RECAP: NIEDERLAGE BEIM SCHLUSSLICHT – EISBÄREN VERLIEREN 3:7 GEGEN ESVK

Veröffentlicht am
22.2.26

Drei schnelle Gegentreffer im Mitteldrittel bringen Regensburg in Kaufbeuren auf Verliererstraße

Am Ende zu deutlich fiel die 3:7-Niederlage (1:1/0:4/2:2) des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg auswärts beim ESV Kaufbeuren aus. Doch nach einem zweiten Drittel, in dem die Gäste vor 2260 Fans in der Energie-Schwaben-Arena wenig Zugriff aufs Spiel fanden und sich so insgesamt vier Gegentore, davon drei binnen nur zwei Minuten, einfingen, ging es letztlich ohne Punkte auf die Heimreise in die Domstadt. Ohne den pausierenden Stammtorhüter Jonas Neffin angetreten, für ihn startete Konrad Fiedler, fehlten den EBR auch ihr Kapitän Nikola Gajovský kurzfristig kränkelnd sowie die weiteren Angreifer Bryce Kindopp (überzählig), Marks Jirgensons (Einsatz im DNL-Team), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran. Verteidiger Max Merkl rückte daher in die Offensive. Die Rot-Weißen starteten gut, gingen nach sieben Minuten durch Topscorer Corey Trivino in Überzahl mit 1:0 in Führung. Doch ebenfalls im Powerplay antworteten die Ostallgäuer postwendend und glichen durch Nikolaus Heigl kurz darauf zum 1:1 aus (10. Minute). Dieser Zwischenstand hatte bis zur 31. Minute Bestand – mit dem 2:1 des ESVK durch Neuzugang Travis Turnbull (31.) begannen dann aber 119 Sekunden zum Vergessen: Innerhalb kürzester Zeit erhöhten Alec Zawatsky bei angezeigter Strafe gegen die Eisbären auf 3:1 (52.) und Pavels Nikitins anschließend gar auf 4:1 (53.). Als kurz vor der zweiten Pause abermals Turnbull in Überzahl traf (40.) und auf 5:1 stellte, war die Entscheidung gefallen. Im Schlussabschnitt legten die Ostallgäuer durch Max Kislinger (44.) und erneut Heigl (46.) noch zwei Tore und schraubten den Spielstand auf 7:1. Den Schützlingen von EBR-Coach Peter Flache gelangen anschließend noch zwei Ehrentreffer durch Donát Péter (55.) und Samuel Payeur (56.). Am Ende hatten die Oberpfälzer zwar insgesamt ein Chancenplus zu verzeichnen, gingen aber leer aus. Ihr nächstes Heimspiel bestreiten sie am kommenden Freitag, 27. Februar, ab 20 Uhr in der Donau-Arena gegen die Wölfe des EHC Freiburg. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Mit im Vergleich zum 4:3-Derby-Heimsieg nach Penaltyschießen über Weiden zwei Tage zuvor leicht verändertem Kader ging Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg in sein Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren. So erhielt Stammkeeper Jonas Neffin eine Pause, für ihn rückte vor 2260 Fans in der Energie-Schwaben-Arena Konrad Fiedler zwischen die Pfosten – Cole Danielsmeier war der Ersatzgoalie. Verteidiger Max Merkl rückte derweil in den Sturm, wo Kapitän Nikola Gajovský kurzfristig krank passen musste. Ferner fehlten die Angreifer Bryce Kindopp (überzählig), Marks Jirgensons (Tor beim 2:1-Heimsieg der DNL-Mannschaft über Tölz), Lukas Krieger (verletzt) und Noel Saffran.

