
Nächster souveräner Auftritt des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg: Im Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim haben die Oberpfälzer jetzt einen nie gefährdeten 6:2-Sieg (3:0/3:2/0:0) gefeiert. Vor 3532 Fans in der Donau-Arena gelang den Hausherren, die ohne Verteidiger Nick Mähler (angeschlagen) sowie die Stürmer Kevin Slezak (krank), Bryce Kindopp, Marks Jirgensons (beide überzählig) und Lukas Krieger (verletzt) antraten, ein Blitzstart. Nach nur 25 Sekunden nutzte Angreifer Pierre Preto bereits einen Alleingang zur frühen 1:0-Führung (1. Minute). Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da erhöhte Defensivspezialist Sean Giles mit seinem ersten Saisontor bereits auf 2:0 (5.). Noch vor der ersten Pause ließ Offensivmann Jeremy Bracco das 3:0 folgen (18.). Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Jubilar Jakob Weber im Vier-gegen-drei-Powerplay auf 4:0 (22.). Der 30-jährige, spielstarke Abwehrspieler feierte an diesem Abend seinen 407. Einsatz für seinen Heimatklub – damit rückte er in der Allzeit-Rangliste der meisten Spiele in der Regensburger Eishockey-Geschichte auf Rang zehn vor. Spätestens mit dem 5:0 durch David Morley (26.) war die Entscheidung gefallen, Sturmkollege Alexander Berardinelli ließ kurz darauf das 6:0 folgen (30.). In der Folge nahmen die Domstädter etwas den Fuß vom Gas, die Gäste aus Hessen kamen durch Treffer von Sebastian Bengtsson (35.) und in Überzahl Topscorer Justin MacPherson (40.) vor dem zweiten Seitenwechsel noch auf 2:6 heran. Das dritte Drittel blieb dann aber torlos. Mit dem Sieg verteidigten die Schützlinge von Eisbären-Trainer Peter Flache ihren starken fünften Platz in der DEL-2-Tabelle und schraubten ihr Punktekonto auf nun 70. Bad Nauheim hielt trotz Niederlage Rang zwölf (51 Zähler). Weiter geht es für die EBR direkt mit dem nächsten Duell vor eigenem Publikum: Am kommenden Freitag, 13. Februar, veranstaltet der Klub seine große „Retro-Night“ mit Sondertrikots und vielen Aktionen rund um das Heimspielgegen die Eispiraten Crimmitschau ab 20 Uhr in der Donau-Arena. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Torschütze und Jubilar Jakob Weber gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
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Für das wichtige Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim kehrte bei Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg Stürmer Yuma Grimm nach auskurierter Krankheit zurück in den Kader. Verzichten musste EBR-Trainer Peter Flache indes weiterhin auf den angeschlagenen Nick Mähler in der Defensive sowie auf den erkrankten Kevin Slezak im Angriff. Darüber hinaus kamen die Offensivkräfte Bryce Kindopp, Marks Jirgensons (beide überzählig) und Lukas Krieger (verletzt) nicht zum Einsatz. Im Tor startete Jonas Neffin – Konrad Fiedler war sein Backup und Talent Cole Danielsmeier stand nicht im Kader. Ein besonderes Jubiläum feierte indes Offensivverteidiger Jakob Weber: Der 30-jährige gebürtige Regensburger stand gegen die Hessen zum insgesamt 407. Mal für seinen Heimatklub auf dem Eis – damit rückte er in der Rangliste der meisten Einsätze in der Regensburger Eishockey-Geschichte auf Platz zehn vor.
Viele der 3532 Fans hatten ihre Plätze in der Donau-Arena wohl noch gar nicht richtig eingenommen, da legten die Hausherren bereits zum 1:0 vor: Ein weiter Pass von Topscorer Trivino genau in die Schnittstelle der Abwehr schickte Pierre Preto allein Richtung Gäste-Keeper Jerry Kuhn und der Angreifer tunnelte den hessischen Routinier nach nur 25 gespielten Sekunden zum 1:0 für Regensburg (1. Minute). Es war zugleich der Startschuss für ein munteres Scheibenschießen – allerdings nur auf ein Tor. Denn obwohl das Team aus der Wetterau eigentlich gut mithielt und auch selbst Akzente setzte, spielten sich die Eisbären in einen regelrechten Rausch. Das 2:0 folgte prompt: Nach starkem Pass von Jeremy Bracco tauchte Abwehrspieler Sean Giles frei im Slot vor Kuhn auf und schoss zu seinem ersten Saisontreffer ein (5.). In zahlreichen weiteren Situationen rettete Kuhn seine Farben vor einem noch deutlicheren Rückstand, auf der Gegenseite fand der ECN kein Mittel gegen die stabile Heimdefensive und vor allem den erneut starken Neffin.
