheiterten aber immer wieder an EBR-Goalie Jonas Neffin und der vielbeinigen Gäste-Abwehr. Just als jedoch eine Strafe gegen die Domstädter abgelaufen war, war das souveräne Kombinationsspiel der Alpenvorländer doch noch erfolgreich: Abermals war es Zerter-Gossage, der einschob und seine Farben erstmals in Führung brachte. Die Antwort der Oberpfälzer folgte aber auf dem Fuße: Über Jakob Weber und Jeremy Bracco kam der Puck zu Donát Péter, der sich mit einer Energieleistung durchtankte und sie mit einem trockenen Schuss ins rechte obere Kreuzeck zum postwendenden 3:3 vergoldete – gerade einmal 16 Sekunden waren da nach dem Rückstand vergangen (beide 25.).

Spätestens jetzt bot sich den Fans ein spannender und unvorhersehbarer offener Schlagabtausch auf dem Eis. Den nächsten Treffer setzten die Flache-Schützlinge: Kindopp lenkte einen Schlenzer von Sean Giles unhaltbar zum 4:3 an Heimkeeper Christopher Kolarz vorbei (28.). Mehrfach verpassten die Rot-Weißen in der Folge die Chance auf eine abermalige höhere Führung. Und so glichen die Gastgeber zwei Sekunden vor Ende des Mitteldrittels zum 4:4 aus – Lukas Laub hatte einen Abpraller eingeschoben (40.). Neffin war bei dieser Aktion heftig angegangen worden, dennoch blieben die Unparteiischen nach langem Videobeweis bei ihrer Entscheidung, das Tor zu geben.

Und so ging es wieder völlig offen in den Schlussabschnitt – in dem wiederum Regensburg vorlegte: In Überzahl fand ein starker Pass von Trivino den einlaufenden Bracco, der viel Zeit und Platz hatte und platziert zum 5:4 für die EBR unter das Gebälk einschoss (45.). Doch auch diese Führung hatte nicht Bestand: Ebenfalls im Powerplay hämmerte Teemu Pulkkinen den Puck zum 5:5 an Neffin vorbei (52.) – erneut war der Regensburger Keeper zuvor angegangen worden, aber wieder blieb der Treffer nach Videobeweis bestehen. Als dann aber gleich zwei Starbulls-Spieler die Strafbank hüteten und die Eisbären mit zwei Mann mehr agierten, war es wieder Kindopp (von Weber und Bracco freigespielt), der einen Oneimer zum 6:5 versenkte (57.). In der Schlussphase setzten die Hausherren noch einmal alles auf eine Karte und nahmen Kolarz für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis – doch die Domstädter brachten den knappen Vorsprung mit aufopferungsvollem Kampf über die Zeit.

Damit legten die Oberpfälzer zum 3:2 nach Siegen vor und haben nun den ersten Matchpuck auf ihrer Seite. Im sechsten Derby der ersten Play-off-Runde am morgigen Sonntag, 29. März, ab 17 Uhr in der Donau-Arena könnte nun bereits eine Entscheidung fallen – gewinnen die Eisbären, rücken sie ins Halbfinale vor. Sollte dies nicht der Fall sein und die Serie zum dritten Mal ausgeglichen werden, folgt am Dienstag, 31. März, ein alles entscheidendes siebtes Aufeinandertreffen um den Halbfinal-Einzug ab 19:30 Uhr wiederum im Rosenheimer Rofa-Stadion. Letzte Tickets für das Heimspiel an der Donau gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg 5:6 (2:2/2:2/1:2)

Freitag, 27. März 2026 – Rofa-Stadion Rosenheim – Beginn: 19:30 Uhr.

Aufstellungen

Rosenheim: Christopher Kolarz (60:00 Minuten) und Louis Müller (beide Tor) – Shane Hanna (2 Strafminuten), Dominik Tiffels, Maximilian Adam, Maximilian Vollmayer (2), Leon Van der Linde, Joel Keussen und Lars Bosecker (alle Abwehr) – Lukas Laub (A), Lewis Zerter-Gossage, Charlie Sarault (A), Wyatt Schingoethe (2), Scott Feser (C/2), Teemu Pulkkinen (4 + 10-minütige Disziplinarstrafe), Fabian Dietz, Luigi Calce (2), Ville Järveläinen, Sebastian Zwickl, Dominik Kolb und Johannes Achatz (alle Sturm). – Trainer: Jari Pasanen (Headcoach) sowie Jamie Bartman (Assistent).
Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud (2), Pascal Zerressen (A), Nick Mähler (2), Patrick Demetz, Marian Bauer und Jakob Weber (4/alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino (A/2), Bryce Kindopp, Kevin Slezak, Donát Péter (2), Jeremy Bracco, Matěj Leden, Samuel Payeur (2), Yuma Grimm, Maximilian Merkl, Nikola Gajovský (C) und Constantin Ontl (A/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).

