RECAP: NIEDERLAGE NACH FÜHRUNG: REGENSBURG UNTERLIEGT 2:5 IN DÜSSELDORF

Veröffentlicht am
6.2.26

Keine Punkte für die Eisbären trotz couragierten Auftritts bei der DEG

Nach einem Traumstart in die Begegnung inklusive 2:0-Führung hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt sein Auswärtsspiel bei DEL-Absteiger Düsseldorfer EG mit 2:5 (2:2/0:2/0:1) verloren. Trotz eines couragierten Auftritts im Rheinland büßte der Tabellensechste (64 Punkte) aus der Oberpfalz damit etwas seines Vorsprungs gegenüber der DEG ein, die zwar auf Rang acht verblieb, jedoch mit nun 62 Zählern fast zu den Rot-Weißen aufschloss. Ohne Verteidiger Nick Mähler (angeschlagen) sowie die Stürmer Kevin Slezak (krank), Bryce Kindopp, Marks Jirgensons (beide überzählig) und Lukas Krieger (verletzt) gab Eisbären-Trainer Peter Flache im Tor Stammkeeper Jonas Neffin eine wohlverdiente Pause, welcher die weite Reise nicht mit antrat. Stattdessen stand vor 9715 Fans im PSD-Bank-Dome Konrad Fiedler zwischen den Pfosten, Backup war Cole Danielsmeier. Gleich im ersten Powerplay gingen die Gäste durch Alexander Berardinelli mit 1:0 in Führung (3. Minute). Wenig später legte David Morley das 2:0 nach (11.). Doch mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch einen Hammer von Max Balinson fanden die Hausherren zurück ins Spiel. Noch vor der ersten Pause glich Luca Tosto zum 2:2 aus (20.). Im Mitteldrittel legte Düsseldorf durch Simon Thiel erstmals vor (31.) und erhöhte durch Kevin Orendorz‘ Alleingang anschließend gar auf 4:2 (37.). Die Eisbären stemmten sich im Schlussdurchgang gegen die drohende Niederlage, dominierten das Geschehen und erspielten sich zahlreiche Topchancen – doch am starken DEG-Schlussmann Niklas Lunemann war kein Vorbeikommen mehr. Stattdessen traf Ex-Nationalspieler Leon Niederberger für die Gastgeber zum 5:2-Endstand (45.). Flache nahm Fiedler bereits acht Minuten vor dem Ende für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis, aber ein Comeback glückte nicht mehr. Für die Rot-Weißen steht nun das Derby gegen den EV Landshut an. Die Niederbayern gastieren am morgigen Sonntag, 8. Februar, ab 17 Uhr in der Donau-Arena. Die Eisbären haben, im Rahmen einer umfangreichen Mottowoche der gesamten Liga, rund um die Partie den großen Nachhaltigkeitstag ausgerufen – in Zusammenarbeit mit dem neuen „Arena der Träume“-Partner „Interessengemeinschaft Gesunder Boden e. V.“ wird es daher zahlreiche Aktionen geben (alle Informationen gibt es hier).  Bereits jetzt sind die meisten Karten für das Rivalenduell schon weg. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter
https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial

Nachbericht

Da erneut Stürmer Kevin Slezak und Verteidiger Nick Mähler angeschlagen ausfielen, musste Peter Flache, Cheftrainer des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg, seine Aufstellung für das wichtige Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG anpassen. Zwar blieb die Verteidigung unverändert, doch im Sturm gab es auf einigen Positionen Rochaden. Im Angriff reisten neben Slezak auch der überzählige Kontingentspieler Bryce Kindopp, der verletzte Lukas Krieger und U-20-Talent Marks Jirgensons (ebenfalls überzählig) nicht mit nach Nordrhein-Westfalen. Im Tor erhielt Stammkeeper Jonas Neffin eine wohlverdiente Pause, es startete folglich vor 9715 Fans im PSD-Bank-Dome der DEG Konrad Fiedler zwischen den Pfosten, DNL-Goalie Cole Danielsmeier war sein Ersatzmann auf der Bank.

