TOPTRANSFER FÜR DIE EISBÄREN REGENSBURG: STÜRMER DAVID MORLEY WECHSELT IN DIE DOMSTADT

Zweiter hochkarätiger Neuzugang für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg: Die Oberpfälzer lotsen mit David Morley einen Top-Stürmer in die Domstadt. Das gab der Klub jetzt exklusiv im Rahmen eines Sponsorenevents bekannt. Der 33-jähirge Kanadier, der sowohl Center als auch auf dem Flügel spielen kann, kommt nach einer starken Saison für den HC Pustertal aus der internationalen Top-Spielklasse ICEHL (International Central European Hockey League). Für die Südtiroler kam der Angreifer in der Spielklasse mit Teams aus Italien, Österreich, der Slowakei, Slowenien, und Tschechien auf 53 Scorerpunkte in 51 Partien (25 Tore und 28 Assists) und landete damit auf Rang 14 der besten Scorer der Liga. Bemerkenswert: Damit ließ der quirlige Offensivmann nicht nur zahlreiche Topspieler (unter anderem auch diverse Teilnehmer an der jüngst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft) hinter sich – Morley sammelte dabei auch lediglich vier Strafminuten. In den Play-offs scheiterte er mit seinem Team erst im Halbfinale. In Regensburg wird Morley die Rückennummer #93 tragen.

In seiner kanadischen Heimat machte Morley die ersten Schritte auf dem Eis, ehe er 2011 in die höchste US-amerikanische College- und Universitätsliga NCAA wechselte. Für die St. Cloud State University absolvierte er über fünf Saisons hinweg insgesamt 150 Spiele und sammelte dabei 118 Scorerpunkte (51 Treffer und 67 Vorlagen). Es folgte der Sprung ins Profi-Eishockey: Für die Atlanta Gladiators lief Morley zwei Mal in der East Coast Hockey League (ECHL), der dritthöchsten Spielklasse Nordamerikas, auf (zwei Assists). Zur Saison 2016/2017 ging es dann nach Europa – in den folgenden sieben Jahren stürmte er äußerst erfolgreich in der starken ersten Liga Norwegens. Für drei unterschiedliche Klubs sammelte er satte 357 Torbeteiligungen in 285 Partien. Nach seiner nicht minder beeindruckenden Spielzeit für Pustertal verschlägt es den Familienvater nun also in die Domstadt.

Mit 1,71 Metern bezeichnet sich Morley selbst als „kleineren Spieler“, der dies aber mit Schnelligkeit und Spielverständnis ausgleiche, um Chancen zu kreieren. Er betont: „Ich bin ein Spielmacher, der auf dem Eis gerne kreativ ist.“ Vor seiner Entscheidung für die Eisbären habe er sich bei vielen Freunden erkundigt, die in Deutschland spielen oder gespielt haben: „Alle haben mir versichert, dass Regensburg ein großartiger Ort ist. Ich habe eine junge Familie und es war daher für uns besonders wichtig, wo wir hingehen. Außerdem gibt es auch abgesehen von der tollen Stadt nichts Besseres, als zu einer Mannschaft mit Siegermentalität zu wechseln. Als frisch gebackener Meister waren die Eisbären also die perfekte Wahl für mich.“ Er habe sich auch bei Corey Trivino über den Standort, das Team, die Organisation und die Stadt erkundigt, der nur in den höchsten Tönen über Regensburg gesprochen habe. „Jetzt hoffe ich natürlich auf eine weitere erfolgreiche Saison mit den Eisbären“, sagt Morley.

Bekannte Weggefährten

Im Laufe seiner Karriere spielte er immer wieder mit bekannten Namen zusammen – auch mit späteren Topspielern der NHL, AHL, DEL und DEL 2 (siehe Auflistung unten). Dass er dabei einige von ihnen in verschiedenen Statistiken der einzelnen Saisons sogar hinter sich ließ, spricht für seine Qualität. Nicht zuletzt deshalb sagt EBR-Geschäftsführer Christian Sommerer: „Wenn sich uns die Möglichkeit bietet, einen absoluten Topspieler wie David Morley für uns zu gewinnen, müssen wir zuschlagen. In vielen Gesprächen konnten sich beide Seiten ein Bild voneinander machen und schnell war klar, dass wir zusammenarbeiten möchten. Wir freuen uns darauf, David und seine Familie im Juli in Regensburg bei den Eisbären begrüßen zu dürfen.“

Ähnlich sieht es Trainer Max Kaltenhauser: Morley sei ein „grandioser Stürmer mit überragender Spielintelligenz“, auf den er schon länger ein Auge geworfen habe. Er berichtet: „Wir standen auch vergangenes Jahr schon relativ nahe an einer Verpflichtung. Ich habe seinen Weg auch in Pustertal weiterverfolgt und wir standen immer in Kontakt. Ich bin sehr froh, dass es jetzt geklappt hat. Meine Kontakte in Norwegen waren sich einig, dass er in den letzten Jahren einer der besten – wenn nicht der beste – Playmaker der dortigen Liga war. Das Niveau dort ist wirklich hoch und seine Punkteausbeute spricht da auch für sich.“ Sowohl in Norwegen als auch in der ICEHL werde deutlich physischer gespielt als in der DEL 2 – und dennoch habe sich Morley überall durchsetzen können. „Offensiv ist das ein absoluter Topmann, der uns sicher weiterhilft“, ist sich der Coach sicher.

 

Transferhammer für die Eisbären Regensburg: Mit dem Kanadier David Morley wechselt ein Topstürmer zu den Domstädtern.
Foto: Iwan Foppa/HC Pustertal

 

Auswahl ehemaliger Teamkollegen Morleys:

