RECAP: NIEDERLAGE IN HALBFINALSPIEL EINS - EISBÄREN VERLIEREN 3:6 IN KREFELD

Veröffentlicht am
2.4.26

Comeback reicht Regensburg gegen starke Pinguine nicht

Nach einer fast zehnstündigen Busfahrts-Odyssee ging es für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt auswärts bei den Krefeld Pinguinen leicht verspätet in das erste Spiel der Play-off-Halbfinalserie gegen die Rheinländer. Trotz aller Widrigkeiten boten die Oberpfälzer anschließend beim großen Favoriten eine starke Leistung und glichen sogar einen frühen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand wieder aus – am Ende gingen sie bei der 3:6-Niederlage (1:2/1:2/1:2) aber dennoch leer aus. Vor 7420 Fans in ihrer Yayla-Arena nutzten die Nordrhein-Westfalen direkt ihr erstes Powerplay zum 1:0 durch Ex-Nationalspieler Philip Gogulla (6. Minute) und legten kurz darauf durch Leonhard Korus das 2:0 nach (9.). Doch noch vor der ersten Pause meldeten sich die Domstädter durch Corey Trivino zurück, der einen Rebound zum 1:2-Anschluss über die Linie drückte (18.). Eine doppelte Überzahl kurz nach Wiederbeginn sorgte dann für den 2:2-Ausgleich durch einen Distanzhammer von Jakob Weber (25.). Mit einem Doppelschlag zogen die Schwarz-Gelben aber anschließend wieder davon: Erst lenkte DEL-2-Hauptrunden-Topscorer Max Newton eine scharfe Hereingabe zum 3:2 in die Maschen (28.), 85 Sekunden später netzte David Černý nach einem Bauerntrick von Heimkapitän Alexander Weiß zum 4:2 ein (29.). Als Gogulla kurz nach Beginn des dritten Drittels das 5:2 folgen ließ (41.), war die Vorentscheidung gefallen. Pierre Preto brachte seine Farben noch einmal auf 3:5 heran (46.), doch mit dem 6:3 durch C. J. Suess (51.) beendete der Altmeister alle Eisbären-Hoffnungen auf ein weiteres Comeback früh. Damit führen die Seidenstädter in der zweiten Play-off-Runde („Best of Seven“) nun mit 1:0 nach Siegen. Weiter geht es mit dem ersten Regensburger Heimspiel der Serie am morgigen Samstag, 4. April, ab 20 Uhr in der Donau-Arena. Letzte Tickets für diese Begegnung gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Zum Auftakt in die zweite Play-off-Runde, dem „Best of Seven“-Halbfinale gegen Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine setzte Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, auswärts auf bewährte Kräfte. So startete Torhüter Jonas Neffin zwischen den Pfosten – Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz, die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Vor 7420 Fans in der Yayla-Arena traten die Oberpfälzer zudem ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer David Morley, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) an.

Nach ausgeglichenem Beginn ließen die Hausherren ihre Klasse in ihrem ersten Überzahlspiel der Begegnung erstmals aufblitzen: Die Strafe gegen die Domstädter lief gerade einmal drei Sekunden, da zappelte der Puck nach KEV-Bullygewinn und anschließender Traumkombination bereits zum 1:0 hinter dem chancenlosen Neffin in den Maschen (6. Minute) – Ex-Nationalspieler Philip Gogulla war der Schütze. Und auch das 2:0 kurz darauf durch Leonhard Korus aus dem Rückraum (9.) war mustergültig herausgespielt. Und dennoch: Obwohl ob einer Vollsperrung auf der Autobahn und zahlreichen weiteren Widrigkeiten bei der Anreise erst reichlich verspätet bei den Nordrhein-Westfahlen angekommen, boten die EBR dem Topfavoriten einen harten Kampf und hielten stark mit. Der Lohn war der 1:2-Anschlusstreffer noch vor der ersten Pause durch Corey Trivino: Der Kanadier hatte nach einem Schuss von Guillaume Naud den Rebound an Heimkeeper Felix Bick vorbeigedrückt (18.).

Doppelte Überzahl bringt den Ausgleich

Und so war im zweiten Durchgang wieder alles offen – erst recht, als sich die Eisbären den Ausgleich erarbeiteten: In doppelter Überzahl lief die Scheibe souverän in den eigenen Reihen und kam über Trivino, Bryce Kindopp und Jeremy Bracco zu Jakob Weber, der mit einem Distanzhammer zum 2:2 einschweißte (25.). In der Folge hatten die Flache-Schützlinge sogar mehrfach die Chance auf die erste Führung, unter anderem erst in Überzahl, dann bei zwei Kontern. Doch direkt im Anschluss an einen dieser Konter rollte ein schneller Gegenzug der Hausherren, an dessen Ende Max Newton, der beste Scorer der DEL-2-Hauptrunde, den Puck nach scharfer Hereingabe zum Krefelder 3:2 ins Tor lenkte (28.). Und die Hausherren legten sofort nach: Nur 85 Sekunden später zappelte die Scheibe schon wieder im Regensburger Netz. Pinguine-Kapitän Alexander Weiß hatte Neffins Tor mit einem schnellen Bauerntrick umkurvt und David Černý in der Gefahrenzone nur noch den Schläger zum 4:2 hingehalten (29.).

