
Knappe Heimniederlage für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg: Mit 4:5 (1:1/1:2/2:1/0:1) haben die Oberpfälzer vor 4619 Fans in der Donau-Arena nach einem Krimi inklusive Overtime gegen die Wölfe des EHC Freiburg verloren. Dabei gingen die Rot-Weißen, die ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer Bryce Kindopp, Marks Jirgensons (alle überzählig), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran (zurück bei seinem Stammklub Iserlohn) antraten, bereits nach nur 100 Sekunden durch Constantin Ontl in Führung (2. Minute). Die Gäste glichen jedoch durch ihren Topscorer Fabian Ilestedt noch vor der ersten Pause zum 1:1 aus (14.). Im Mitteldrittel schoss Freiburg durch Lynden McCallum (26.) und in Überzahl Shawn O'Donnell (30.) eine zwischenzeitliche 3:1-Führung heraus. Doch die Regensburger Antwort folgte mit dem 2:3-Anschluss durch David Morley nur 34 Sekunden nach dem dritten EHC-Treffer auf dem Fuß (30.). Einen wahren Krimi bekam das Publikum im dritten Abschnitt geboten: Alexander Berardinelli egalisierte im Powerplay zum 3:3 (42.), anschließend legte Jeremy Bracco für die Eisbären zum 4:3 vor (49.). Bis in die Schlussphase blieb die Partie eng und umkämpft, mit einem sechsten Feldspieler anstelle ihres Torhüters Patrik Červený erzwangen die Breisgauer in der vorletzten Minute der Regulären Spielzeit doch noch den 4:4-Ausgleich durch Travis Ewanyk (59.). In der fälligen Overtime handelten sich die EBR anschließend eine Strafe ein – in Überzahl entschied Ilestedt die Partie mit seinem 5:4 (64.). Dennoch blieben die Donaustädter Sechste der DEL-2-Tabelle (jetzt 76 Punkte), Freiburg ist nach wie vor Elfter (59). Weiter geht es für die Schützlinge von Trainer Peter Flache mit dem Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim am morgigen Sonntag, 1. März, ab 16 Uhr im Colonel-Knight-Stadion. Ihr nächstes Heimspiel bestreiten sie am kommenden Freitag, 6. März, ab 20 Uhr in der Donau-Arena gegen den feststehenden Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial
Goalie Jonas Neffin startete für Trainer Peter Flache und dessen Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg im Heimspiel gegen die Wölfe des EHC Freiburg im Tor. Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz, Talent Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. Vor 4619 Fans in der Donau-Arena fehlten zudem in der Verteidigung Max Merkl sowie im Sturm Bryce Kindopp, Marks Jirgensons (alle überzählig), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran (zurück bei seinem DEL-Stammklub Iserlohn).
Erneut legten die EBR einen Traumstart aufs Eis: Nach nur exakt 100 Sekunden stand Constantin Ontl vor Gäste-Keeper Patrik Červený goldrichtig und verwertete einen Nachschuss zum frühen 1:0 für Regensburg (2. Minute). In der Folge boten sich zahlreiche Chancen, die Führung auszubauen, doch die Eisbären brachten die Scheibe zunächst nicht mehr an Červený vorbei. Stattdessen nahmen die Gäste immer mehr Fahrt auf – wenngleich ihr 1:1-Ausgleich aus einem vergleichsweise ungefährlichen Angriff entstand (Topscorer Fabian Ilestedt hatte ansatzlos aus halblinker Position abgezogen), war er ob zahlreicher Abschlüsse der Baden-Württemberger doch verdient.
Im Mitteldrittel entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Bitter für Regensburg: Der 2:1-Führungstreffer des Teams aus dem Schwarzwald war durch einen klaren, aber ungeahndetem hoher Stock Ilestedts eingeleitet worden, der EHC überrumpelte daraufhin die Regensburger Hintermannschaft mit einem Drei-auf-Eins-Konter und Lynden McCallum nagelte den Direktschuss an Neffin vorbei in die Maschen (26.). Wenig später ließen die Wölfe dann gar das 3:1 folgen: Shawn O’Donnell kam in Überzahl im Slot frei zum Rebound und netzte ein (30.).
