RECAP: HALBFINALEINZUG PERFEKT - EISBÄREN ELIMINIEREN ROSENHEIM MIT 2:1-HEIMSIEG NACH VERLÄNGERUNG

Veröffentlicht am
29.3.26

Regensburg entscheidet dramatische Play-off-Serie gegen Starbulls für sich

Nächste Station: Halbfinale! Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg hat das sechste Spiel der Play-off-Viertelfinalserie („Best of Seven“) gegen die Starbulls Rosenheim jetzt vor eigenem Publikum mit 2:1 nach Verlängerung (1:1/0:0/0:0/1:0) gewonnen und damit den vierten Sieg gegen die Oberbayern eingefahren und die zweite Runde erreicht. In der mit 4701 Fans beinahe ausverkauften Donau-Arena gingen die Oberpfälzer nach elf Minuten durch Sam Payeur in Überzahl 1:0 in Führung, mussten kurz darauf aber den 1:1-Ausgleich schlucken, als Johannes Achatz einen Abpraller für die Gäste einnetzte (13. Minute). In einer spannenden und umkämpften Partie auf Messers Schneide hatten beide Teams zahlreiche Chancen, doch in der Regulären Spielzeit fielen anschließend keine Treffer mehr. In der fälligen Overtime entschied dann Stürmer Bryce Kindopp einmal mehr das Derby: In doppelter Überzahl versenkte er eine Direktabnahme in den Maschen (67.) und schoss seine Farben damit in die Vorschlussrunde. Es war bereits der dritte Siegtreffer des Kanadiers in lediglich vier Play-off-Einsätzen gegen die SBR – davon zwei in Verlängerung. Nun treffen die Donaustädter auf Hauptrundenmeister Krefeld Pinguine. Los geht es am kommenden Donnerstag, 2. April, ab 19:30 Uhr auswärts in der Yayla-Arena der Rheinländer, am Samstag, 4. April folgt dann das erste Heimspiel der Serie ab 20 Uhr in der Donau-Arena. Tickets für diese Begegnung gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Peter Flache, Trainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, setzte im sechsten Spiel der „Best of Seven“-Viertelfinalserie gegen Derby-Rivale Starbulls Rosenheim auf einen ähnlichen Kader wie zuletzt: Mit Torhüter Jonas Neffin von Beginn an zwischen den Pfosten sollte der erste Matchpuck in der ersten Play-off-Runde direkt genutzt werden – Konrad Fiedler nahm als Backup auf der Bank Platz – die jungen Cole Danielsmeier und Jonathan Peper standen nicht im Kader. Vor 4701 Fans in der beinahe ausverkauften Donau-Arena traten die Oberpfälzer zudem ohne Verteidiger Max Merkl sowie die Stürmer David Morley, Yuma Grimm, Marks Jirgensons, Lukas Krieger (alle überzählig) und Noel Saffran (in der Endrunde nicht spielberechtigt) an. Für Merkl und Grimm, die im fünften Duell noch ins Line-up gerutscht waren, kehrten die Offensivkräfte Aleandro Angaran (nach abgesessener Sperre) und Pierre Preto (nach auskurierter Blessur) ins Aufgebot zurück.

Abermals begann die Begegnung rasant mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Die EBR überstanden zunächst eine längere doppelte Unterzahl, ehe sich die Gäste einige Strafen einhandelten und das Heimteam im Powerplay Selbstvertrauen tankte. Am Ende einer schnellen Stafette stand dann der formstarke Sam Payeur goldrichtig vor dem Tor von Starbulls-Keeper Oskar Autio: Er wurde angeschossen und der Puck prallte von ihm ins Netz ab – 1:0 für Regensburg (11. Minute). Doch der Jubel in der Donau-Arena verklang recht schnell wieder, antworteten die SBR doch nur 117 Sekunden später mit dem etwas glücklichen 1:1-Ausgleich (13.): Johannes Achatz war ein abgeblockter Rosenheimer Schuss genau auf die Kelle gefallen und der junge Stürmer schon gedankenschnell ein.

Regensburg hatte die Partie zwar weitgehend im Griff und auch leichte Vorteile, doch die Gäste waren stets gefährlich. Mit starken Leistungen verhinderten Neffin hüben und Autio drüben aber selbst bei besten Chancen weitere Treffer. Bis zum Ende der Regulären Spielzeit blieb es nach den zwei schnellen Toren daher beim Unentschieden – es ging in die Overtime.

Kindopp mit drittem Siegtreffer der Serie

Auch in dieser gaben die Eisbären eigentlich den Ton an – hatten bei einer hochkarätigen Möglichkeit von SBR-Angreifer Ville Järveläinen aber auch Glück, dass dieser seinen Meister im überragend reagierenden Neffin fand. Als dann gleich zwei Rosenheimer zeitgleich die Strafbank hüten mussten, fingen die Rot-Weißen einen Konterversuch von Gäste-Topscorer Scott Feser ab und nutzten den Platz auf dem Eis zu einer starken Kombination, an deren Ende Bryce Kindopp per Onetimer zum umjubelten Siegtreffer einschoss und die packende und hochspannende Serie auf Augenhöhe damit zugunsten seiner Farben beendete (67.).