Die Domstädter kamen gut ins Spiel und hatten früh ein Übergewicht. Bereits nach 30 Sekunden traf der freigespielte Sean Giles so aus dem Slot nur das Aluminium. Mehr Glück hatte einige gute Chancen später Corey Trivino in Überzahl: Dem Topscorer prallte ein abgeblockter Distanzschuss von Jakob Weber genau vor die Füße und er überwand Heimkeeper Cody Porter zum frühen 1:0 für Regensburg (7. Minute). Doch die Antwort des Tabellenschlusslichts, das am Freitag bereits Topteam Kassel deutlich geschlagen hatte (6:2), folgte prompt: Im Powerplay erzeugten sie viel Druck auf das Tor von Fiedler – ein scharfer Schlenzer von Travis Turnbull landete über Umwege dann direkt auf dem Schlägerblatt von Nikolaus Heigl, der sofort zum 1:1-Ausgleich abzog (10.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Eisbären zahlreiche, teils beste Möglichkeiten liegen ließen: So fand etwa Trivino mit einem Onetimer seinen Meister im starken Porter (11.), wenig später scheiterten Alex Berardinelli, Constantin Ontl und Samuel Payeur mit einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden (12.). Aber auch Fiedler bekam einiges zu tun und bewahrte seine Vorderleute mit seinen Paraden vor einem Rückstand.

Zwei Minuten zum Vergessen

Im zweiten Durchgang sollte ihm das aber schon bald nicht mehr gelingen. Zwar hatte Regensburg zunächst in Überzahl noch Pech, dass diverse brandgefährliche Abschlüsse nicht zu abermaligen eigenen Führung reichten (ab 24.) – mehrfach trudelte der Puck sogar auf der Torlinie neben oder hinter Porter, überquerte diese aber nie. Doch vom Powerplay abgesehen wirkten die Ostallgäuer nun aktiver und wacher. Einen Unterzahl-Konter hätte Vadim Schreiner beinahe bereits zum 2:1 für Kaufbeuren genutzt (26.), doch Fiedler war auf dem Posten. Kaufbeurens hochkarätiger und erfahrener Neuzugang Travis Turnbull scheiterte anschließend ebenfalls am EBR-Goalie (29.). Doch wenig später war Turnbull dann doch erfolgreich: Er schaltete nach einem Missverständnis in der Eisbären-Hintermannschaft am schnellsten, schnappte sich den freiliegenden Puck, nutzte die kurzzeitige Verwirrung seiner Gegner und netzte zum 2:1 ein (31.). Für die Gäste war dies der Startschuss in 119 Sekunden zum Vergessen, die die Vorentscheidung brachten. Denn nur 72 Sekunden später tauchte ESVK-Angreifer Alec Zawatsky völlig frei vor Fiedler auf, scheiterte mit dem ersten, verwandelte aber den zweiten Abschluss zum 3:1 (32.). Und wiederum nur 47 Sekunden darauf nutzte Pavels Nikitins eine vergleichbare Situation gar zum 4:1 für die Buron Joker: Auch er tauchte unbedrängt vor Fiedler auf und schob letztlich ein (33.). Die Domstädter kamen in der Folge ihrerseits wieder zu besseren Chancen, insbesondere abermals in Überzahl. Doch den nächsten Treffer markierten abermals die Hausherren – und wieder war es der überragende Turnbull, der kurz vor der zweiten Pause mit seinem 5:1 endgültig den Sack zumachte – im Powerplay kam er völlig unbedrängt im Slot zum Abschluss (40.).

Auch nach Wiederbeginn hatten die Eisbären schnell erste gute Einschussmöglichkeiten. Aber wieder netzten die Kaufbeurer stattdessen ein. Max Kislinger vollendete eine schöne Kombination zum 6:1 (44.). Als kurz darauf dann Heigl gar auf 7:1 stellte (46.), drohte den EBR ihre deutlichste Niederlage der bisherigen Saison. Diese wollten das Ergebnis aber unbedingt noch etwas erträglicher gestalten – zwar vergaben zunächst Berardinelli, Ontl und Payeur (48.) sowie David Morley (50.) noch gute Chancen, doch eine Direktabnahme von Donát Péter verkürzte dann doch noch auf 2:7 (55.). Den 3:7-Endstand besorgte schließlich Payeur, der einen wuchtigen Distanzschuss von Jakob Weber unhaltbar an Porter vorbei abfälschte (56.).