Dennoch antworteten die Domstädter auf dem Fuß: Nach dem dritten Freiburger Tor dauerte es nur 34 Sekunden, ehe David Morley einen Distanzschuss von Guillaume Naud unhaltbar abfälschte und mit seinem 2:3 den Anschluss wiederherstellte (30.). Regensburg dominierte nun und drückte bis Ende des zweiten Durchgangs auf den Ausgleich, aber Červený war stets Endstation. Doch auch nach dem zweiten Seitenwechsel ging der Eisbären-Sturmlauf zunächst weiter – und wurde belohnt: Im Powerplay stellte Alex Berardinelli, der nach einem Abpraller eines strammen Abschlusses von Jakob Weber am schnellsten reagierte und den Puck über die Linie drückte (42.), auf 3:3 unentschieden. Und mit einer feinen Einzelleistung von Jeremy Bracco, der mehrere Gegenspieler aussteigen ließ und zum 4:3 einschoss, war die Partie abermals gedreht (49.). Nun wurden jedoch die Gäste wieder stärker, die zunehmend auf den abermaligen Ausgleich drängten. 82 Sekunden vor dem Ende, Červený hatte seinen Kasten bereits zugunsten eines weiteren Freiburger Feldspielers verlassen, landete der Puck dann direkt vor dem Tor auf der Kelle von Travis Ewanyk, der mit seinem 4:4 die Overtime erzwang (58.). Regensburg reklamierte zwar noch auf Torhüter-Behinderung, doch erfolglos. Nach Video-Beweis bestätigten die Unparteiischen ihre ursprüngliche Entscheidung: Der Kontakt Freiburger Kontakt mit Neffin hatte nicht ausgereicht, das Tor zählte.
In der fälligen Verlängerung erwischten die Hausherren den besseren Start, dann drückten aber wieder die Gäste. Etwas unglücklich gerieten die Eisbären dann in Unterzahl – unstrittig war die Strafe gegen die EBR, doch zuvor war bereits ein Foul der Gäste ungeahndet geblieben. In der sich bietenden Powerplay-Situation nutzte anschließend der starke Ilestedt den Platz auf dem Eis zum 5:4-Siegtreffer für seine Farben (64.).
Zwar blieben die Rot-Weißen trotz der späten Niederlage in der DEL-2-Tabelle auf Rang sechs (jetzt 76 Zähler), jedoch rückten die Verfolger näher an die Flache-Schützlinge heran – Weißwasser liegt somit nun nach Punkten gleichauf, reiht sich nur noch aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter den EBR ein. Freiburg blieb indes ebenfalls unverändert auf Platz elf (59). Weiter geht es für Oberpfälzer jetzt mit dem Auswärtsspiel beim EC Bad Nauheim am morgigen Sonntag, 1. März, ab 16 Uhr im Colonel-Knight-Stadion. Ihr nächstes Heimspiel bestreiten sie am kommenden Freitag, 6. März, ab 20 Uhr in der Donau-Arena gegen den feststehenden Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Freitag, 27. Februar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 20 Uhr.
Regensburg: Jonas Neffin (63:08 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud, Pascal Zerressen (A), Nick Mähler (2), Patrick Demetz (2), Marian Bauer (2) und Jakob Weber (alle Abwehr) – Pierre Preto (A), Corey Trivino, David Morley, Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Alexander Berardinelli (2), Samuel Payeur (2), Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran, Yuma Grimm und Nikola Gajovský (C/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Freiburg: Patrik Červený (62:59 Minuten) und Christian Goss (beide Tor) – Sameli Ventelä, Kilian Kühnhauser (2 Strafminuten), Alexander De Los Rios (A/2), Colin Schlenker, David Trinkberger, Petr Heider (2) und Niclas Hempel (alle Abwehr) – Lukas Mühlbauer, Nikolas Linsenmaier (C), Shawn O’Donnell (2), Fabian Ilestedt, Christian Kretschmann, Lynden McCallum, Tomáš Schwamberger, Travis Ewanyk, Christian Billich (A/2), Louis Majher, Thore Weyrauch und Paul Bechthold (alle Sturm). – Trainer: Juraj Faith (Headcoach) und Simon Danner (Assistent).
Strafminuten: Regensburg 12 – Freiburg 10.
Zuschauer: 4619 (Donau-Arena Regensburg).
Schiedsrichter: Lukas Voit und Andreas Gawlik (beide Hauptschiedsrichter) sowie Alexander Pletzer und Christopher Reitz (beide Linesperson).
1. Drittel:
1:0 (2. Minute) Constantin Ontl (Pierre Preto, Samuel Payeur);
1:1 (14.) Fabian Ilestedt (Lynden McCallum, David Trinkberger);
2. Drittel:
1:2 (26.) Lynden McCallum (Fabian Ilestedt, Christian Kretschmann);
1:3 (30./PP1) Shawn O’Donnell (Christian Kretschmann, Sameli Ventelä);
2:3 (30.) David Morley (Guillaume Naud, Corey Trivino);
3. Drittel:
3:3 (42./PP1) Alexander Berardinelli (Jakob Weber, David Morley);
4:3 (49.) Jeremy Bracco (Kevin Slezak);
4:4 (59./EA) Travis Ewanyk (Lynden McCallum, Lukas Mühlbauer);
Overtime:
4:5 (64./PP1/GWG) Fabian Ilestedt (Lynden McCallum, Sameli Ventelä).
Neuer Tabellenplatz: Regensburg 6. Platz (76 Zähler aus 49 Partien/vorher 6.) – Freiburg 11. Rang (59 Punkte aus 49 Spielen/zuvor 11.).
Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Fotoschmiede MCB und Andreas Nickl