Ben Hanowski (USA/unter anderem NHL, AHL und DEL),
Nick Jensen (Nationalspieler der USA/AHL und aktuell NHL),
Nic Dowd (USA/AHL und aktuell NHL),
Drew Leblanc (USA/NHL, AHL und aktuell DEL),
Kevin Gravel (USA/NHL und aktuell AHL),
Jonny Brodzinski (USA/AHL und aktuell NHL),
Ethan Prow (USA/NHL, DEL und aktuell AHL),
Michael Eyssimont (aktueller Nationalspieler der USA/NHL und AHL),
Will Borgen (USA/AHL und aktuell NHL),
Chris Rumble (USA, Kanada/AHL und DEL),
Cam Reid (Kanada/DEL 2 und AHL),
Nolan Zajac (Kanada/AHL und aktuell DEL),
Joel Lowry (Kanada/AHL, DEL und aktuell DEL 2),
Troy Rutkowski (Kanada/AHL und DEL 2),
Brett Cameron (Kanada/AHL und aktuell DEL 2),
Jacob Lagacé (Kanada/AHL, DEL und aktuell DEL 2),
Rylan Schwartz (Kanada, Deutschland/AHL, DEL und aktuell DEL 2),
Jason Akeson (Kanada/NHL, AHL, KHL und DEL),
Rick Schofield (Kanada/AHL und DEL),
Zach Sill (Kanada/NHL, AHL und DEL),
Ryan Stanton (Kanada/NHL, AHL und DEL),
Alex Petan (Kanada, Italien/aktueller italienischer Nationalspieler/AHL und DEL),
Daniel Catenacci (Kanada, Italien/aktueller italienischer Nationalspieler/NHL und AHL),
Markus Vikingstad (aktueller Norwegischer Nationalspieler/aktuell DEL),
und Kalle Kossila (finnischer Nationalspieler/NHL, AHL, KHL und DEL).

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Iwan Foppa/HC Pustertal & Fabian Leitner/HC Pustertal

 

Foto: Fabian Leitner/HC Pustertal

 

Foto: Fabian Leitner/HC Pustertal

 

Foto: Fabian Leitner/HC Pustertal

 


NEUER U-21-FÖRDERSPIELER FÜR DIE EISBÄREN REGENSBURG: ALEANDRO ANGARAN RÜCKT IN DEN DEL-2-KADER AUF

Mit dem 20-jährigen Aleandro Angaran hat Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg einen neuen U-21-Spieler unter Vertrag genommen. Der in Italien geborene Stürmer mit deutschem Pass spielt schon seit sechs Saisons im Nachwuchs des EVR und unterschreibt nun auch einen entsprechenden Fördervertrag für die DEL 2. Bereits im Alter von 14 Jahren wechselte der im Pustertal in Südtirol geborene Angreifer nach Regensburg ins Sportinternat, durchlief seither alle hiesigen Nachwuchsteams und war dabei stets auch Leistungsträger. Und auch für die Erste Mannschaft kam der Youngster, der bereits seit Jahren regelmäßig mit den Profis trainiert, bereits zum Einsatz: In der Oberliga-Meister-Saison 2021/2022 rückte er für insgesamt drei Partien der Hauptrunde in den Kader. Jüngst gelangen ihm für die U-20-Mannschaft als Kapitän in 33 Einsätzen in der höchsten Division der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) satte 53 Punkte (20 Tore und 33 Vorlagen). Damit trug er maßgeblich zum Einzug in die Play-offs bei, die Angaran dann aber verletzt verpasste.

Zwar schieden die Jungeisbären ohne Angaran in Runde eins, dem Viertelfinale, gegen die Eisbären Juniors Berlin aus (1:3 in der „Best of Five“-Serie) – doch die Saison gilt dennoch als großer Erfolg. Berlin rückte anschließend bis ins Finale vor und musste sich erst dort dem Meister Landshut geschlagen geben. EBR-Coach Max Kaltenhauser kennt Angaran noch aus der gemeinsamen Zeit im Nachwuchs, bevor dieser zu den Profis aufrückte: „Max war damals in der U 15 und U 17 mein Trainer. Er und die ganze der Organisation der Eisbären haben mir in den letzten Jahren immer wieder die Möglichkeiten gegeben, bei den Eisbären mitzutrainieren und zu spielen. Sie waren immer bereit, mir zu helfen und mein Spiel zu verbessern.“ Nicht zuletzt deshalb könne er die neue Spielzeit mit dem endgültigen Sprung in den Profisport kaum erwarten: „Ich freue mich sehr, jetzt für die Eisbären in der DEL 2 zu spielen. Ich bin damals 2018 nach Regensburg gekommen und habe mich direkt willkommen gefühlt. Inzwischen ist Regensburg mein zweites Zuhause geworden. Ich hoffe ich werde mit meinem starken Defensivspiel und meiner ehrgeizigen Einstellung die Mannschaft bestmöglich unterstützen.“ Seine Stärken sieht das Talent in seiner Athletik und dem guten Zwei-Wege-Spiel, Angaran bezeichnet sich zudem als guten Teamplayer. Mit 1,85 Metern und 90 Kilogramm bringt der Youngster darüber hinaus gute Maße mit, um auch in der DEL 2 zu bestehen.

Geschäftsführer Christian Sommerer ist voll des Lobes für den jungen Stürmer: „Sein Talent und seine große Eishockeyleidenschaft haben ihn zu diesem wichtigen Karriereschritt geführt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Aleandro einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs mit einem Fördervertrag ausstatten können und sind gespannt auf seine weitere Entwicklung hier bei den Eisbären.“

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

Mit Aleandro Angaran nehmen die Eisbären Regensburg einen neuen U-21-Förderspieler unter Vertrag. Der 20-jährige spielte bereits seit 2018 im eigenen Nachwuchs und sammelte immer wieder auch bei den Profis in Training und Spielen Erfahrung. Unser Bild zeigt ihn beim Einsatz gegen den ECDC Memmingen in der Oberliga-Meister-Saison 2021/2022.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito


TOMÁŠ SCHWAMBEREGER ZIEHT WEITER: ANGREIFER VERLÄSST DIE EISBÄREN REGENSBURG NACH FÜNF JAHREN

Mit Tomáš Schwamberger hat der Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg nach seinem sensationellen Titelgewinn in der DEL 2 den fünften Abgang zu vermelden. Der deutsch-tschechische Angreifer verlässt die Oberpfälzer nach fünf gemeinsamen Jahren – der 24-Jährige setzt seine Karriere andernorts fort. Für die EBR kommt der quirlige Mittelstürmer auf insgesamt 220 Einsätze, in denen ihm 133 Scorerpunkte gelangen (69 Tore und 64 Assists). Unvergessen bleiben seine Treffer in den entscheidenden Finalspielen: In Spiel fünf des Oberligafinals der Saison 2021/2022 markierte Schwamberger den 4:1-Endstand gegen den ECDC Memmingen und brachte damit den Drittliga-Titel und Aufstieg der Domstädter endgültig unter Dach und Fach, zwei Jahre später eröffnete er in der sechsten Finalpartie der DEL-2-Play-offs gegen die Kassel Huskies mit seinem frühen 1:0 den Torreigen – am Ende feierten die Eisbären einen 4:2-Erfolg und damit die überraschende Meisterschaft in Liga zwei.

