ROSENHEIM SIEGT ERSTMALS GEGEN REGENSBURG: EISBÄREN VERLIEREN SPIEL ZWEI 1:5

Veröffentlicht am
20.3.26

Niederlage gegen Starbulls vor ausverkaufter Donau-Arena

Im sechsten direkten Duell der laufenden DEL-2-Saison hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt nach zuvor fünf Siegen in Folge erstmals gegen die Starbulls Rosenheim verloren: Im Heimspiel vor ausverkaufter Donau-Arena (4712 Fans) unterlagen die Oberpfälzer in der zweiten Partie der „Best of Seven“-Serie im Play-off-Viertelfinale jetzt mit 1:5 (1:3/0:0/0:2). Im hitzigen Derby setzte es insgesamt fast 100 Strafminuten – und eine am Ende etwas zu hohe Niederlage der EBR, die nach nur 90 gespielten Sekunden in Überzahl noch mit 1:0 durch Alexander Berardinelli in Führung gegangen waren (2. Minute). Doch als Gäste-Stürmer Luigi Calce nach einem Check von Heim-Angreifer Aleandro Angaran auf diesen losging und in der Folge beide Spieler vorzeitig duschen geschickt wurden (6.), bekamen die SBR Aufwind: Erst nutzten sie ihrerseits ein Powerplay zum 1:1-Ausgleich durch Ville Järveläinen (7.), dann gingen sie nach einem Fehler in der Defensive der Rot-Weißen durch Wyatt Schingoethe gar mit 2:1 in Führung (15.). Mit einem Breakaway stellte anschließend Teemu Pulkkinen auf 3:1 für das Team von der Mangfall. Den Donaustädtern indes gelang der Anschlusstreffer trotz teils bester Chancen nicht, mehrfach standen das Aluminium oder Starbulls-Goalie Christopher Kolarz im Weg. Nach torlosem Mitteldrittel sorgte Rosenheim früh im Schlussabschnitt in Überzahl durch Shane Hanna für die Vorentscheidung zum 4:1 (42.). Hanna ließ später auch den 5:1-Endstand folgen, abermals im Powerplay (53.). In der Schlussphase setzte es eine weitere Spieldauerstrafe gegen Regensburg: Es erwischte Stürmer David Morley. Damit glichen die Oberbayern in der ersten Runde zum 1:1 nach Siegen aus. Am Sonntag, 22., geht's für die Domstädter auswärts weiter: Spiel drei steigt dann ab 17 Uhr im Rofa-Stadion der SBR. Am Mittwoch, 25. März, sind die Flache-Schützlinge dann schon wieder zuhause im Einsatz: Ab 20 Uhr gastiert Rosenheim ab 20 Uhr zum vierten Duell ersten Play-off-Runde in der Donau-Arena. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Stürmer Donát Péter gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Mit im Vergleich zu Spiel eins unverändertem Lineup schickte Peter Flache, Trainer des Zweitligisten Eisbären Regensburg, sein Team auch in das zweite Play-off-Duell (Viertelfinale – „Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim. Vor 4712 Fans in der ausverkauften Donau-Arena vertraute er so im Tor abermals auf Goalie Jonas Neffin, Konrad Fiedler war sein Ersatz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Ferner liefen die Oberpfälzer ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) auf.

Früh zeichnete sich ab, dass dieses Derby mindestens genauso umkämpft und intensiv werden würde, wie Spiel eins der Serie, das mit einem 3:1-Sieg für die EBR geendet hatte. Diese erwischten einen guten Start: Nach einem Video-Beweis gab es eine Strafe gegen die Gäste wegen Spielverzögerung – und das folgende Powerplay nutzten die Domstädter nach nur 90 gespielten Sekunden direkt zum 1:0 (2. Minute). Alex Berardinelli hatte einen Kracher aus der Distanz von Jakob Weber mit dem Oberkörper an Gäste-Keeper Christopher Kolarz vorbeigelenkt. Die Anfangsphase war schnell, hart und ausgeglichen – doch als Regensburg in Unterzahl geriet, kippte das Momentum. Aleandro Angaran hatte einen harten Check an SBR-Verteidiger Dominik Tiffels gefahren, dessen Teamkollege Luigi Calce rächte dies und schlug wild auf den Regensburger ein. Die Folge: Beide erhielten eine Spieldauer-Strafe und wurden frühzeitig duschen geschickt (6.) – Rosenheim durfte allerdings in Überzahl agieren und traf durch einen feinen Abschluss von Ville Järveläinen zum 1:1-Ausgleich (7.).