Noch vor der ersten Pause sorgte Bracco dann selbst für die frühe Vorentscheidung: Von Donát Péter stark in Szene gesetzt, überwand der Kuhn zum 3:0 (18.). Und auch nach Wiederbeginn präsentierten sich die Domstädter weiter in Torlaune. Bei einer Vier-gegen-drei-Überzahl nutzte Jubilar Weber den Platz auf dem Eis zu einem Distanzschuss-Hammer unter die Latte zum 4:0 (22.). Wenig später scheiterte (unter anderem) Péter gleich zwei Mal binnen kürzester Zeit per Onetimer im Powerplay am toll reagierenden Kuhn (23.). Doch kurz darauf musste er dennoch ein fünftes Mal hinter sich greifen: Nach einem Wechselfehler seiner Vorderleute tauchte David Morley alleine vor ihm auf, verlud ihn und netzte zum 5:0 ein (26.). Dieser Gegentreffer beendete Kuhns Arbeitstag – er räumte seinen Platz für Ersatzmann Finn Becker. Dessen Einstand gelang, parierte er bereits nach wenigen Sekunden eine weitere Großchance der Oberpfälzer und entschärfte auch eine Direktabnahme von Yuma Grimm souverän (28.). Doch auch Becker wurde nach kurzer Zeit bereits überwunden: Alex Berardinelli nutzte einen Fehler in der gegnerischen Abwehr und drosch den Puck eiskalt neben den rechten Pfosten. Nach nicht einmal 30 gespielten Minuten stand es so bereits 6:0 für die EBR.
Doch diese nahmen anschließend etwas den Fuß vom Gas. Durch Treffer von Sebastian Bengtsson (35.) und Topscorer Justin MacPherson (40. im Powerplay) verkürzten die zuvor (angesichts des deutlichen Zwischenstandes deutlich unter Wert geschlagenen) Wetterauer in der Folge dadurch noch vor dem zweiten Seitenwechsel auf 2:6. Im dritten Drittel neutralisierten sich beide Teams dann weitgehend – die entstehenden Torchancen entschärften Neffin und Becker tadellos.
Es blieb also beim nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg der Oberpfälzer, die damit Rang fünf in der DEL-2-Tabelle (jetzt 70 Punkte) – der EC Bad Nauheim blieb trotz Niederlage unverändert auf Platz zwölf (51). Weiter geht es für die EBR direkt mit dem nächsten Duell vor eigenem Publikum: Am kommenden Freitag, 13. Februar, veranstaltet der Klub seine große „Retro-Night“ mit Sondertrikots und vielen Aktionen rund um das Heimspielgegen die Eispiraten Crimmitschau ab 20 Uhr in der Donau-Arena. Tickets gibt es unter www.ebr.live.
Dienstag, 10. Januar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 20 Uhr.
Regensburg: Jonas Neffin (60:00 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles (2 Strafminuten), Guillaume Naud, Pascal Zerressen, Patrick Demetz, Jakob Weber, Marian Bauer und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – Pierre Preto (A), Corey Trivino, David Morley (2), Alexander Berardinelli, Donát Péter, Jeremy Bracco, Nikola Gajovský (C), Samuel Payeur, Constantin Ontl (A), Aleandro Angaran (2), Noel Saffran und Yuma Grimm (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Bad Nauheim: Gerald Kuhn (25:48 Minuten) und Finn Becker (34:12/beide Tor) – Justin MacPherson, Garrett Pruden, Marius Erk (A/2 Strafminuten), Christopher Fischer, Simon Gnyp (2) und Tjark Kölsch (alle Abwehr) – Lukas Ribarik, Davis Koch, Jordan Hickmott (A), Sebastian Bengtsson (2), Marc El-Sayed (C), Parker Bowles, Zach Kaiser, Andrej Bíreš, Justin Volek, Raphael Jakovlev und Philipp Kuhnekath (alle Sturm). – Trainer: Antti Karhula (Headcoach) und Mate Arany (Assistent).
Strafminuten: Regensburg 6 – Bad Nauheim 6.
Zuschauer: 3532 (Donau-Arena Regensburg).
Schiedsrichter: Michael Klein und Marius Wölzmüller (beide Hauptschiedsrichter) sowie Alexander Pletzer und Yannick Müller-Osten (beide Linesperson).
1. Drittel:
1:0 (1. Minute) Pierre Preto (Corey Trivino, Guillaume Naud);
2:0 (5.) Sean Giles (Jeremy Bracco, Donát Péter);
3:0 (18.) Jeremy Bracco (Donát Péter, Alexander Berardinelli);
2. Drittel:
4:0 (22./PP1) Jakob Weber (Jeremy Bracco, Corey Trivino);
5:0 (26.) David Morley (Pierre Preto, Corey Trivino);
6:0 (30.) Alexander Berardinelli;
6:1 (35.) Sebastian Bengtsson (Parker Bowles, Marc El-Sayed);
6:2 (40./PP1) Justin MacPherson (Parker Bowles, Davis Koch);
3. Drittel:
–.
Neuer Tabellenplatz: Regensburg 5. Platz (70 Zähler aus 44 Partien/vorher 5.) – Bad Nauheim 12. Rang (51 Punkte aus 43 Spielen/zuvor 12.).
Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Andreas Nickl