Sommerer: „Gemeinsamer Weg mit beachtlichen Erfolgen“

Der variable Stürmer war 2019 direkt aus seiner tschechischen Heimat in die Donaustadt gewechselt. Bereits während seiner ersten Saison in Regensburg übernahm Max Kaltenhauser den Trainerposten bei den EBR. Der Erfolgscoach ist traurig, Schwamberger nicht halten zu können: „Auch ihn werde ich vermissen.“ Ähnlich sieht es Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer: „Es ist sehr schade, dass Tomáš uns verlässt. Nach fünf Saisons bei uns mit dem Aufstieg, dem direkten Klassenerhalt und nun der zweiten Meisterschaft geht ein gemeinsamer Weg mit beachtlichen Erfolgen zu Ende. Wir können uns dafür bei Tomáš nur sehr herzlich bedanken und wünschen ihm alle Gute für die Zukunft.“

Schwamberger erinnert sich: „Als ich nach Regensburg gekommen bin, habe ich gesagt, dass ich gern mit den Eisbären in die DEL 2 aufsteigen würde. Nach drei Jahren haben wir die Oberliga und nach weiteren zwei Jahren dann sogar die DEL 2 gewonnen. Das hat niemand für möglich gehalten. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich möchte mich bei Eisbären dafür bedanken, dass sie mir die Chance gegeben haben, Teil dieser schönen Geschichte zu sein. Ich möchte auch allen Fans danken, allen Menschen aus der gesamten Organisation, von Spielern, Trainern, Betreuern, Physiotherapeuten, Ärzten bis hin zum Büropersonal – kurz gesagt allen, die etwas mit der Mannschaft zu tun hatten. Es waren wundervolle fünf Jahre und ich werde sie nie vergessen.“

Die Eisbären Regensburg bedanken sich bei Tomáš Schwamberger ausdrücklich für seine Treue und seinen Einsatz und wünschen ihm für seinen weiteren Weg sportlich wie privat nur das Allerbeste.

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier/arSito und Andreas Nickl

 

Ein weiterer Spieler verlässt den frisch gebackenen DEL-2-Champion: Tomáš Schwamberger zieht nach fünf Jahren bei den Eisbären Regensburg weiter.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Andreas Nickl

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Andreas Nickl

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Foto: Melanie Feldmeier/arSito


VERTEIDIGER TARIQ HAMMOND UND STÜRMER ABBOTT GIRDUCKIS VERLASSEN EISBÄREN REGENSBURG

Mit Verteidiger Tariq Hammond und Stürmer Abbott Girduckis verlassen zwei Stützen des Meisterteams den Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg nach einem gemeinsamen Jahr. Beide kamen im Sommer 2023 aus der höchsten slowakischen Spielklasse in die Domstadt und hatten großen Anteil am sensationellen DEL-2-Titelgewinn des Teams von Trainer Max Kaltenhauser. Der 30-jährige Hammond überzeugte in seinen 70 Einsätzen nicht nur defensiv, sondern steuerte auch noch 30 Scorerpunkte bei (fünf Tore, 25 Assists). Mit satten 90 Torbeteiligungen (26 Treffer und 64 Vorlagen) in 71 Pflichtspielen war der 28-jährige Girduckis Teil der brandgefährlichen Angriffsformation mit Andrew Yogan und Corey Trivino, die stark harmonierte und einige Bestmarken aufstellte. Girduckis stand als einziger Eisbär in allen EBR-Saisonpartien (inklusive Vorbereitung 77) auf dem Eis. Die beiden gebürtigen Kanadier mit deutschen Pässen stellen sich neuen Herausforderungen.

Hammond fand den Weg vor rund einem Jahr vom HK Dukla Michalovce in der Slowakei in die Oberpfalz - mit einer hervorragenden Ausbildung und dem deutschen Pass im Gepäck. Geboren in Calgary kam er über kanadische Nachwuchsteams zu einer der renommiertesten College-Mannschaften der USA, zur University of Denver, in die höchste Division der NCAA, der US-Amerikanischen Universitäts- und College-Liga. Mit Denver gewann Hammond 2017 das NCAA-Finalturnier, das sogenannte „Frozen Four“. In der Saison 2017/2018 führte Hammond Denver dann als Kapitän aufs Eis, ehe der Sprung in die zweithöchste nordamerikanische Profiliga, die AHL, gelang. In dieser Liga lief er zwischen 2018 und 2022 insgesamt 60 Mal für drei Teams auf. In der dritthöchsten dortigen Klasse, der ECHL, kam er in der gleichen Zeit 173 Mal zum Einsatz. Es folgte 2022/23 eine Saison in der Slowakei, in der Hammond mit seinem Team bis ins Play-off-Halbfinale vorrückte und dort erst im siebten Spiel dem späteren Meister Košice unterlag. In Regensburg fügte er sich anschließend hervorragend in das große Überraschungsteam ein und holte in seiner ersten Saison in Deutschland direkt den Zweitliga-Titel.

Hammond fällt der Abschied schwer: „Zuerst will ich Danke an alle Fans, das Team, die Trainer und alle in der Eisbären-Organisation sagen. Ihr alle habt unser erstes Jahr in Deutschland zu etwas unglaublich Besonderem gemacht und wir werden die Erinnerungen für immer in Ehren halten. Es war eine große Ehre, das Eisbären-Trikot zu tragen und es war ein absolutes Highlight meiner bisherigen Karriere, eine Meisterschaft in diese großartige Stadt zu bringen. Nochmal: Danke, Regensburg!“

Girduckis: „Es war unbeschreiblich!“

Auch Girduckis lernte das Eishockey-Spielen in seiner kanadischen Heimat und auch ihn verschlug es über dortige Nachwuchsteams in die höchste Division der NCAA (93 Punkte in 146 Spielen für Rochester), in der später wie auch Hammond sogar Kapitän seines Teams wurde. Es folgte der Sprung in die ECHL, wo variabel einsetzbare Angreifer 129 Torbeteiligungen in 159 Spielen sammelte (49 Treffer und 76 Assists). Auch in der AHL kam er 15 Mal zum Einsatz (ein Tor), ehe der Wechsel in die Slowakei folgte. Dort kam Girduckis auf 41 Punkte (11 Tore, 30 Vorlagen) in 50 Spielen, bevor er mitsamt deutschem Pass in Regensburg aufschlug. Dort krönte er sich als offensiver Aktivposten und starker Zwei-Wege-Stürmer jüngst zum DEL-2-Champion.