Ein furioser Start – und die Oberpfälzer hatten nach wenigen Minuten bereits zwei Treffer vorgelegt: So drosch direkt im ersten Powerplay erst Alexander Berardinelli den Puck nach einem Abpraller artistisch und technisch anspruchsvoll aus der Luft zum 1:0 für die Gäste in die Maschen (3. Minute), dann fälschte David Morley einen Distanzschuss von Sean Giles unhaltbar für Heimkeeper Niklas Lunemann zum 2:0 ab (11.). Zahlreiche weitere Möglichkeiten hatte der stark aufgelegte Torsteher der Rheinländer zu diesem Zeitpunkt bereits vereitelt – und er ließ auch in den folgenden Minuten einige weitere Paraden folgen. Nach einer umstrittenen Strafe gegen die Eisbären durften dann die Hausherren erstmals in Überzahl ran – und die Domstädter waren schon fast wieder komplett, da hämmerte DEG-Offensivverteidiger Max Balinson die Scheibe von der rechten Seite zum 1:2-Anschluss Düsseldorfs in den Winkel. Fiedler kam sogar noch ran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.

Altmeister mit Ausgleich vor der ersten Pause

Und 52 Sekunden vor der ersten Pause war die eigentlich hochverdiente Führung dann wieder dahin: Nach einem Fehlpass der Eisbären in der eigenen Defensivzone spielte Düsseldorfs Topscorer, der japanische Nationalspieler Yushiroh Hirano, vor Fiedler blitzschnell Luca Tosto an, der nur noch zum 2:2 abzustauben brauchte (20.).

Nach Wiederbeginn hatte dann der Altmeister ein Übergewicht und stellte die Hintermannschaft der Flache-Schützlinge wiederholt vor Probleme. Verhinderte der gut aufgelegte Fiedler den Rückstand zunächst noch mit einigen starken Saves, war er nach 31 Minuten abermals machtlos: Die Defensive hatte im Rückraum Simon Thiel zu viel Platz gelassen, der ein punktgenaues Zuspiel von Leon Niederberger per Direktabnahme zum 3:2 verwandelte. Als die Eisbären kurz darauf abermals in Überzahl agierten, derweil aber die Hausherren zu mehreren Großchancen kamen und einzig Fiedler einen Shorthander der DEG verhinderte, nahm Coach Flache seine Auszeit, um sein Team wieder zu ordnen. Anschließend scheiterten die Donaustädter mehrmals äußerst knapp am Ausgleich – doch nach einer Unachtsamkeit stand es plötzlich 4:2 für die Nordrhein-Westfalen. Kevin Orendorz hatte Fiedler am Ende eines Alleingangs überwunden (37.).

Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in den Schlussabschnitt, in dem sich die EBR mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage stemmten. Sie dominierten das Geschehen und erspielten sich zahlreiche, teils beste Einschussmöglichkeiten – doch Lunemann zeigte immer wieder überragende Paraden. Auf der Gegenseite waren die Rheinländer dann einmal mehr eiskalt: Einen Zwei-auf-eins-Konter spielten Ture Linden und Leon Niederberger exzellent aus, am Ende eines doppelten Doppelpasses, der Fiedler keine Chance ließ, schob Niederberger zum 5:2 ein (45.). Regensburg hatte sich indes dennoch noch nicht aufgegeben, doch an Lunemann war schlicht kein Vorbeikommen mehr. Immer wieder war der Keeper Endstation selbst der besten Eisbären-Chancen. Selbst als Flache sehr früh (acht Minuten vor dem Ende) Fiedler im eigenen Powerplay für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, um auf den dritten Treffer zu drängen, machten die Gäste zwar mächtig Druck, brachten den Puck aber nicht mehr im gegnerischen Tor unter.