Trotz der Niederlage blieben die Oberpfälzer Sechste in der DEL-2-Tabelle (75 Punkte), Kaufbeuren (jetzt 40) kann den 14. und letzten Platz ohnehin auch rechnerisch nicht mehr verlassen. Für die Eisbären geht es mit einem wichtigen Heimspiel weiter: Am kommenden Freitag, 27. Februar, empfangen sie ab 20 Uhr die Wölfe des EHC Freiburg in der Donau-Arena. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

ESV Kaufbeuren – Eisbären Regensburg 7:3 (1:1/4:0/2:2)

Freitag, 22. Februar 2026 – Energie-Schwaben-Arena – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen

Kaufbeuren: Cody Porter (60:00 Minuten), Daniel Fießinger und Rihards Babulis (alle Tor) – JonnyTychonik, Paul Mayer, Nicolas Appendino (A), Bernhard Ebner (C), John Rogl und Fabian Koziol (alle Abwehr) – Brent Raedeke, Tyson McLellan (2 Strafminuten), Travis Turnbull, Alec Zawatsky, Nikolaus Heigl, Vadim Schreiner, Florian Reinwald, Maximilian Hadraschek (2), Pavels Nikitins (2), Jonas Fischer, Maximilian Kislinger und Vincent Schlenker (2/alle Sturm). – Trainer: Leif Carlsson (Headcoach) sowie Sebastian Osterloh (Assistent).
Regensburg:
Konrad Fiedler (60:00 Minuten) und Cole Danielsmeier (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen (A), Nick Mähler, Patrick Demetz (2 Strafminuten), Marian Bauer und Jakob Weber (alle Abwehr) – Pierre Preto, Corey Trivino (C), David Morley, Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Alexander Berardinelli, Samuel Payeur, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran (2), Yuma Grimm (2) und Maximilian Merkl (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).

Strafminuten: Kaufbeuren 8 – Regensburg 6 (+ Tor für Kaufbeuren bei angezeigter Strafe gegen die EBR).

Zuschauer: 2260 (Energie-Schwaben-Arena Kaufbeuren).

Schiedsrichter: Aleksander Polaczek und Jeroen Klijberg (beide Hauptschiedsrichter) sowie Simon Hintermeier und Yannik Koziol (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
0:1 (7. Minute/PP1) Corey Trivino (Jakob Weber, Alexander Berardinelli);
1:1 (10./PP1) Nikolaus Heigl (Travis Turnbull, Jonny Tychonik);
2. Drittel:
2:1 (31.) Travis Turnbull (Brent Raedeke);
3:1 (32.) Alec Zawatsky (Vadim Schreiner, Nikolaus Heigl);
4:1 (33.) Pavels Nikitins (Nicolas Appendino, Jonas Fischer);
5:1 (40./PP1) Travis Turnbbull (Nikolaus Heigl, Jonny Tychonik);
3. Drittel:
6:1 (44.) Maximilian Kislinger (Maximilian Hadraschek, Travis Turnbull);
7:1 (46.) Nikolaus Heigl (Rio Kaiser, Vadim Schreiner);
7:2 (55.) Donát Péter (Jeremy Bracco, Pascal Zerressen);
7:3 (56.) Samuel Payeur (Jakob Weber, Constantin Ontl).

Neuer Tabellenplatz: Kaufbeuren 14. Rang (40 Punkte aus 48 Spielen/zuvor 14.) – Regensburg 6. Platz (75 Zähler aus 48 Partien/vorher 6.).

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Fotoschmiede MCB

Foto: Fotoschmiede MCB

Trotz der frühen 1:0 Führung durch Topscorer (und an diesem Abend in Vertretung des erkrankten Nikola Gajovský auch Kapitän) Corey Trivino (rechts im Bild, weißes Trikot) und eines Chancenplus am Ende, haben die Eisbären Regensburg auswärts beim ESV Kaufbeuren (rote Trikots) jetzt mit 3:7 verloren.
Foto: Fotoschmiede MCB