Er habe sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht, betont auch Girduckis: „Was für ein unglaubliches Jahr, Regensburg. Wir hätten es nicht besser ausdenken können. Am Ende Meister zu werden – und das auch noch zuhause vor den eigenen Fans – war unbeschreiblich. Ich möchte mich bei unseren Fans, der ganzen Stadt Regensburg, allen in der Organisation der Eisbären, den Trainern und meinen Mitspielern dafür bedanken, dass sie dieses Jahr zu einem unvergesslichen gemacht haben. Ich werde den Klub schweren Herzens verlassen, aber mir bietet sich eine einmalige Chance, die ich ergreifen muss. Danke, Regensburg!“

Die Eisbären Regensburg bedanken sich bei Tariq Hammond und Abbott Girduckis für ihren Einsatz im EBR-Trikot und wünschen ihnen sportlich wie privat nur das Beste.

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier/arSito und Andreas Nickl

 

Verlässt die Eisbären Regensburg nach einem gemeinsamen Jahr und dem DEL-2-Titel: Verteidiger Tariq Hammond.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

Auch Abbott Girduckis läuft künftig nicht mehr für die Eisbären Regensburg auf: Der Stürmer verlässt den Klub nach einer Saison, an deren Ende die Zweitliga-Meisterschaft stand.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

Foto: Andreas Nickl

 

Foto: Andreas Nickl

 

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

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Foto: Andreas Nickl

 

Foto: Andreas Nickl

 

Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

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Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

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ABGANG IN DER OFFENSIVE: STÜRMER ANDREW SCHEMBRI VERLÄSST EISBÄREN REGENSBURG NACH DREI GEMEINSAMEN JAHREN

Für viele überraschend wechselte Stürmer Andrew Schembri im Sommer 2021 vom Lokalrivalen Deggendorf zum damaligen Eishockey-Oberligisten Eisbären Regensburg. Doch mit seiner energiegeladenen Spielweise, seinem Offensivinstinkt und seiner herzlichen Art spielte sich der Routinier schnell in die Herzen der Oberpfälzer Fans – nun verlässt der inzwischen 41-jährige gebürtige Kanadier die EBR mit dem Zweitliga-Meistertitel. Insgesamt trug er 167 Mal das Trikot der Domstädter und sammelte dabei 136 Scorerpunkte (63 Tore und 73 Assists). In seinen drei Jahren bei den Eisbären feierte Schembri die Oberliga-Meisterschaft 2022 und den damit verbundenen DEL-2-Aufstieg, hielt dort 2023 mit dem Team mit dem Einzug in die Pre-Play-offs frühzeitig die Klasse und hatte maßgeblichen Anteil am Titel in Liga zwei, den die Regensburger jüngst sensationell erkämpften. Schembri wird seine Karriere an anderer Stelle fortsetzen.

Für Deggendorf hatte der Deutsch-Kanadier insgesamt neun Jahre lang stets Top-Leistungen gebracht und zählte immer zu den absoluten Leistungsträgern. Als sein Vertrag dort nicht mehr verlängert wurde, schlugen die Eisbären zu – und machten mit dem schnellen und quirligen Angreifer einen wahren Glücksgriff. Schembri schwang sich direkt in seiner ersten Saison bei den Oberpfälzern zum absoluten Publikumsliebling auf, wurde in der Regulären Oberliga-Süd-Saison und auch in den anschließenden verzahnten Play-offs Toptorschütze und -scorer. Der Lauf der EBR führte bis ins Finale, wo sie in vier Spielen den ECDC Memmingen eliminierten und sich zum Drittliga-Meister kürten. Schembri, der in der Endrunde 25 Punkte in nur 17 Partien sammelte (13 Assists, darunter eine Vorlage im entscheidenden Finalspiel, und zwölf Tore, darunter zwei extrem wichtige Overtime-Siegtreffer), wurde zum wertvollsten Spieler der Play-offs gekürt – und setzte sich anschließend auch bei der Wahl zum „Eisbär des Jahres“ der Mittelbayerischen Zeitung durch.

Auch in Liga zwei Leistungsträger

Schembri ging den Weg in Liga zwei mit. Mit 35 Zählern in 51 Spielen (14 Treffer, 21 Vorlagen) zählte er auch dort zu den Stützen der Regensburger Offensive. Von vielen als Abstiegskandidat gesehen, feierte die Mannschaft frühzeitig die Qualifikation für die Pre-Play-offs, die zugleich den Klassenerhalt bedeutete. Und auch im zweiten DEL-2-Jahr hielt Schembri seine Knochen für die Eisbären hin und kam auf eine respektable Ausbeute von 28 Punkten in insgesamt 66 Begegnungen (elf Tore, 17 Assists). Zu Beginn der Play-offs trug er für einige Spiele gar den Goldhelm des punktbesten Eisbären. Im sechsten und letzten Finalspiel gegen die Kassel Huskies bereitete er zwei Treffer vor.

Auch neben dem Eis zählte Schembri für die Regensburger zu den Aktivposten. Der Hobby-Friseur erklärte sich unter anderem im Sommer 2022 bereit, Fans kostenlos für den Guten Zweck die Haare zu schneiden, wodurch mehrere Tausend Euro für das Sozialprojekt der Eisbären, die „Arena der Träume“, zusammenkamen. Nun trennen sich die Wege des Angreifers und der EBR also nach drei äußerst erfolgreichen Jahren. Ein Schritt, der die Fans wohl genauso schmerzen dürfte wie den Spieler und die Verantwortlichen. Eisbären-Trainer Max Kaltenhauser sagt: „Ich bedanke mich sehr herzlich bei Schems für drei tolle Jahre mit zwei Meisterschaften und einer "Klassenerhaltsmeisterschaft". Er war ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft, immer fleißig, ehrgeizig und mit herausragendem Offensivinstinkt. Ich werde ihn als Mensch und Spieler vermissen und wünsche ihn nur das Beste für die Zukunft.“