Es war bereits das dritte Mal, dass Kindopp in der ersten Play-off-Runde gegen die Grün-Weißen den entscheidenden Treffer markierte – und das in nur vier Einsätzen, hatte er in den ersten beiden Begegnungen des Viertelfinals noch pausiert. Mit neun Scorerpunkten (sechs Tore und drei Vorlagen) ist der Kanadier nun unangefochtener Topscorer im EBR-Team. Dieses trifft nun im Halbfinale auf das Topteam der Krefeld Pinguine, das nicht nur souveräner Hauptrundenmeister wurde, sondern anschließend In vier Spielen sweepten sie die Niederbayern, holten also vier Siege und eliminierten den EVL – mit einem schier unglaublichen Torverhältnis von 28:11. Los geht es am kommenden Donnerstag, 2. April, mit Spiel eins in der Yayla-Arena der Rheinländer (Puckdrop 19:30 Uhr). Anschließend empfangen die Eisbären die Schwarz-Gelben dann am Samstag, 4. April, ab 20 Uhr in der Donau-Arena zum zweiten Aufeinandertreffen. Der Vorverkauf für diese Begegnung läuft bereits. Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 2:1 n. V. (1:1/0:0/0:0/1:0)

Mittwoch, 29. März 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 17 Uhr.

Aufstellungen

Regensburg: Jonas Neffin (66:19 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen (2 Strafminuten), Nick Mähler, Patrick Demetz (6), Marian Bauer und Jakob Weber (alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino, Bryce Kindopp (4), Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Pierre Preto (A), Samuel Payeur (5), Matěj Leden (2), Aleandro Angaran, Nikola Gajovský (C) und Constantin Ontl (A/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Rosenheim: Oskar Autio (66:19 Minuten) und Christopher Kolarz (beide Tor) – Shane Hanna, Joel Keussen (6 Strafminuten), Maximilian Adam (2), Maximilian Vollmayer (2), Leon Van der Linde (2), Dominik Tiffels und Tobias Beck (alle Abwehr) – Lukas Laub (A/2), C. J. Stretch (C/2), Ville Järveläinen, Charlie Sarault (A), Lewis Zerter-Gossage, Scott Feser (9), Fabian Dietz, Luigi Calce (2), Jordan Taupert, Sebastain Zwickl, Dominik Kolb, Johannes Achatz (alle Sturm). – Trainer: Jari Pasanen (Headcoach) sowie Jamie Bartman (Assistent).

Strafminuten: Regensburg 19 – Rosenheim 27.

Zuschauer: 4701 (Donau-Arena Regensburg).

Schiedsrichter: Zsombor Pálkövi und Bastian Steingross (beide Hauptschiedsrichter) sowie Alexander Pletzer und Roland Steinbach (beide Linesperson).

Tore

1. Drittel:
1:0 (11. Minute/PP1) Samuel Payeur (Donát Péter, Kevin Slezak);
1:1 (13.) Johannes Achatz (Dominik Kolb, Dominik Tiffels);
2. Drittel:

3. Drittel:

1. Overtime:
2:1 (67./PP2/SWG) Bryce Kindopp (Alexander Berardinelli, Jeremy Bracco).

Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 4 (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven“ – Regensburg weiter).

Die Termine der Serie

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (1. Runde Play-offs – Viertelfinale – „Best of Seven)

Spiel 1: Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
2:3 (1:1/1:1/0:1) – Serienstand: Rosenheim 0 – Regensburg 1;
Spiel 2: Freitag, 20. März, 20 Uhr - Donau-Arena Regensburg:
1:5 /1:3/0:0/0:2) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 1;
Spiel 3: Sonntag, 22. April, 17 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
5:6 n. V. (2:0/1:3/2:2/0:0/0:0/0:0/0:1) – Serienstand: Rosenheim 1 – Regensburg 2;
Spiel 4: Mittwoch, 25. März, 20 Uhr – Donau-Arena Regensburg:
4:7 (1:0/1:4/2:3) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 4;
Spiel 5: Freitag, 27. März, 19:30 Uhr – Rofa-Stadion Rosenheim:
5:6 (2:2/2:2/1:2) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 3;
Spiel 6: Sonntag, 29. März, 17 Uhr – Donau-Arena Regensburg:
2:1 n. V. (1:1/0:0/0:0/1:0) – Serienstand: Rosenheim 2 – Regensburg 4;
Spiel 7 entfällt damit.

Alle Serien

Play-offs

Pre-Play-offs („Best of Three)

Lausitzer Füchse Weißwasser – Eispiraten Crimmitschau (Serienstand 2:0 – Weißwasser weiter)
EV Landshut – Düsseldorfer EG (Serienstand 2:0 – Landshut weiter)

Viertelfinale („Best of Seven“)

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg (Serienstand 2:4 – Regensburg weiter)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (Serienstand 3:3)
Krefeld Pinguine – EV Landshut (Serienstand 4:0 – Krefeld weiter)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse Weißwasser (Serienstand 4:2 – Kassel weiter)

Play-downs

Erste Runde

Wölfe EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren (Serienstand 3:0 – Freiburg benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier – Freiburg mit dem Klassenerhalt)
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim (Serienstand 0:4 – „Best of Seven” – Bad Nauheim mit dem Klassenerhalt)

Zweite Runde

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren (Serienstand 2:0 – Weiden benötigt drei Siege, Kaufbeuren vier)

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier

Jubel nach dem zwischenzeitlichen 1:0: Sam Payeur (rechts) und Sturmpartner Constantin Ontl (links) feierten die frühe Führung ihrer Eisbären in Viertelfinalspiel sechs zuhause gegen die Starbulls Rosenheim ausgelassen - am Ende blieb es aber bis in die Verlängerung spannend. In dieser setzten sich die Domstädter durch und siegten 2:1. Damit zogen sie ins Halbfinale ein.
Foto: Melanie Feldmeier

Großer Jubel beim Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg: Die Oberpfälzer haben ihr Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen und damit den vierten Sieg im Play-off-Viertelfinale gegen die Oberbayern eingefahren. Nun stehen die Domstädter im Halbfinale und treffen dort auf Hauptrundenmeister Krefeld.
Foto: Melanie Feldmeier