Drüben rettet der Pfosten, hüben schlägt es ein

Während einer weiteren Strafe gegen die Oberbayern lag anschließend erneut eine Regensburger Führung in der Luft – doch mehrfach verfehlten die Eisbären knapp oder scheiterten an Kolarz. Die beste Möglichkeit durch David Morley machte der Pfosten zunichte (14.). Als Rosenheim gerade wieder vollzählig war, leisteten sich die Hausherren dann einen Abspielfehler vor dem eigenen Tor: Wyatt Schingoethe tauchte frei vor Neffin auf und schob zum 2:1 für die Gäste von der Mangfall ein (15.). Mitten hinein in eine offensive Drangphase der Regensburger legten die Grün-Weißen dann gar das 3:1 durch Teemu Pulkkinen nach: Sie hatten einen Schuss der EBR geblockt und durch Scott Feser blitzschnell einen punktgenauen weiten Pass auf den nach vorne durchstartenden Finnen gespielt. Frei vor Neffin netzte dieser per platziertem Schlenzer ein (17.).

Im Mitteldrittel bot sich ein ähnliches Bild: Die Partie war recht ausgeglichen, Chancen boten sich auf beiden Seiten, doch das Scheibenglück schien an diesem Abend nicht auf Seiten der Gastgeber zu sein. Nach torlosem zweitem Abschnitt, in dem die Eisbären auch einige Male den möglichen Anschluss auf ihren Kellen hatten, fiel früh im dritten dann dann die Vorentscheidung: Abermals in Überzahl stellte Rosenheim durch Shane Hanna auf 4:1 (42.). Hanna war es auch, der (wiederum im Powerplay) später den 5:1-Endstand in der nickligen und hitzigen Partie besorgte (53.). In der Schlussphase gab es keine weiteren Treffer mehr – nur noch eine weitere Spieldauer-Strafe, dieses Mal gegen Morley.

Der bisherige Play-off-Topscorer der Domstädter könnte seinem Team dadurch in Spiel drei der ersten Play-off-Runde am morgigen Sonntag, 22., auswärts ab 17 Uhr im Rofa-Stadion der SBR unter Umständen gesperrt fehlen – ebenso wie Angaran und auf der Gegenseite Calce. Am Mittwoch, 25. März, sind die Flache-Schützlinge dann schon wieder zuhause im Einsatz: Ab 20 Uhr gastiert ab 20 Uhr zum vierten Duell der „Best of Seven“-Viertelfinalserie Rosenheim erneut in der Donau-Arena. Durch den 1:1-Ausgleich der Oberbayern nach Siegen steht obendrein bereits fest, dass mindestens ein fünftes Aufeinandertreffen nötig sein wird: Dieses steigt dann am kommenden Freitag, 27. März, wiederum an der Mangfall (Beginn 19:30 Uhr). Tickets für die Heimpartie gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 1:5 (1:3/0:0/0:2)

Freitag, 20. März 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud (2), Pascal Zerressen, Nick Mähler (2), Patrick Demetz (2), Marian Bauer und Jakob Weber (alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino, David Morley (5 + Spieldauer-Disziplinarstrafe), Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Pierre Preto (A), Samuel Payeur, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran (7 + Spieldauer-Disziplinarstrafe), Nikola Gajovský (C) und Matěj Leden und (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Rosenheim: Christopher Kolarz (60:00 Minuten) und Louis Müller (beide/alle Tor) – Shane Hanna, Dominik Tiffels, Maximilian Adam, Maximilian Vollmayer (2 Strafminuten), Leon Van der Linde (2), Joel Keussen (4) und Tobias Beck (alle Abwehr) – Lukas Laub (A), C. J. Stretch (C), Ville Järveläinen (A), Wyatt Schingoethe, Scott Feser, Teemu Pulkkinen (2), Sebastian Zwickl, Luigi Calce (5 + Spieldauer-Disziplinarstrafe), Dominik Kolb, Fabian Dietz, Lewis Zerter-Gossage und Lars Bosecker (alle Sturm). – Trainer: Jari Pasanen (Headcoach) sowie Jamie Bartman (Assistent).