Schembri selbst wendet sich mit einigen Worten direkt an Klub, Stadt und Fans:
"Zuerst will ich mich bei meinen Teamkollegen, den Trainern, den Physios, den Betreuern, allgemein allen Menschen in der Organisation der Eisbären und natürlich den Fans bedanken.
Wenn man mir gesagt hätte, dass wir in meinen drei Jahren in Regensburg zwei Meisterschaften gewinnen würden, hätte ich gesagt: "Träum weiter." Dass wir das geschafft haben, zeigt, wie großartig diese Mannschaft und alle Menschen rund um die Organisation sind. Die Unterstützung unserer Fans ist unbeschreiblich – eine der besten Fan-Bases, die ich als Spieler je erleben durfte. Das Team ist eine große Familie.
Ich habe alles erreicht, was ich mir in meiner Zeit in Regensburg erträumen hätte können: Wir sind zum zweiten Mal Champions und ich habe auf diesem Weg viele unglaubliche Menschen kennengelernt, die ich sehr schätze.
Vor diesem Hintergrund habe ich entschieden, dass es das Beste ist, Regensburg jetzt am Höhepunkt zu verlassen. Ich bin bereit, eine neue, spannende Herausforderung anzunehmen. Ich liebe euch alle und ich bin sicher, dass wir uns wiedersehen werden.
Euer Schems."

 

Die Eisbären Regensburg bedanken sich bei Andrew Schembri für seinen großen Einsatz auf und neben dem Eis sowie seinen großen Anteil an zwei Meisterschaften und wünschen ihm für seinen weiteren Weg sportlich wie privat nur das Allerbeste.

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Melanie Feldmeier/arSito

 

Nach drei äußerst erfolgreichen gemeinsamen Jahren trennen sich die Wege: Der inzwischen 41-jährige Stürmer Andrew Schembri verlässt die Eisbären Regensburg.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

 

 

 

 

 

 

In den Oberliga-Play-offs 2022 kürten sich die Eisbären Regensburg nicht nur zum deutschen Drittliga-Meister - Andrew Schembri wurde auch als wertvollster Spieler der Endrunde ausgezeichnet.

Die Oberliga-Meisterschaft 2022 war der erste von zwei Titeln, die Stürmer Andrew Schembri in seinen drei Jahren mit den Eisbären Regensburg erkämpfte: 2024 krönte sich das Team zum Zweitliga-Champion.

 


MZ-WAHL: ANDREW YOGAN IST EISBÄR DER SAISON

Bei der großen Abstimmung der Mittelbayerischen gab es ein klares Ergebnis: Stürmer Andrew Yogan ist Eisbär der Saison! Das gab Redakteur Claus Wotruba auf der Meisterfeier im Prüfeninger Schlossgarten bekannt.

Der 32-jährige US-Amerikaner sicherte sich unter der Saison bereits drei Auszeichnungen der DEL 2: Erst wurde er zum Stürmer und Spieler des Jahres gewählt, dann wurde er zum besten Scorer der gesamten Liga-Hauptrunde. Auch in den anschließenden Endrunden punktete kein Spieler mehr als er - die Eisbären krönten einen sensationellen Lauf am Ende mit dem Meistertitel in Deutschlands zweithöchster Eishockey-Spielklasse...

Yogan landete mit 20,06 Prozent knapp vor Corey Trivino (18,22) und Abbott Girduckis (10,57).

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ANDREW!

 


STARKES ZEICHEN AUF DER SAISONABSCHLUSSFEIER: KAPITÄN NIKOLA GAJOVSKÝ VERLÄNGERT BEI DEN EISBÄREN REGENSBURG!

Reichlich Grund zum Feiern hatten die Anhänger des Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg am Dienstagabend: Bei der großen Saisonabschlussfeier des Klubs im Prüfeninger Schlossgarten wurde nicht nur die sensationelle DEL-2-Meisterschaft der Oberpfälzer gebührend begangen – es gab auch Kadernews. Kapitän Nikola Gajovský hat seinen Vertrag verlängert und bleibt bei den EBR. Der inzwischen 37-jährige Stürmer aus Tschechien geht damit in seine zehnte Saison in der Donaustadt. Für seinen Klub kommt er bisher auf 242 Tore und 411 Assists für unglaubliche 653 Punkte – und das in „nur“ 457 Einsätzen (die drittmeisten in der Historie der Domstadt). Damit belegt er Platz eins der ewigen Scorerliste des Regensburger Eishockeys vor „Magic“ Mike Martens (593 Zähler).

Die jüngste Zweitliga-Meisterschaft bedeutet viel für Gajovský: „Ich habe schon nach dem Aufstieg gesagt, dass ich jetzt auch die DEL 2 gewinnen will. Jeder hat gelacht - aber wir haben es geschafft. Es ist der Lohn für unsere harte Arbeit.“ Der Führungsspieler, der seit 2015 für Regensburg spielt und dabei seit Frühjahr 2022 mit deutschem Pass nicht mehr unter das Ausländer-Kontingent fällt, will sich weiter hohe Ziele setzen: „Wenn jeder so denkt, können wir alles schaffen.“

Kaltenhauser: "Ich habe das forciert!"

Für EBR-Coach Max Kaltenhauser ist es eine besonders wichtige Personalentscheidung, wie er betont: „Ich arbeite seit meinem ersten Tag als Trainer mit Gajo zusammen und ich bin sehr dankbar, dass er da ist. Er ist einer der absoluten Führungsspieler und hat mich am Anfang eine Chance gegeben, mich unterstützt, als ich noch nichts vorzuweisen hatte. Das werde ich ihm nie vergessen.“ Gajovský sei seit fünf Jahren „eine absolute Vertrauensperson. Er macht das auch als Kapitän überragend, stellt seine sich und seine Spielweise voll in den Dienst der Mannschaft und verzichtet da dann auch auf persönliche Statistiken. Für mich ist es ein Traum, Spieler wie ihn zu haben. Es ist mir wahnsinnig wichtig, dass er bleibt - deswegen habe ich die Verlängerung auch absolut forciert.“ Es sei kaum in Worte zu fassen, wie wichtig der Routinier für Mannschaft und Klub sei.

