
Zwei Mal geführt – und doch leer ausgegangen: Die beeindruckende Heimserie des Eishockey-Zweitligisten EisbärenRegensburg hat jetzt nach zuvor fünf Siegen in Serie gegen das Spitzenteam derEC Kassel Huskies ihr Ende gefunden. Vor 4501 Fans in der heimischenDonau-Arena unterlagen die Oberpfälzer den Gästen mit 3:6 (1:171:3/1:2),hielten die Begegnung dabei aber lange offen. Ohne den angeschlagenen NickMähler in der Verteidigung sowie die Stürmer Bryce Kindopp (überzählig),Aleandro Angaran (Einsatz für Passau in der Oberliga), Marks Jirgensons (Einsatzfür die Jungeisbären in der DNL) und Lukas Krieger (verletzt) entwickelte sichschnell eine offene Partie. Ex-Husky und Eisbären-Topscorer Corey Trivinobrachte die Hausherren nach sechs Minuten mit 1:0 in Führung, Tristan Keckglich für die Gäste wenig später aus (11. Minute). In seinem zweiten Einsatzfür die Domstädter traf Offensiv-Neuzugang Noel Saffran im zweiten Durchgangerstmals und stellte so auf 2:1 (26.), doch kurz vor Ende des Drittels schlugendie Hessen gleich drei Mal zu: Erst Maciej Rutkowski (36.), dann DominicTurgeon (39.) und letztlich abermals Keck (40.) drehten die Begegnung zu einem4:2 für die Fuldastädter. Nach der zweiten Pause legte Darren Mieszkowski das5:2 für den ECK nach (47.). Yuma Grimm brachte die Rot-Weißen in derSchlussphase noch einmal auf 3:5 heran (59.), doch statt eines Regensburger Comebackssetzten die Schlittenhunde den Schlusspunkt mit dem Empty-Net-Treffer zum 6:3durch Turgeon (60.). Inder DEL-2-Tabelle sind die Oberpfälzer damit nun Sechste (64 Punkte), Kasselblieb Zweiter (86). Weiter geht es für die Schützlinge von Trainer Peter Flachemit dem Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG am kommenden Freitag, 6. Februar.Spielbeginn im PSD-Bank-Dome ist um 19:30 Uhr. Vor eigenem Publikum sind siedann am darauffolgenden Sonntag, 8. Februar, wieder gefordert: Dann steigt dasvierte (und damit letzte) große Derby der Hauptrunde gegen den EV Landshut ab 17Uhr in der Donau-Arena. Die Partie ist der große, Liga-weite Nachhaltigkeitsspieltag. Letzte Tickets für das mit Spannung erwartete Duell gibt es unter www.ebr.live..
Einen Video-Nachbericht inklusive Interview mit Trainer Peter Flache gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären!
Die Pressekonferenz und die Highlights sind auf dem offiziellen Eisbären-YouTube-Kanal zu finden unter https://youtube.com/@eisbaerenregensburgofficial
Die Rückkehr des zuletzt ausgefallenen Stürmers Kevin Slezak blieb im Heimspiel gegen das Spitzenteam der EC Kassel Huskies die einzige Änderung im Kader des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg. Slezak ersetzte Aleandro Angaran (Einsatz für Passau in der Oberliga), darüber hinaus fehlten den Oberpfälzern im Angriff der verletzte Lukas Krieger sowie der überzählige Bryce Kindopp und Marks Jirgensons (Einsatz für die Jungeisbären in der DNL – ein Tor und eine Vorlage bei der 3:4-Auswärtsniederlage nach Verlängerung in Schwenningen), in der Abwehr Talent Nick Mähler (angeschlagen). Vor 4501 Fans in der Donau-Arena hütete abermals Jonas Neffin das Tor, Konrad Fiedler nahm als Ersatz auf der Bank Platz – U-20-Keeper Cole Danielsmeier stand nicht im Kader (ebenfalls beim DNL-Team).
Schnell entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten: Für die Hausherren scheiterten etwa Topscorer Corey Trivino nach nicht einmal einer Minute sowie Constantin Ontl (5. Minute), Donát Péter und abermals Trivino (je 6.) jeweils im Powerplay an Gäste-Keeper Philipp Maurer, auf der Gegenseite wurden ein abgefälschter Distanzschuss (3.) und zwei Alleingänge des schnellen Tristan Keck über die linke Seite (je 5.) gefährlich. Den ersten Treffer markierten dann die Rot-Weißen: Trivino erhielt den Puck im Slot und traf mit einem verdeckten Schuss (6.) zur 1:0-Führung der Regensburger. Doch die Antwort des Favoriten ließ nicht lange auf sich warten: Keck grätschte den Puck bei einer scharfen Hereingabe mit den Beinen über die Linie und schlitterte dabei auch in Neffin, dem folglich keine Abwehrchance blieb (11. Minute). Nach Videobeweis zählte der Treffer, weil der zum Tor ziehende Keck von einem Regensburger Gegenspieler bedrängt worden war. Das unglückliche Gegentor nahm den Eisbären etwas den Wind aus den Segeln – bis zur ersten Pause dominierten in der Folge die Gäste, scheiterten aber immer wieder an Neffin. In der Offensive hatten indes noch der von Yuma Grimm stark freigespielte Pierre Preto (14.) und später der von Jeremy Bracco in Szene gesetzte Samuel Payeur (17.) das 2:1 für die Domstädter auf dem Schläger, Maurer parierte aber beide Male stark (14.).