So blieb es bei der (ob des couragierten und über weite Strecken mehr als ebenbürtigen Auftritts unglücklichen) Niederlage. Trotz dieser blieben die Regensburger in der DEL-2-Tabelle auf Rang sechs (64 Punkte), Düsseldorf, nach wie vor Achter (jetzt 62) verkürzte den Rückstand auf die Oberpfälzer aber auf nur noch zwei Zähler. Für die Rot-Weißen steht nun das Derby gegen den EV Landshut an. Die Niederbayern gastieren am morgigen Sonntag, 8. Februar, ab 17 Uhr in der Donau-Arena. Die Eisbären haben, im Rahmen einer umfangreichen Mottowoche der gesamten Liga, rund um die Partie den großen Nachhaltigkeitstag ausgerufen – in Zusammenarbeit mit dem neuen „Arena der Träume“-Partner „Interessengemeinschaft Gesunder Boden e. V.“ wird es daher zahlreiche Aktionen geben (alle Informationen gibt es hier).  Bereits jetzt sind die meisten Karten für das Rivalenduell schon weg. Letzte Tickets gibt es unter www.ebr.live.

Statistik

Düsseldorfer EG – Eisbären Regensburg 5:2 (2:2/2:0/1:0)

Freitag, 06. Februar 2026 – PSD-Bank-Dome Düsseldorf – Beginn: 19:30 Uhr.

Aufstellungen

Düsseldorf: Niklas Lunemann (60:00 Minuten) und Sean Paul Kuklok (beide Tor) – Kevin Maginot (A), Sten Fischer, Max Balinson, Kristian Blumenschein, Tariq Hammond und Maximilian Faber (C/alle Abwehr) – Luca Tosto, Erik Bradford (A), Yushiroh Hirano, Kevin Orendorz (2 Strafminuten), Ture Linden, Lucas Lessio (2), Leon Niederberger, Michael Clarke, Simon Thiel (2), Kevin Marx Norén, Joel Hofmann und Marco Münzenberger (2/alle Sturm). – Trainer: Harry Lange (Headcoach) sowie Rob Armstrong (Assistent).
Regensburg: Konrad Fiedler (56:01 Minuten) und Cole Danielsmeier (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen (A), Patrick Demetz, Jakob Weber, Marian Bauer und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – Pierre Preto, Corey Trivino (A), David Morley, Alexander Berardinelli, Samuel Payeur, Jeremy Bracco, Aleandro Angaran, Donát Péter, Yuma Grimm (2 Strafminuten), Nikola Gajovský (C), Noel Saffran und Constantin Ontl (alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).

Strafminuten: Düsseldorf 8 – Regensburg 2.

Zuschauer: 9715 (PSD-Bank-Dome Düsseldorf).

Schiedsrichter: Markus Schütz und Jeroen Klijberg (beide Hauptschiedsrichter) sowie Jonas Dietrich und Wayne Gerth (beide Linesperson).

Tore

1.Drittel:
0:1 (3. Minute/PP1) Alexander Berardinelli (Jakob Weber, Jeremy Bracco);
0:2 (11.) David Morley (Sean Giles, Corey Trivino);
1:2 (15./PP1) Max Balinson (Kristian Blumenschein, Luca Tosto);
2:2 (20.) Luca Tosto (Yushiroh Hirano);
2. Drittel:
3:2 (31.) Simon Thiel (Leon Niederberger, Tariq Hammond);
4:2 (37.) Kevin Orendorz (Maximilian Faber, Tariq Hammond);
3. Drittel:
5:2 (45.) Leon Niederberger (Ture Linden, Yushiroh Hirano).

Neuer Tabellenplatz: Düsseldorf 8. Rang (62 Punkte aus 41 Spielen/zuvor 8.) – Regensburg 6. Platz (64_Zähler aus 42 Partien/vorher 6.).

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos:
Birgit Häfner

Der Recap wird präsentiert von Kullman's Grill & Diner in Regensburg!

Trotz einer starken leistung von Schlussmann Konrad Fiedler (rechts, weißes Trikot) haben die Eisbären Regensburg ihr Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG (links im Bild Angreifer Lucas Lessio, rotes Trikot) mit 2:5 verloren.
Foto: Birgit Häfner

Keine Punkte in Düsseldorf: Die Eisbären Regensburg um Stürmer und Torschütze Alexander Berardinelli (rechts, weißes Trikot) haben ihr Auswärtsspiel beim Altmeister (links im Bild Goalie Niklas Lunemann, rotes Trikot) nach 2:0-Führung mit 2:5 verloren.
Foto: Birgit Häfner