Strafminuten: Regensburg 60 (inklusive Spieldauer-Disziplinarstrafen gegen David Morley und Aleandro Angaran) – Rosenheim 35 (inklusive Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Luigi Calce).

Zuschauer: 4712 (Donau-Arena Regensburg – ausverkauft).

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler und Christopher Schadewaldt (beide Hauptschiedsrichter) sowie Christoph Jürgens und Tobias Egger (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (2. Minute/PP1) Alexander Berardinelli (Jakob Weber, David Morley);
1:1 (7./PP1) Ville Järveläinen (C. J. Stretch, Fabian Dietz);
1:2 (15.) Wyatt Schingoethe (C. J. Stretch);
1:3 (17.) Teemu Pulkkinen (Scott Feser);
2. Drittel:

3. Drittel:
1:4 (42./PP1) Shane Hanna (Scott Feser, Lewis Zerter-Gossage);
1:5 (53./PP1) Shane Hanna (Scott Feser, Lewis Zerter-Gossage).

Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 1 (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven“).

Die Termine der Serie

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven)

Spiel 1: Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
2:3 (1:1/1:1/0:1) – Serienstand: Rosenheim 0 – Regensburg 1;
Spiel 2: Freitag, 20. März, 20 Uhr - Donau-Arena Regensburg:
1:5 /1:3/0:0/0:2) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 1;
Spiel 3: Sonntag, 22. April, 17 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim;
Spiel 4: Mittwoch, 25. März, 20 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 5: Freitag, 27. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim;
Spiel 6 (falls nötig): Sonntag, 29. März, 17 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 7 (falls nötig): Dienstag, 31. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim.

Alle Serien

Play-offs

Pre-Play-offs („Best of Three)

Lausitzer Füchse Weißwasser – Eispiraten Crimmitschau (Serienstand 2:0 – Weißwasser weiter)
EV Landshut – Düsseldorfer EG (Serienstand 2:0 – Landshut weiter)

Viertelfinale („Best of Seven“)

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (Serienstand 1:1)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (Serienstand 1:1)
Krefeld Pinguine – EV Landshut (Serienstand 2:0)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse Weißwasser (Serienstand 2:0)

Play-downs

Erste Runde

Wölfe EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren (Serienstand 3:0 – Freiburg benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – Freiburg mit dem Klassenerhalt)
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim (Serienstand 0:4 – „Best of Seven” – Bad Nauheim mit dem Klassenerhalt)

Zweite Runde

Blue Devils Weiden - ESV Kaufbeuren (Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren (Serienstand 0:0 – Weiden benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier –erstes Spiel am Donnerstag, 2. April)

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Andreas Nickl, Melanie Feldmeier und Christian Merl

Miteiner beeindruckenden Choreographie läutete die Regensburger Fankurve dasHeimderby gegen die Strabulls Rosenheim ein – am Ende gab es für ihreSchützlinge aber dennoch eine 1:5-Niederlage.
Foto: Andreas Nickl

Harte Gangart beim Derby zwischen den Eisbären Regensburg (mittig Verteidiger Jakob Weber, verdeckt Stürmer und Topscorer David Morley, beide rote Trikots) und den Strabulls Rosenheim (rechts im Bild Verteidiger Shane Hanna, in Weiß). Am Ende stand aber trotz allem Einsatzes die erste Saisonniederlage der Domstädter im sechsten direkten Duell - Spiel zwei der Play-off-Viertelfinalserie gegen die Oberbayern ("Best of Seven") ging vor ausverkaufter Donau-Arena (4712 Fans) an die SBR.
Foto: Melanie Feldmeier

Ein hitziges Spiel mit vielen Diskussionen: Die Eisbären Regensburg (Mitte Stürmer Samuel Payeur, in Rot) haben ihr Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim (weiße Trikots) mit 1:5 verloren.
Foto: Christian Merl