Der Mann mit der Rückennumer 69 selbst freut sich auf die nächste Saison: „Es freut mich sehr, dass der Klub dieses Vertrauen in mich setzt. Ich habe schon öfter gesagt, dass ich in Regensburg meine Karriere beenden will. Die Stadt ist meine Heimat geworden, meine ganze Familie fühlen uns sehr wohl hier.“ Er habe deswegen nie einen Gedanken daran verschwendet, die Eisbären oder Regensburg zu verlassen, unterstreicht der Angreifer. „Hier ist es so schön, für mich ist hier alles perfekt. Deswegen war es für mich eine sehr einfache Entscheidung, hier zu bleiben und meinen Vertrag weiter zu verlängern“, sagt er. Solange er der Mannschaft helfen könne, wolle er auch bleiben und „mit den Jungs kämpfen“. Eines ist ihm aber besonders wichtig: „Dass wir nie zufrieden sind und uns nicht auf dem Erfolg ausruhen. Wir müssen weiter hart arbeiten, jede Mannschaft ist jetzt fokussiert auf uns. Das war kein Glück, kein Zufall, dass wir den Titel geholt haben - aber dafür mussten wir auch viel investieren. Wir müssen dranbleiben. Aber das Ziel ist erstmal wieder der Klassenerhalt.“

Worte, die bei seinem Coach Kaltenhauser gut ankommen dürften: „Nikola ist ein erstklassiger Spieler, Charakter und Mensch. Er ist einfach total am Boden geblieben – und das macht ihn auch zum perfekten Kapitän für uns. Er hat unglaublich viel für diese Organisation geleistet.“

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

 

Der Kapitän bleibt an Bord: Nikola Gajovský hat seinen Vertrag bei den Eisbären Regensburg verlängert – der 37-jährige Stürmer geht in seine zehnte Saison in der Domstadt.
Foto: Melanie Feldmeier/arSito

Die Vertragsverlängerung wird präsentiert von Guggenberger!


TRANSFERKRACHER FÜR DIE EISBÄREN: EX-NHL-STAR DAVID BOOTH KOMMT NACH REGENSBURG

Auf der Suche nach einem Ersatz für den Langzeitverletzten Kontingentspieler Richard Diviš ist Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg nun fündig geworden – und hat dabei einen wahren Transferhammer aus dem Hut gezaubert: Mit dem US-amerikanischen Angreifer David Booth holen sich die Domstädter die Erfahrung von unter anderem 535 NHL- (237 Scorerpunkte) und 77 KHL-Partien (30) ins Boot. Der 39-jährige Flügelstürmer erhält bei den Oberpfälzern die Rückennummer #7. Zuletzt lief Booth in den beiden zurückliegenden Spielzeiten in der starken höchsten Spielklasse Norwegens auf (42 Einsätze mit 63 Punkten für Manglerud und Storhamar). In der aktuellen Saison stand er indes noch bei keinem Klub unter Vertrag.

„Ich habe ihn früher in meinem Fantasy-Hockey-Team aufgestellt – und jetzt kommt er zu uns“, berichtet EBR-Coach Max Kaltenhauser lachend. Er habe sich gründlich über den neuen Mann informiert: „David hat in den vergangenen Saisons relativ wenig Spiele gemacht. Aber das liegt daran, dass er oft erst später eingestiegen ist, hatte also keine Verletzungsgründe. Er ist es also gewohnt, später dazuzukommen. Er ist topfit und hat die richtige Einstellung: Ich habe den Eindruck, dass er immer gewinnen will und voll motiviert ist, uns weiterzuhelfen.“ Das decke sich auch mit Informationen, die sich Kaltenhauser von Booth‘ früheren Stationen, insbesondere in Norwegen, eingeholt habe. In gemeinsamen Gesprächen habe sich schnell abgezeichnet: Booth und der Regensburger Headcoach haben ähnliche Vorstellungen. Kaltenhauser sagt: „Wir haben viel miteinander gesprochen, selbstverständlich zu einem großen Teil über Eishockey. Wir sehen es ziemlich ähnlich, wie wir erfolgreich sein können. Wir waren von Anfang an auf einer Wellenlänge, ich denke, das hat ihn ein Stück weit auch von uns überzeugt.“

Booth: Über NHL, KHL und Norwegen in die Oberpfalz

Booth, geboren in Detroit/USA, durchlief viele der US-amerikanischen Nachwuchsnationalmannschaften und schaffte über die dortige renommierte College-Liga NCAA auch den Sprung zum Vollprofi: 2004 draftete NHL-Klub Florida Panthers den 1,83 Meter großen Winger (zweite Runde an Platz 53), für den er 2006 sein Debut in der besten Liga der Welt feierte. In den folgenden Jahren entwickelte er sich dort zu einem Stammspieler und Leistungsträger. 2008 nahm Booth mit den USA an der Weltmeisterschaft in Kanada teil – an der Seite von Topstars wie unter anderem Jason Pominville, Phil Kessel, Zach Parise oder Patrick Kane. Über die Vancouver Canucks und die Toronto Maple Leafs führte sein Weg in die KHL (Vladivostok, Omsk und Minsk) sowie zwischenzeitlich auch zu den Detroit Red Wings zurück in die NHL, ehe die Engagements in Norwegen folgten.

Kaltenhauser ist sich der Strahlkraft des Neuzugangs bewusst, betont aber auch: „Seine Vita liest sich absolut beeindruckend und sucht seinesgleichen. Es war auch ein hartes Stück Arbeit, ihm die Zweite deutsche Liga schmackhaft zu machen. Wir sind aber weiterhin der Underdog. Der Markt ist momentan sehr schwierig, manche Spieler haben wirklich Mondpreise aufgerufen, die wir weder zahlen können noch wollen. Ich muss da einen großen Dank an das Umfeld der Eisbären aussprechen, das uns sehr bei der Finanzierung geholfen hat. Wir sind kein Klub, der große Gehälter zahlen kann, deswegen sind wir sehr froh über die Unterstützung – ohne das wäre die Verpflichtung wohl kaum zu realisieren gewesen.“

Booth habe den Verantwortlichen der Eisbären von Beginn an den Eindruck vermittelt, Alles geben zu wollen, berichtet Kaltenhauser: „Er will arbeiten, mithelfen, immer gewinnen. Er kommt nicht als ‘Schönspieler‘. Ich habe sehr viele Videos von ihm studiert: Die norwegische Liga ist weitaus physischer als unsere. Aber er hat sich dort nie geschont, ist immer hart in die Zweikämpfe und in die Ecken gegangen und bringt dazu auch genau die Elemente mit, die wir gesucht haben: Arbeit vor dem Tor, Schnelligkeit, guter Schuss. Er ist ein Mannschafts- und ein Siegertyp. Das war mir am Wichtigsten. Eine tolle Vita ist das eine, aber wenn die Einstellung nicht passt, bringt das nicht mehr viel. Bei David habe ich da überhaupt keine Bedenken. Er wird uns helfen.“