Als Gogulla 38 Sekunden nach Beginn des dritten Durchgangs dann das 5:2 folgen ließ (41.), war eine Vorentscheidung gefallen. Hoffnung keimte bei den nimmermüde kämpfenden Oberpfälzern noch einmal durch Pierre Pretos 3:5 auf (46.). Doch diese machte C. J. Suess mit dem 6:3-Endstand zunichte (51.). Weitere Treffer fielen, trotz guter Chancen auf beiden Seiten, nicht mehr.

In der zweiten Play-off-Runde hat der Favorit aus NRW damit nun zum 1:0 vorgelegt. Weiter geht es im Zwei-Tages-Rhythmus – schon am morgigen Samstag, 4. April, steht so ab 20 Uhr das erste Regensburger Heimspiel ab 20 Uhr in der Donau-Arena auf dem Programm, in dem die Rot-Weißen um den Serienausgleich kämpfen werden. Letzte Tickets für diese Begegnung gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg 6:3 (2:1/2:1/2:1)

Donnerstag, 02. April 2026 – Yayla-Arena Krefeld – Beginn: 19:30 Uhr.

Aufstellungen

Krefeld: Felix Bick (60:00 Minuten) und Ole Blumekamp (beide Tor) – Erik Buschmann, Davis Vandane (A/2 Strafminuten), Mick Köhler, Zack Dybowski, Oliver Mebus und Leonhard Korus (alle Abwehr) – Philip Gogulla, Max Newton, Mathew Santos (4), C. J. Suess (2), Jon Matsumoto (A), Daniel Bruch, Alexander Weiß (C), Mark Zengerle, David Černý, Tim Schütz, Adam Payerl und Maximilian Hops (alle Sturm). – Trainer: Thomas Popiesch (Headcoach) sowie Steffen Ziesche (Assistent).
Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen (A), Nick Mähler, Patrick Demetz, Marian Bauer und Jakob Weber (2 Strafminuten/alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino (A), Bryce Kindopp, Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Pierre Preto, Samuel Payeur (2), Matěj Leden, Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Constantin Ontl (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).

Strafminuten: Krefeld 8 – Regensburg 4.

Zuschauer: 7420 (Yayla-Arena Krefeld – ausverkauft).

Schiedsrichter: David Cespiva und Benjamin Hoppe (beide Hauptschiedsrichter) sowie Claus Clemens Behrendt und Jonas Dietrich (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (6. Minute/PP1) Philip Gogulla (Mathew Santos, C. J. Suess);
2:0 (9.) Leonhard Korus (Max Newton, Philip Gogulla);
2:1 (18.) Corey Trivino (Guillaume Naud, Alexander Berardinelli);
2. Drittel:
2:2 (25./PP2) Jakob Weber (Jeremy Bracco, Bryce Kindopp);
3:2 (28.) Max Newton (Oliver Mebus, Mathes Santos);
4:2 (29.) David Černý (Alexander Weiß, Leonhard Korus);
3. Drittel:
5:2 (41.) Philip Gogulla (Davis Vandane, Mathew Santos);
5:3 (46.) Pierre Preto (Matěj Leden, Samuel Payeur);
6:3 (51.) C. J. Suess (Davis Vandane, Daniel Bruch).

Serienstand: Krefeld 1 – Regensburg 0 (2. Runde Play-offs – Halbfinale – „Best of Seven“).

Alle Termine der Serie

Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg (2. Runde Play-offs – Halbfinale – „Best of Seven”)

Spiel 1: Donnerstag, 02. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld:
6:3 (2:1/2:1/2:1) – Serienstand: Krefeld 1 – Regensburg 0;
Spiel 2: Samstag, 04. April, 20 Uhr - Donau-Arena Regensburg;
Spiel 3: Montag, 06. April, 17 Uhr – Yayla-Arena Krefeld;
Spiel 4: Mittwoch, 08. April, 20 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 5 (falls nötig): Freitag, 10. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld;
Spiel 6 (falls nötig): Sonntag, 12. April, 17 Uhr – Donau-Arena Regensburg;
Spiel 7 (falls nötig): Dienstag, 14. April, 19:30 Uhr – Yayla-Arena Krefeld.

Alle Serien

Play-offs

Pre-Play-offs („Best of Three)

Lausitzer Füchse Weißwasser – Eispiraten Crimmitschau (Serienstand 2:0 – Weißwasser weiter)
EV Landshut – Düsseldorfer EG (Serienstand 2:0 – Landshut weiter)

Viertelfinale („Best of Seven“)

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (Serienstand 2:4 – Regensburg weiter)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (Serienstand 3:3)
Krefeld Pinguine – EV Landshut (Serienstand 4:0 – Krefeld weiter)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse Weißwasser (Serienstand 4:2 – Kassel weiter)

Halbfinale („Best of Seven“)

Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg (Serienstand 1:0)
EC Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (Serienstand 0:1)

Play-downs

Erste Runde

Wölfe EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren (Serienstand 3:0 – Freiburg benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – Freiburg mit dem Klassenerhalt)
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim (Serienstand 0:4 – „Best of Seven” – Bad Nauheim mit dem Klassenerhalt)

Zweite Runde

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren (Serienstand 2:2 – Weiden benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier)

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Christoph Jürgens

Die Nachberichte werden präsentiert von Sam Kullman's Grill und Diner in Regensburg!

Foto: Christoph Jürgens

Die Eisbären Regensburg um Play-off-Topscorer Bryce Kindopp (rechts, in Weiß) haben Spiel eins der Halbfinalserie gegen die Krefeld Pinguine (links im Bild Torhüter Felix Bick, mittig Verteidiger Erik Buschmann, beide in Schwarz) auswärts mit 3:6 verloren.
Foto: Christoph Jürgens