Strafminuten: Rosenheim 26 (inklusive 10-minütige Disziplinarstrafe gegen Teemu Pulkkinen) – Regensburg 16.

Zuschauer: 4425 (Rofa-Stadion Rosenheim – ausverkauft).

Schiedsrichter: Zsombor Pálkövi und Bastian Steingross (beide Hauptschiedsrichter) sowie Marcus Höfer und Lukas Pfriem (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
0:1 (4. Minute) Nikola Gajovský (Constantin Ontl, Maximilian Merkl);
0:2 (5.) Corey Trivino (Bryce Kindopp, Alexander Berardinelli);
1:2 (10.) Lewis Zerter-Gossage (Lukas Laub, Charlie Sarault);
2:2 (18.) Shane Hanna (Dominik Tiffels, Scott Feser);
2. Drittel:
3:2 (25.) Lewis Zerter-Gossage (Maximilian Adam, Luigi Calce);
3:3 (25.) Donát Péter (Jeremy Bracco, Jakob Weber);
3:4 (28.) Bryce Kindopp (Sean Giles, Alexander Berardinelli);
4:4 (40.) Lukas Laub (Shane Hanna, Charlie Sarault);
3. Drittel:
4:5 (45./PP1) Jeremy Bracco (Corey Trivino, Jakob Weber);
5:5 (52./PP1) Teemu Pulkkinen (Scott Feser, Shane Hanna);
5:6 (57./PP2) Bryce Kindopp (Jeremy Bracco, Jakob Weber).

Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 3 (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven“).

Die Termine der Serie

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven)

Spiel 1: Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
2:3 (1:1/1:1/0:1) – Serienstand: Rosenheim 0 – Regensburg 1;
Spiel 2: Freitag, 20. März, 20 Uhr - Donau-Arena Regensburg:
1:5 /1:3/0:0/0:2) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 1;
Spiel 3: Sonntag, 22. April, 17 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
5:6 n. V. (2:0/1:3/2:2/0:0/0:0/0:0/0:1) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 2;
Spiel 4: Mittwoch, 25. März, 20 Uhr – Donau-Arena Regensburg:
4:7 (1:0/1:4/2:3) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 2;
Spiel 5: Freitag, 27. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
5:6 (2:2/2:2/1:2) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 3;
Spiel 6: Sonntag, 29. März, 17 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 7 (falls nötig): Dienstag, 31. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim.

Alle Serien

Play-offs

Pre-Play-offs („Best of Three)

Lausitzer Füchse Weißwasser – Eispiraten Crimmitschau (Serienstand 2:0 – Weißwasser weiter)
EV Landshut – Düsseldorfer EG (Serienstand 2:0 – Landshut weiter)

Viertelfinale („Best of Seven“)

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (Serienstand 2:3)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (Serienstand 3:2)
Krefeld Pinguine – EV Landshut (Serienstand 4:0 – Krefeld weiter)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse Weißwasser (Serienstand 3:2)

Play-downs

Erste Runde

Wölfe EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren (Serienstand 3:0 – Freiburg benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – Freiburg mit dem Klassenerhalt)
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim (Serienstand 0:4 – „Best of Seven” – Bad Nauheim mit dem Klassenerhalt)

Zweite Runde

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren (Serienstand 1:0 – Weiden benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier)

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Christian Merl

Großer Jubel bei den Eisbären Regensburg: Mit dem 6:5-Auswärtssieg bei den Starbulls Rosenheim benötigen sie nur noch einen Sieg über die Oberbayern, um ins Play-off-Halbfinale einzuziehen...
Foto: Christian Merl

Die Eisbären Regensburg um Constantin Ontl (links), Kapitän Nikola Gajovský (Mitte) und Max Merkl (rechts) haben ihr Auswärtsspiel bei den Starbulls Rosenheim mit 6:5 gewonnen und sich damit im Play-off-Viertelfinale einen Matchpuck zum Weiterkommen gesichert. Unser Bild zeigt das Trio beim Jubel nach Gajoskýs Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Foto: Christian Merl