Trotz eines Übergewichts der Hessen legten im Mitteldrittel die Donaustädter abermals vor: Neuzugang Noel Saffran bekam den Puck im hohen Slot von Maximilian Merkl serviert und fackelte bei seiner Direktabnahme nicht lange – sein Schuss landete direkt neben dem Pfosten zum 2:1 für die Oberpfälzer (26.) in den Maschen. Es war sein erster Treffer im zweiten Einsatz für Regensburg. Die Partie wogte nun hin und her – bis für die Eisbären fünf bittere Minuten anbrachen. Erst vollendete Kassels Maciej Rutkowski einen schnellen Konter der Fuldastädter zum 2:2-Ausgleich (36.), kurz darauf schlug es schon wieder hinter Neffin ein und der fällige Videobeweis fiel abermals zu Ungunsten der Rot-Weißen aus. Kurz vor dem Abschluss von Torschütze Dominic Turgeon war der Regensburger Goalie in seiner Bewegung auf die rechte Seite an einem gegnerischen Stürmer hängen geblieben, der Treffer zählte aber dennoch (39.). Neun Sekunden vor Drittelende markierten die Hessen dann sogar noch das 4:2 – erneut war Keck erfolgreich, der einen Nachschuss über die Linie drückte (40.).
Die Eisbären versuchten zwar, sich im letzten Drittel noch einmal zurückzukämpfen – doch spätestens mit dem 5:2 des ECK durch Darren Mieszkowski, der einen Alleingang stark verwertete, war eine Vorentscheidung gefallen. Zwar brachte Yuma Grimm die Domstädter mit einem sehenswerten Bauerntrick kurz vor Schluss noch einmal auf 3:5 heran (59.). Doch als Neffin seinen Platz für einen zusätzlichen Feldspieler räumte und die Eisbären auf den Anschluss drängten, schob Turgeon zum 6:3-Endstand ins verwaiste Gehäuse ein (60.).
In der DEL-2-Tabelle sind die Oberpfälzer damit nun Sechste (64 Punkte), Kassel blieb Zweiter (86). Weiter geht es für Regensburg mit dem Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG am kommenden Freitag, 6. Februar. Spielbeginn im PSD-Bank-Dome ist um 19:30 Uhr. Vor eigenem Publikum sind die Schützlinge von Trainer Peter Flache dann am darauffolgenden Sonntag, 8. Februar, wieder gefordert: Dann steigt das vierte (und damit letzte) große Derby der Hauptrunde gegen den EV Landshut ab 17 Uhr in der Donau-Arena. Die Partie ist der große, Liga-weite Nachhaltigkeitsspieltag. Letzte Tickets für das mit Spannung erwartete Duell gibt es unter www.ebr.live.
Sonntag, 01. Februar 2026 – Donau-Arena Regensburg – Beginn: 17 Uhr.
Regensburg: Jonas Neffin (59:20 Minuten) und Konrad Fiedler (beide Tor) – Sean Giles, Guillaume Naud, Pascal Zerressen, Patrick Demetz, Jakob Weber, Marian Bauer und Maximilian Merkl (alle Abwehr) – Alexander Berardinelli, Corey Trivino, David Morley, Kevin Slezak, Samuel Payeur (2 Strafminuten), Jeremy Bracco (2), Pierre Preto (A), Donát Péter, Yuma Grimm, Noel Saffran, Nikola Gajovský (C) und Constantin Ontl (A/alle Sturm). – Trainer: Peter Flache (Headcoach) und Hugo Boisvert (Assistent).
Kassel: Philipp Maurer (60:00 Minuten) und Oleg Shilin (beide Tor) – Andrew Bodnarchuk, Marco Müller (A), Luca Münzenberger, Bode Wilde (2 Strafminuten), Simon Schütz, Ben Stadler und Manuel Schams (alle Abwehr) – Tyler Benson, Mitchell Hoelscher, Hunter Garlent (2), Tristan Keck, Dominic Turgeon, Darren Mieszkowski, Laurin Braun (A), Jake Weidner (C), Yannik Valenti, Michael Bartuli (2), Maciej Rutkowski und Hans Detsch (alle Sturm). – Trainer: Todd Woodcroft (Headcoach) und Petteri Väkiparta (Assistent).
Strafminuten: Regensburg 4 (plus Tor für Kassel bei angezeigter Strafe gegen die Eisbären) – Kassel 6.
Zuschauer: 4501 (Donau-Arena Regensburg).
Schiedsrichter: Zsombor Pálkövi und Achim Moosberger (beideHauptschiedsrichter) sowie Michael Huber und Lara Fischer (beide Linesperson).
1. Drittel:
1:0 (6. Minute) Corey Trivino (Patrick Demetz, Pascal Zerressen);
1:1 (11.) Tristan Keck (Dominic Turgeon, Darren Mieszkowski);
2. Drittel:
2:1 (26.) Noel Saffran (Maximilian Merkl, Jakob Weber);
2:2 (36.) Maciej Rutkowski (Yannik Valenti);
2:3 (39.) Dominic Turgeon (Simon Schütz, Tyler Benson);
2:4 (40.) Tristan Keck (Darren Mieszkowski);
3. Drittel:
2:5 (47.) Darren Mieszkowski (Andrew Bodnarchuk);
3:5 (59.) Yuma Grimm (Donát Péter, Pierre Preto);
3:6 (60./EN) Dominic Turgeon (Tyler Benson).
Neuer Tabellenplatz: Regensburg 6. Platz (64 Zähler aus 41 Partien/vorher 5.) – Kassel 2. Rang (86 Punkte aus 41 Spielen/zuvor 2.).
Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Christian Merl und Melanie Feldmeier