Trotz späterem Einstieg in die zurückliegenden Saisons habe Booth laut Kaltenhauser darüber hinaus immer sofort Leistung gezeigt. Eine gewisse Eingewöhnungszeit müsse ihm aber dennoch eingeräumt werden: „Er wird sicher ein paar Tage brauchen. Er kommt heute aus Montana in Deutschland an, die Zeitverschiebung ist mit acht Stunden heftig – und der Jetlag dementsprechend auch.“ Ein Einsatz am morgigen Dienstag im Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim sei indes nahezu auszuschließen: „Das wird wohl nicht klappen. Sein Flieger hatte Verspätung, er kann also vor dem Spiel überhaupt nicht mehr mit der Mannschaft trainieren.“

Text: Jan-Mirco Linse
Foto: Eisbären Regensburg

 

Neuzugang bei den Eisbären Regensburg: Der US-Amerikanische Stürmer David Booth landete am Montagnachmittag in Deutschland. Booth, 39 Jahre alt, bringt die Erfahrung aus weit über 500 NHL-Spielen mit in die Oberpfalz.
Foto: Eisbären Regensburg


400 EINSÄTZE FÜR REGENSBURG - MEILENSTEIN FÜR NIKOLA GAJOVSKÝ

Was für ein Jubiläum für unseren Kapitän Nikola Gajovský: Beim jüngsten 4:1-Heimsieg gegen den ESV Kaufbeuren lief der 36-jährige Stürmer schon zum 400. Mal für Regensburg auf! Dabei kommt der Deutsch-Tscheche bislang auf 384 Assists (die zweitmeisten in der Regensburger Eishockey-Geschichte nach Martin Ančička mit 391) und 231 Tore für unglaubliche 615 Scorerpunkte! Dabei musste unsere #69 nur 186 Minuten auf die Strafbank, im Schnitt nicht einmal eine halbe Minute pro Partie...

Absolut stark - Danke für deine Treue, deinen Einsatz, die schönen Momente und die vielen, vielen Punkte!
Danke für Alles, Gajo! 💪🏼🔴⚪💪🏼

 


VIERTE KONTINGENTSTELLE BESETZT: EISBÄREN REGENSBURG VERPFLICHTEN US-AMERIKANISCHEN TOP-STÜRMER ANDREW YOGAN

Kader-News beim Eishockey-Zweitligisten Eisbären Regensburg: Wie der Klub auf einer exklusiven Pressekonferenz bei Partner Rewag mitteilte, wechselt der US-amerikanische Angreifer Andrew Yogan zu den Domstädtern. Der 31-jährige Offensivmann kommt von den Graz 99ers aus der ICE Hockey League (ICEHL), der internationalen höchsten Spielklasse Österreichs. Für das Team aus der Steiermark kam Yogan in der abgelaufenen Spielzeit in 22 Einsätzen auf 21 Scorerpunkte (14 Tore, sieben Vorlagen). Bei seinem neuen Arbeitgeber erhält der 1,91-Meter-Mann die Rückennummer #12 und belegt neben Goalie-Neuzugang Tom McCollum (USA) sowie den beiden Stürmern Corey Trivino (Kanada) und Richard Diviš (Tschechien) die vierte Kontingentstelle im Kader der Oberpfälzer.

Das waren nicht die einzigen guten Nachrichten, die die Eisbären zu verkünden hatten. Über die Yogan-Verpflichtung hinaus gab der Klub bekannt, dass zur kommenden Saison die Netze an den Seiten der Donau-Arena abgenommen werden. Das sei nun von allen Seiten bestätigt und auch bereits unterzeichnet worden, betonten Geschäftsführer Christian Sommerer und Haupt-Gesellschafter Christian Volkmer. Sommerer sagte: „Seit Jahren haben wir Netze an den Seiten der Arena – vier Jahre haben wir jetzt darauf hingearbeitet und gestern kam die Bestätigung, dass sie endlich entfernt werden. Wir haben in den vergangenen Saisons immer wieder Rückmeldungen bekommen, wie störend die Netze sind. Das ist ein großer Mehrwert für unsere Fans und unsere Übertragungen auf SpradeTV.“ Dies sei eine enorm wichtige Änderung für den Klub, die auch das Spieltagserlebnis für Stadion-Besuchende erheblich steigere. Auch Volkmer dankte den Verantwortlichen - auch aus Sicht des Vereins EV Regensburg: Die Eisbereitung in der Donau-Arena erfolge heuer so früh wie noch nie, was den Standort und die Nachwuchsarbeit weiter stärke und ein starkes Signal sende.

Fanzone neben der Arena kommt

Und auch in Sachen Catering gab es Neuigkeiten: Zur anstehenden DEL-2-Saison betreiben die Eisbären rund um ihre Spiele außerhalb der Donau-Arena eine eigene „Fanzone“ mit verschiedenen Ständen. Volkmer dazu: „Die ersten Arbeiten sind schon fertiggestellt. Es wird eine Fan-Außenzone geben auf einer befestigten Fläche direkt an der Arena. Dort können die Fans vor und nach dem Spiel zum Beispiel noch etwas trinken und essen. Es gibt eine ganze Reihe an Ideen, die wir da haben. Danke an alle Beteiligten der Stadt und die vielen Unterstützer. Das bietet sicherlich noch einmal einen großen Mehrwert beim Stadionbesuch. Durch so etwas können wir den ganzen Standort noch auf ein ganz anderes Level heben.“

Passend dazu: Bei den Dauerkarten haben die Eisbären die Allzeit-Bestmarke des Regensburger Eishockeys gerissen. Weit über 1200 Stück sind bereits an den Fan gebracht, sagte Sommerer, der insgesamt von am Ende rund 1500 Saisonkarten ausgeht.

Die Rewag indes bleibt wichtiger Sponsor der Regensburger, wie der Leiter Kommunikation des Unternehmens, Martin Gottschalk, verlauten ließ. Volkmer erklärte: „Die Rewag ist für uns einer der wichtigsten Sponsoren. Sie hat eine Strahlkraft in der Region und das Engagement, dass sie jetzt sogar noch einmal erhöht haben, ist erheblich. Das wissen wir sehr zu schätzen. Das ist nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit.“ Er dankte den Rewag-Vertretern um den neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Robert Greb und Gottschalk.

Mit Yogan, der am gestrigen Mittwoch in Regensburg ankam, orientieren sich die Domstädtern nach den Abgängen der beiden Angreifer Topi Piipponen (Finnland) und Kyle Osterberg (USA) auf der Ausländerposition neu. Yogan ist in Coconut Creek, Florida, in den USA geboren und ging die ersten Schritte auf dem Eis in seiner Heimat. Schon in jungen Jahren ging es zur Saison 2007/2008 zu den Windsor Spitfires in die OHL – eine der drei Top-Juniorenligen Kanadas, die zusammen die Canadian Hockey League (CHL) bilden. In dieser Liga blieb Yogan fünf Jahre und lief dabei für drei verschiedene Teams auf (Windsor, Erie Otters und Peterborough Petes). In dieser Zeit wurde er auch in die beste Liga der Welt, die NHL, gedraftet (2010: Vierte Runde, Position 100 von den New York Rangers) und absolvierte in der Folge auch bereits die ersten Partien für das Rangers-Farmteam in der zweithöchsten nordamerikanischen Spielklasse, der AHL. Für Connecticut Whale (beziehungsweise nach deren Umbenennung für Hartford Wolf Pack) lief er in vier Jahren 89 Mal auf. Insgesamt bringt es Yogan, der ab 2014 bis in die Saison 2016/2017 auch noch für vier weitere AHL-Teams auflief (San Antonio Rampage, Iowa Wild, Syracuse Crunch und St. John‘s IceCaps) auf 167 AHL-Spiele mit 51 Punkten (26 Tore, 25 Assists). In der ECHL, der dortigen dritthöchsten Profiliga, stehen weitere 123 Einsätze zu Buche, in denen Yogan starke 57 Mal selbst traf und 75 weitere Tore auflegte (132 Punkte).

Unter der Spielzeit 2016/2017 folgte dann der Sprung nach Europa in die ICEHL (früher EBEL). In dieser starken Liga bringt es der torgefährliche Angreifer bislang auf 255 Spiele mit satten 262 Punkten (128 Tore, 134 Vorlagen) für Bozen, Innsbruck, Fehérvár, Dornbirn und Graz. 2021/2022 sowie zu Beginn der abgelaufenen Saison spielte er allerdings in der höchsten slowakischen Liga und überzeugte auch dort (81 Einsätze mit 77 Torbeteiligungen) – erst für Bratislava, dann für Poprad. Letztes verließ er im November des zurückliegenden Jahres und schloss sich Graz an.

Petr Pohl war einst schon sein Nachbar

Seine nächste Station sind nun also die Eisbären in der DEL 2. Zum Team gibt es dabei bereits eine Verbindung: In seiner Heimat Florida war einst der heutige Eisbären-Stürmer Petr Pohl sein Nachbar, wie Yogan berichtete. „Wir kennen uns also schon sehr lange“, sagte Yogan und ergänzt: „Ich war zwar noch nicht in Regensburg selbst, aber ich habe nur Gutes über den Standort und die Stadt gehört. Ich freue mich schon sehr darauf, herzukommen.“ Er habe sich für die EBR entschieden, da ihn die Pläne und Ziele von Trainer Max Kaltenhauser und Geschäftsführer Christian Sommerer überzeugt hätten. „Ihre Aussagen, wo es mit der Organisation hingehen soll, haben mir sehr gut gefallen. Außerdem mag ich die Gegend sehr. Jetzt will ich mithelfen, das Team auf und neben dem Eis anführen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beitragen“, sagte Yogan. Sich selbst beschrieb er als „großen und erfahrenen Stürmer“, der seine größten Qualitäten in der Offensive habe.

Trainer Kaltenhauser zeigte sich begeistert von seinem neuen Schützling: „Wir sind sehr, sehr froh, dass das geklappt hat. Bei der Verpflichtung hat uns ein bisschen der Zufall in die Hände gespielt: Seine Freundin kommt aus Bayern – deswegen hat er hier einen Klub gesucht. Er ist ein sehr starker Stürmer, der auch viele Qualitäten mitbringt, die mir letzte Saison im Kader manchmal ein bisschen gefehlt haben. Andrew ist ein Glücksfall für uns.“

Text: Jan-Mirco Linse
Fotos: Graz 99ers/Werner Krainbucher (Yogan) und Eisbären Regensburg/Jan-Mirco Linse (Pressekonferenz)

 

Kader der Eisbären Regensburg:

Tor: Tom McCollum (neu/AL) und Jonas Neffin (neu/U 24).
Abwehr: Sandro Mayr (neu/U-21-Förderspieler), Tariq Hammond (neu), Xaver Tippmann, Jakob Weber, André Bühler, Petr Heider, Korbinian Schütz und Patrick Demetz (U-24-Spieler).
Sturm: Christoph Schmidt (U 24), Richard Diviš (AL), Tomáš Schwamberger, Andrew Yogan (neu/AL), Marvin Schmid, Niklas Zeilbeck (neu/U 21), Constantin Ontl, Yuma Grimm (neu/U 21), Lukas Heger, Abbott Girduckis (neu), Petr Pohl, Nikola Gajovský, Andrew Schembri, Kevin Slezak (neu/U 24) und Corey Trivino (AL).

 

 

Neuer Kontingentstürmer für Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg: Der US-Amerikaner Andrew Yogan wechselt vom österreichischen Erstligisten Graz in die Domstadt. Der 31-Jährige gilt als sehr torgefährlich und bringt mit 1,91 Metern Gardemaße mit.
Fotos: Graz 99ers/Werner Krainbucher

 

 

 

Pressekonferenz der Eisbären Regensburg beim starken Partner Rewag - mit vielen guten Nachrichten. Unser Bild zeigt (von links): EBR-Geschäftsführer Christian Sommerer, Eisbären-Hauptgesellschafter Christian Volkmer, Rewag-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Robert Greb, Sturm-Neuzugang Andrew Yogan und den Trainer des Eishockey-Zweitligisten, Max Kaltenhauser.
Foto: Jan-Mirco Linse